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Es war einmal ein zauberhaftes Projektwochenende

Es war einmal...

In einer kleinen, unscheinbaren Gemeinde namens Gaubitsch war einmal ein dunkler, trauriger Spielplatz. Der Spielplatz war alt und vermodert und keine Kinder spielten mehr mit ihm.

Eines Tages kam die gute Fee zum Spielplatz und fragte ihn: „Spiiiiielplatz, lieber Spielplatz, warum bist du denn so traurig?“ „Ach“ beklagte sich der Spielplatz, „ich bin doch schon so alt und verlassen und keine Kinder wollen mehr mit mir spielen.“ Der Spielplatz begann bitterlich zu weinen: „Wie gerne wäre ich wieder schön und neu, damit ich wieder beliebt bin unter den Kindern!“ Die gute Fee bekam Mitleid mit dem armen, alten Spielplatz. „Wie kann ich dir nur helfen, damit du wieder glücklich bist?“ überlegte die Fee. Da sprang sie plötzlich in die Luft und erhob freudig ihren Zauberstab, denn sie hatte eine glorreiche Idee.

Eilig flog sie durch die Gemeinde Gaubitsch und trommelte ihre guten Landjugend-Feen herbei. Die Feen flogen in Scharen heran und begutachteten den verwitterten Spielplatz. Voller Tatendrang planten sie die Renovierung gemeinsam mit der „Landesbeirats-Fee Hendler“ und der „Bürgermeister-Fee Mareiner“.

  • ·        Die Spielflächen sollten vom Unkraut befreit werden
  • ·        Sand und Schotter sollten aus der Wiese entfernt werden
  • ·        die Wiese und die Kiesplätze rund um die Spielgeräte sollten voneinander abgetrennt werden
  • ·        der Rasen sollte gemäht und vertikutiert werden
  • ·        die Sträucher sollten zurückgeschnitten werden
  • ·        Unebenheiten sollten mit Erde aufgefüllt werden
  • ·        Der Erdhaufen unter der Rutsche sollte angeböscht werden
  • ·        Gras sollte angebaut werden

Um den Kindern den Spielplatz besonders schmackhaft zu machen, beschlossen sie, eine „Märchen-Landschaft“ zu hinterlassen.

„Danke liebe Landjugend-Feen, ich weiß eure Güte sehr zu schätzen. Trotzdem habe ich noch etwas auf dem Herzen. Mein guter alter Freund, der Kleinbaumgart’ner Spielplatz, ist in derselben Lage wie ich und würde sich bestimmt auch sehr über eure Hilfe freuen.“

Da sie nicht überstürzt arbeiten wollten, beschlossen die guten Landjugend-Feen, zuerst die Gemeindebewohner zu informieren und Ideen zu sammeln. Sie freuten sich schon auf den kommenden Arbeitstag. 

An einem sonnigen Herbstmorgen…

Als die Landjugend-Feen sich auf den Weg machen wollten, um mit ihrer Arbeit im Bauhof Gaubitsch zu beginnen, erwartete sie ein böser Schrecken: die Tore des Bauhofs waren verschlossen und so rief der Landjugend-Leiter, „Sesam öffne dich!“, und die Tore öffneten sich sogleich. Nachdem sie in den Hof eingedrungen waren mussten sie verwundert feststellen, dass nicht alle Zutaten für den Arbeitsbeginn vorbereitet waren. Zuerst musste also der Zauberladen in Laa an der Thaya aufgesucht werden, um dort die verwünschten Farben für ihre Märchenlandschaft zu kaufen.

Nach einiger Zeit, während die Feen-Burschen bereits mit den ersten Arbeiten begannen, waren die Feen-Mädls eifrig dabei, die Niederösterreich Landjugend-Feen über ihr Vorhaben im feeischen Netzwerk (Internet) zu informieren.

Um nicht ihren Feenzauber zu verlieren, brachte ihnen die Dorfbäckerei eine kleine Stärkung. „Komm, Leiter-Fee, hier hast du Pizzastangerl und Topfengolatschen, bring es deinen Helferlein, damit sie sich gestärkt in die Arbeit stürzen können.“, sprach der Bäckermeister. „Eine kleine Stärkung am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“, lachte die Leiter-Fee.

Mit großem Hunger stürzten sich die Helferlein auf das leckere Frühstück. „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt“.

Gestärkt begannen sie mit der harten Arbeit, um den Spielplatz bald wieder lachen zu sehen.

