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Warum nehmen wir am Projektmarathon teil?

Bevor wir uns für den Projektmarathon 2018 beworben und angemeldet hatten, haben wir einenkurzen Blick auf die Homepage der Landjugend Niederösterreich geworfen und uns einige Schwerpunkte und Zielsetzungen nochmals vor Augen geführt. 

Für uns, als gemeinnützigen Verein "Landjugend Frankenfels-Schwarzenbach" und somit Teil der großen Gemeinschaft Landjugend Österreich, sehen wir uns für die Allgemeinbildung und Achtung der Themenbereiche Landwirtschaft und Umwelt in unserer Region verantwortlich. Es ist ein besonderes Anliegen der Landjugend Österreich, Brauchtum und Kultur aufrecht zu erhalten und damit die Pflege und Weiterführung von regionalem Brauchtum durch Jugendliche im ländlichen Raum und die kulturelle Weiterentwicklung zu fördern.

 

Um diese Ziele am Ende unseres Sprengeljahres nochmals gezielt zu forcieren, wagten wir die Anmeldung zum Projektmarathon 2018. Denn unter (Zeit)-druck ist man bekanntlich am produktivsten und kann am meisten erreichen. Als kleiner Sprengel mit vielen inaktiven Mitgliedern, war es uns auch ein Anliegen alle Mitglieder zur Zusammenarbeit zu motivieren und ein gemeinsames Wochenende voller Arbeitseifer, Mut und Spaß zu verbringen. 

 

Der 1994 verstorbene österreichische Arzt und Vertreter der Individualpsychologie Erwin Ringel formte seinerzeit unseren Leitspruch für die kommenden 42, 195 Stunden: "In einer echten Gemeinschaft wird aus vielen ICH ein WIR!"

 

(vgl. https://noe.landjugend.at/ueber-uns/strategische-ziele)

Startschuss - und der Marathon kann starten!

 

Zur Projektübergabe haben wir uns heute um 18 Uhr vor der Gemeinde eingefunden. Vor Ort wurden wir bereits vom Landesbeiratstellvertreter Johannes Baumgartner herzlich empfangen. Herr Bgm. Franz Größbacher eröffnete im Sitzungssaal der Gemeinde unseren Projektmarathon und erteilte uns den Startschuss für die kommenden 42, 195 Stunden.

 

Als Ehrengäste waren Vizebürgermeister Heinrich Putzenlechner, Jugendgemeinderat Christof Eigelsreiter, Gemeinderäte Daniela Mitterer, Norbert Kapeller und Edeltraut Tuder, sowie unsere Landschaftsgärtnerin Anita Hofegger und ihr Gatte Anton Hofegger anwesend.

Jetzt geht's lo-os!

Die Aufgabenstellung lautet: 

  • Bei der Schulsportanlage soll auf einem vorgefertigten Platz eine Hütte aufgestellt werden, welche Unterstand und Treffpunkt für alle Generationen darstellt. 
  • Im Wald dahinter soll eine Erholungslandschaft für Jung und Alt entstehen mit Naschecke, Nützlingshotel u.v.m. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. 
  • Die Materialien, die ihr dafür benötigt sind bereitgestellt und für Arbeiten und Werkzeug habt ihr Zugang zum Bauhof. 
  • Eure Landschaftsgärtnerin Frau Hofegger wird euch für Ratschläge und Ideenumsetzung zur Seite stehen. 
  • Besonderes Augenmerk soll auf die Barrierefreiheit gelegt werden.

Der schönste Weg ist der Gemeinsame!

Nach der Übergabe unserer Projektaufgaben fanden wir uns noch vor dem Gemeindeamt Frankenfels ein, um gemeinsam ein Gruppenbild zu schießen. Die Ehrengäste, darunter besonders unser Herr Bgm. Franz Größbacher, bedankten sich für die Bereitschaft, für die Gemeinde etwas zu errichten und wünschten uns guten Erfolg. 

