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Freitag: Übergabe & Vorbereitungen

Um 18:30 trafen wir uns zur Projektübergabe im Gemeindeamt Ernsthofen. Dort wurden wir von Bürgermeister Karl Huber in das bestens gehütete Geheimnis unseres Projekts eingeweiht.
Seitens der Landjugend Niederösterreich wurde der Projektmarathon von Landesbeirat Roman Erber eröffnet.

 

Das Ziel des Unterfangens war es, die Menschen in Ernsthofen zusammen zu bringen. Dazu sollte die Wiesenfläche neben dem Ortsplatz gestaltet werden. In diesem Sinne nannten wir das Projekt „A gmiadlichs Platzerl für's Tratscherl“.

 

Unsere Aufgabe bestand aus drei Teilgebieten:

  • Bauen von Sitzgelegenheiten aus 52 Europaletten, die wetterfest und tragbar sind. Form, Design und Anzahl wurde unserer eigenen Kreativität überlassen.

  • Bauen von vier Bänken, die wie Schubkarren fahrbar sind. Das dazu nötige Holz wurde von der Gemeinde bereitgestellt, die restlichen Details sind uns überlassen.

  • Pflanzen eines lebenden Zaunes für den Ortsplatz, bestehend aus 60 Buchensträuchern.

Weiters wurden wir dazu angeregt, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen um die Wiese zu einem gemütlichen Plätzchen zu verwandeln, dass die Ernsthofner und Ernsthofnerinnen zum Tratschen und Verweilen einlädt.

Nach der Übergabe wurden bereits die ersten Prototypen aus den Paletten entworfen und zusammengeschraubt.

Parallel dazu durften wir die Maschinen der Fa. Rapid Holztechnik nutzen, um das Holz für die fahrbaren Bänke passend abzulängen und zu hobeln.

Der restliche Abend wurde hauptsächlich dazu genutzt um genaue Pläne der durchzuführenden Arbeiten zu zeichnen und Einkaufslisten zu erstellen.

Samstag Vormittag: Voll in Schwung

"Der Frühe Vogel fängt den Wurm!"

Daher trafen wir uns heute bereits um 6:30 Uhr zum gemeinsamen Frühstück. Pünktlich um sieben Uhr setzte sich der Bagger in Bewegung und wir begannen damit, die Löcher für die Hecke auszuheben.

 

Um möglichst bald mit den weiteren Arbeiten beginnen zu können, fuhren mehrere Gruppen gleichzeitig in verschiedene Geschäfte die nötigen Materialien zu besorgen.

 

Ein gemütlicher Platz muss auch trittfest und einladend sein, daher entschieden wir uns eine Kiesfläche für die Sitzgelegenheiten und eine „Barfußschnecke“ anzulegen. Bei der Barfußschnecke handelt es sich um eine schneckenförmige Fläche mit 3 Meter Durchmesser, welche mit verschiedenen Naturmaterialien ausgelegt wurde. Dort können Kinder und junggebliebene Erwachsene mit den Füßen die Strukturen erfühlen. Hierfür wurden die Abgrenzungen angezeichnet und anschließend mit dem Spaten ausgestochen, um dem Bagger den präzisen Aushub zu erleichtern.

 

Kaum waren die Löcher für die Hecke ausgehoben, wurden schon die Buchensträucher gesetzt.

Parallel dazu wurde im Bauhof an den Sitzgelegenheiten gearbeitet. Weitere Paletten wurden zu Tischen und Bänken verarbeitet, sowie die fahrbaren Bänke gefertigt.

 

Und mit voller Motivation geht's weiter in den Nachmittag!

 

Fleißig geht's heut schnell voran,
wir packen alle tüchtig an.
Vergessen dabei nicht den Spaß,
und graben tatkräftig im Gras.
Die ersten Holz-Möbel stehn,
morgen könnt ihr euch sie ansehn.

Samstag Nachmittag: Fortschritt wird sichtbar

Nach einem stärkenden Mittagessen starteten wir weiter motiviert in den Nachmittag.


Für die Barfußspirale und die Einfassung des Sitzplatzes wurden Flacheisen zurechtgebogen und zusammengeschweißt.

Des Weiteren wurde nach Fertigstellung der Grabungsarbeiten unter dem Sitzplatz und der Barfußspirale ein Fließ ausgelegt.

Für die Befüllung der Barfußspirale wurden Moos, Hackschnitzel, Baumstümpfe, Sand, Ziegel und Steine gesammelt / gehobelt / zurechtgeschnitten.

Gleichzeitig wurden die restlichen Bänke und Sitze gefertigt und geschliffen.

 

Es ist großartig mit anzusehen, wie der Fortschritt sichtbar und das gemeinsame Ziel greifbar wird!

Samstag Abend: Feinschliff

Das Ziel ist in Greifweite!

Heute Abend wurden hauptsächlich Abschlussarbeiten und Feinschliff durchgeführt:

  • Nachdem die Einfassung des Platzes fertiggestellt war, wurde die Fläche mit Kies befüllt.
  • Die Palettenbänke und -tische wurden schließlich noch geflämmt, um das Design ein aufzupeppen.
  • Die fahrbaren "mobilen Tratscherl" bekamen zum Abschluss je eine Bierkisten-Halterung spendiert und natürlich durfte die Beschriftung mittels Brennstab nicht fehlen.
  • Die letzten Schweißnähte der "Barfußschnecke" wurden gezogen. Danach konnten die einzelnen Abteile befüllt werden.

Besonders freuten wir uns über zahlreiche Besuche von Landjugend und Politik!

 

Die Vorfreude ist riesig, unser Projekt morgen der Öffentlichkeit zu präsentieren und uns in den wohlverdienten Feierabend zurückzuziehen.

Sonntag Vormittag: Geschafft!

 

Der letzte Feinschliff ist getan, die Palettenbänke und -tische aufgestellt, der Rasen gesät und zum Abschluss wurden noch Mülleimer aus Holz gefertigt.

 

Jetzt heißt es nur noch zusammenräumen und die Präsentation vorbereiten.

 

Diese 42 Stunden haben unsere Gemeinschaft zusammengeschweißt und sicherlich einen guten Eindruck in der Bevölkerung hinterlassen. Zudem wurde das Ortsbild nachhaltig verschönert.

 

 

Die letzten Arbeiten sind voll im Gange,

die Vollendung dauert nicht mehr lange.

42 Stunden sind viel Zeit,

drum sind wir bald präsentierbereit.

Wir haben alles im Griff

und verpassen dem Projekt den letzten Schliff.

Ernsthofens "Grüne Mitte" - jetzt ganz neu,

kommt uns besuchen und habt keine Scheu!

Sonntag Nachmittag: Lob von allen Seiten

Es war eine Freude zu sehen, wie sich der Saal mit zahlreichen neugierigen Ernsthofnern und Ernsthofnerinnen füllte. Beinahe alle der aufgestellten Sessel waren besetzt.

 

Musikalisch begleitet von LJ Mitgliedern, die auch in der Musikkapelle spielen, ging die Präsentation über die Bühne. Von allen Seiten wurden wir gelobt und zum gelungenen Projekt beglückwünscht.

Danach ging es nach draußen, wo der neu angelegte Platz und die Sitzgelegenheiten, wiederum musikalisch begleitet, begutachtet und bestaunt wurden.

 

Nachdem alles zusammengeräumt ist und die Räumigkeiten der Volksschule wieder bereit für die Schüler sind, dürfen wir uns in den wohlverdienten Feierabend zurückziehen, wo uns sicherlich noch einige gesellige Stunden erwarten.

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