Der Fluch…

Auf den beiden armen, alten Spielplätzen lag ein Fluch, denn die Feen hatten nur 42,195 Stunden Zeit um ihn zu retten. Die Feen waren verzweifelt, denn sie dachten, sie würden es nicht in der genannten Zeit schaffen. Sie schufteten und schufteten, denn sie wollten die Spielplätze um jeden Preis retten. Damit wollten sie nicht nur dem Spielplatz, sondern auch den Dorfkindern eine Freude machen.

Hatten die Feen genug Zeit eingeplant? Würden sie es schaffen, den Spielplatz rechtzeitig mit ihrer Zauberkraft auf Vordermann zu bringen? Eines war gewiss: Die Uhr tickt…

Ein zauberhafter Nachmittag…

Durch das tatkräftige Helfen der Landjugend-Feen, ging die Arbeit schnell voran. Die Spielplätze erstrahlten bald in neuem Glanz und auch die Märchenlandschaft nahm langsam Gestalt an.

 

Die Leiter-Feen waren bemüht, die Helferlein zu motivieren und so riefen sie einen Boten, der ihnen köstliche Mahlzeiten lieferte (Pizzaaaaaa)

Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?

Knusper, knusper Mäuschen, wer knabbert an meinem Häuschen?

Abendstund hat Gold im Mund…

Ein Teil der Feen flug auf den Gaubitscher Spielplatz, während sich der andere Teil auf den Kleinbaumgartner Spielplatz stürzte. Rasch säuberten sie die letzten Kiesplätze und überarbeiteten den Sandplatz. Weiters wurden neue Spielsachen für die Kinder gekauft. Zusätzlich bemühten sich die Burschen, die verwunschene Seilbahn und das Klettergerüst zu renovieren und zu streichen.

„Wer hat auf meinem Bildchen gemalt?“ fragte eine der fleißigen Maler-Feen. Die Feen waren nämlich damit beschäftigt, die Märchenlandschaft in Form von Bildern zu gestalten. Von Schneewittchen, über gestiefelte Kater, bis hin zu Rapunzel und die Bremer Stadtmusikanten waren alle vertreten. Als alle Zauberfarbtöpfe leer waren, alle Pinselstriche vollendet und alle Leinwände bunt bemalt, staunten die Feen nicht schlecht, zu was sie nicht alles fähig waren. Sie waren stolz auf ihre farbenfrohen Bilder und die Kreativität die sie an den Tag brachten.

Von Kopf bis Fuß waren die tüchtigen Feen mit Zauberfarbe bedeckt, darum freuten sich die Feen schon auf einen gemütlichen Ausklang. Todmüde fielen die Helferlein in einen tiefen Dornröschenschlaf. Nun waren sie schon gespannt auf die Reaktion der traurigen, alten Spielplätze.

Feinschliff...

Die Sonne strahlte bereits vom Himmel über die Gemeinde Gaubitsch, als die Feen erwachten. Schnell das Projektmarathon-Leiberl übergezogen, konnten es die tapferen Helferlein kaum erwarten, die Spielplätze im neuen Glanz erstrahlen zu sehen. Um den Kindern einen wunderschönen Spielplatz präsentieren zu können, wurden als letzter Feinschliff die Märchentafeln aufgestellt. Alle waren gespannt: Wird es den Spielplätzen und den kleinen Gemeindebewohnern gefallen?

Der Fluch war durchbrochen…

Die gut besuchte Präsentation des Projektmarathons ging gut über die Bühne. Nach dem gemütlichen Ausklang freuten sich die fleißigen Helferlein auf die lang ersehnte Entspannung.

„Wie kann ich euch nur danken?“, fragte der neue Spielplatz voller Freude. Noch nie in seinem Leben war er so glücklich, denn nun hatte er die Chance, die Kinder erneut mit seinem guten neuen Aussehen für sich zu gewinnen. Froh, heiter, freudig, glücklich, fröhlich, erheitert, kein Wort konnte seine Freude beschreiben.

Die Landjugend-Feen waren stolz auf ihre Leistung, die viel Kreativität und harte Arbeit beinhalteteten, und natürlich freuten sie sich über die Dankbarkeit der Spielplätze.

Als die Kinder am Spielplatz in Gaubitsch eintrafen, um die Leistung der Feen zu bewundern, stürzten sie sich sofort auf die renovierten Spielgeräte.

So waren alle glücklich und zufrieden und sie lebten heiter bis an ihr Lebensende. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann freuen sie sich schon auf den Projektmarathon 2017

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