Auf los gehts los, Wir fangen an!

 

Unsere fleißigen Burschen fingen direkt an, die von der Zimmerei Wutzl vorgefertigten Pläne zu studieren und umzusetzen. Ein Teil der Helfer begann sofort mit dem Aufbau der Hütte, während sich einige Mädels den Ideen für die Gestaltung des Naturplatzes widmeten.

 

Im Büro wurden inzwischen Einladungen für unsere Präsentation am Sonntag, sowie Beiträge für Soziale Netzwerke, wie Facebook, Instagram & Co erstellt. Ebenso begannen unsere "kreativen Köpfe" mit der Gestaltung der Plakate, welche noch am selben Abend neben den Straßen aufgestellt werden sollen. 

Der frühe Vogel fängt den Wurm!

 

Am Samstag trafen wir uns pünktlich um 6 Uhr morgens, um an unserem Projekt weiterarbeiten zu können.

 

Wir bemerkten, dass uns das Unwetter des gestrigen Tages leider einen Strich durch die Rechnung machte und wir 2 unserer Plakate neu gestalten mussten. Somit machten sich die Mädels ans Werk: Plakatfolie zurechtschneiden, Text schreiben und auf Holzbretter befestigen. Währenddessen auch unsere fleißigen Mädels im Büro mit der "Pressearbeit" starteten, machten sich die Burschen bereits an die Errichtung der Hütte. Kurz nach 7 waren dann auch die Plakate fertig zum Aufstellen und die Mädels konnten sich die Planung und Umsetzung des Nützlingshotels machen. 

Lokaler Artenschutz ist auch uns ein Anliegen!

Dank Google & Co konnten wir nützliche Informationen für unser Insektenhaus ausfindig machen und uns in kurzem Zeitraum bestens informieren.

 

Damit sich unsere heimischen Insekten besonders wohlfühlen können, möchten wir besonderes Augenmerk darauf legen, in welche Himmelsrichtung das "Naturgebäude" ausgerichtet werden soll. Unseren eifrigen Mitgliedern war sofort eines klar: Insekten bevorzugen warmes, sonniges Wetter! Deshalb sollte der Nist- und Überwinterungskasten südlich ausgerichtet werden, um möglichst viele Sonnenstrahlen einfangen zu können. Bei Regenfall kann die Sonneneinstrahlung das Konstrukt rascher trocknen und bei Schneefall schmilzt der gefallene Schnee ebenfalls schneller. Um die Einflugschneise der Insekten nicht zu gefährden, soll das Asyl möglichst barrierefrei montiert werden.

 

(vgl. https://www.gartenhaus.at/magazin/insektenhotel-aufstellen/)

Aus einfachsten Naturmaterialien kreieren wir einen Wohlfühlort für heimische Insekten!

Als gemeinnütziger Verein liegt uns auch der lokale Naturschutz besonders am Herzen. Während die Burschen die ersten Arbeiten für das Dach unserer Hütte erledigten, hüllten die Mädels Baumstämme für unser Insektenasyl aus, denn durch die intensiven menschlichen Eingriffe in die Natur, musste natürlich auch den winzigen Gemeindebewohnern ein Plätzchen zum Leben und Überwintern geboten werden.

Mit der Stichsäge wurden Holzlatten zurecht geschnitten und Gitter aus Draht angepasst. In unserem Konstrukt können unsere heimischen Insekten sich in der künstlich geschaffenen Nist- und Überwinterungshilfe wohlfühlen. Um bestmögliche Bedingungen zu schaffen, versuchten unsere Mädels vielfältige Naturmaterialien, wie Holzwolle, Zapfen, Bambusstangen, Äste, u.v.m. einzubinden. 

Sobald sich unsere Kriechtiere bei unserem Naturplatz'erl wohlfühlen, profitieren Tier, Mensch und Natur.

Willkommen, Willkommen!

 

Wir konnten uns heute über zahlreiche Besucher freuen, welche uns tatkräftig mit Mitbringseln unterstützten. Am Vormittag besuchte uns Landesbeirätin Sandra Bieder und Viertelsvertreterin Magdalena Matzinger.

 

Wir freuten uns besonders über eine selbstgemachte Torte der Landjugend Kirchberg, welche wunderschön mit einem essbaren Bild unseres Besuches beim Kirchberger Projektmarathon gestaltet und verziert war. Diese konnten wir beim Mittagessen gleich als Nachspeise genießen. Als Hauptspeise aßen wir Wiener Schnitzel vom Voralpenhof Hofegger. Nach einer gelungenen Mittagspause konnten alle mit neuer Kraft und Energie in die zweite Hälfte des Tages starten.

 

Für den Nachmittag hatte sich Landesbeiratstellvertreter Johannes Baumgartner angemeldet. Wir freuen uns schon auf seinen Besuch!

Öffentlichkeitsarbeit: Radio, Zeitung & Co!

 

Neben der Erfüllung des Arbeitsauftrages, arbeiteten unsere Mädels und Burschen im Büro fleißig an der zweiten und ebenfalls sehr wichtigen Säule des Projektmarathons: die Öffentlichkeitsarbeit!

 

Ob Radio Niederösterreich, Radio Arabella oder Ö3, wir versuchten jeden Radiosender im Umkreis zu kontaktieren und unsere Präsentation der gemachten Arbeit am Sonntag anzukündigen. Auch regionale Printmedien, wie "Die Bezirksblätter", "Tips" und "NÖN - Pielachtal" wurden per Mail benachrichtigt und um eine Terminankündigung gebeten.

 

Einladungen und Flyer wurden gestaltet und an lokale Ehrengäste und umliegende Landjugendsprengel, sowie die Bezirksleitung gesendet und verteilt. 

 

Auch in den Gasthäusern Frankenfels wurden fleißig Plakate aufgegangen. Darunter besuchten wir das Gasthof Lichtensteg, Voralpenhof Hofegger, Gasthaus Tenne und Bäckerei Alfred Leb, sowie das VAG Leb.

 

Hier der Link für die Veranstaltung auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/events/242463186436687/

Der Schaukasten ist zum Schauen da!

 

Um die Gemeindebürger und Gemeindebürgerinnen auf dem Laufenden zu halten, wurde der Schaukasten der Landjugend Frankenfels-Schwarzenbach mit aktuellen Fotos des Projektmarathons transparent gestaltet.

 

Für die Präsentation wollen wir auch noch eine Fotowand gestalten, welche wir anschließend für in unserer Hütte zur Anschauung des Projektverlaufs aufstellen werden.

Das Projekt nimmt langsam Gestalt an!

 

Der Bauablauf unserer Hütte startete mit dem Rohbau, dessen äußere Kontur erstmal aufgesetzt wurde. Unsere fleißigen Handwerker und Handwerkerinnen starteten gestern früh nachmittags mit der Dachkonstruktion der Hütte. Diese besteht aus Holz der Zimmerei Wutzl, welche an den Rändern mit Blech verkleidet wurde. Die Fläche rund um die Hütte wurde mit Splittkies aufgeschüttet, sodass eine ebene Fläche als Grund genutzt werden konnte. Darauf wurden am späteren Nachmittag dann Pflastersteine gelegt. Die Arbeiten dauerten bis spät in die Nacht. Am nächsten Tag wurden die Zwischenspalten mit Quarzsand gefüllt. Seitlich brachten wir zwei Fensterscheiben an, damit mehr Licht durchscheinen kann und die Hütte heller erscheint.

 

Unser Nist- und Überwinterungskasten konnte heute morgen endlich fertig gestellt werden. Einen letzten Feinschliff setzten wir durch das Landjugendzeichen, welches aus Sand in den Farben blau und gelb gestreut wurde. 

 

Hier könnt ihr die Arbeiten unseres Projektmarathons verfolgen: https://youtu.be/tYsw_tRJvO0

Fia Jung und Oid, fia Olle hoid, a Hittn direkt neman Woid!

Warum haben wir uns für diesen Namen entschieden?

Ob groß, klein, alt oder jung: unsere Hütte soll ein Ort sein, an dem sich Alle Willkommen fühlen. Inmitten eines schönen Naturplatzes, mitsamt Nistkasten und Naschecke, soll eine Erholungslandschaft entstehen, die sowohl für Mensch, als auch für Tier gedacht ist; dabei insbesondere an Insekten und Krabbeltiere. Beim Projektnamen war es uns besonders wichtig, dass für Aussenstehende sofort ersichtlich ist, wovon unser Projekt handelt. 

We proudly present!

Kurz vor 16 Uhr trudelten immer mehr Menschen an den Austragungsort VAZ Grassermühle, wo unsere Präsentation stattgefunden hat, ein. Als etwas Ruhe eingekehrt ist, startete die Leitung Karina Hofegger und Stefan Wutzl mit der Begrüßung der Ehrengäste:

  • Bürgermeister Franz Größbacher
  • Vizebürgermeister und Ortsbauernobmann Heinrich Putzenlechner
  • Pfarrer Alois Brunner
  • Ortsbäuerin Renate Winter
  • Bezirksleiter Mike Gruber
  • Bauhof-Leiter Anton Winter
  • Landschaftsgärtnerin Anita Hofegger
  • Blumenwelt Anita Hollaus
  • Zimmerei Wutzl wurde durch den Senior-Chef Leopold Wutzl, Chef Hubert Wutzl und Junior-Chef Michael Wutzl vertreten
  • Landesbeirat und Betreuer unseres Projekts Johannes Baumgartner
  • Unionobmann Leopold Wutzl

 

Die Leitung übergab das Wort an unseren Betreuer Johannes, welcher den Besuchern den Ablauf und Fakten des Projekts erklärte. Anschließend übernahm Herr Bgm. Franz Größbacher und richtete Dankesworte an uns Mitglieder der Landjugend Frankenfels-Schwarzenbach.

 

Nach einem großen Applaus eröffneten Karina und Stefan unser Buffet. Nun konnten die hungrigen Besucher sich beim Begutachten des Naturplatzes mit vielfältigen Aufstrichbroten stärken.

 

 

Dankesworte!

Besonderen Dank wollen wir an unseren Herrn Bgm. Franz Größbacher und sein Bauhof-Team, unter der Leitung von Anton Winter richten, die uns jederzeit bei Fragen zur Seite standen. Die Gemeinde Frankenfels stellte uns während unseres Projektmarathons Lebensmittel und Getränke zur Verfügung und ermöglichte es uns, Einkäufe im Ort auf Kosten der Kommune zu tätigen. Die Landschaftsgärtnerin Anita Hofegger erstellte vorab einen Übersichtsplan für das Naturplatzerl, sodass unsere fleißigen Helfer Pflanzen und Gewächse richtig einsetzen konnten. Blumen wurden auf Kosten der Gemeinde bei der Blumenwelt Anita Hollaus im Ort gekauft. Durch die tolle Ausarbeitung des Planes für unsere Holzhütte, welche die Zimmerei Wutzl anfertigte, wurde uns viel Müh und Zeit erspart und wir konnten uns voll und ganz auf die Umsetzung der Hütte konzentrieren. 

Besonders stolz sind wir auf unsere vielen fleißigen Mitglieder, die von morgens bis abends tatkräftig zusammengeholfen haben. Im Laufe unseres Projekts konnten wir 43 Mitglieder zur Zusammenarbeit anregen.

 

 

Wir blicken auf erlebnisreiche 42,195 Stunden zurück und bedanken uns bei unseren fleißigen Mitgliedern!

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