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Projektmarathon 4.0

Wie die Überschrift es vielleicht schon verrät, nehmen wir dieses Jahr bereits zum 4. Mal in Folge am Projektmarathon teil.

Wir sind gerne bei diesem großen niederösterreichweiten Projekt dabei. Nicht nur um die Gemeinnützigkeit "auszuleben", oder um in der Umgebung damit bekannter zu werden, sondern viel mehr, weil man bei diesen Projekt zusammenwächst durch die gemeinsame Arbeit. Man stärkt die Gemeinschaft, man erkennt Stärken und Potenziale der einzelnen Mitglieder und man wächst gemeinsam an jeder neuen Herausforderung. Es ist immer wieder schön zu sehen, was wir zusammen schaffen können.

Und das werden wir auch dieses Jahr!

 

 

 

Unser "Fall" - Akte "Projektmarathon 4 - 2016"

Dieses Jahr wurden wir nach Glinzendorf "bestellt". Dort trafen wir uns heute Abend in unseren neuen Präsidium: im Gemeindehaus Glinzendorf. Dort wird für die nächsten 42 Stunden unser Haupttreffpunkt sein.

Wir bekamen von Landesbeirätin Patricia Eder und Bürgermeister Herrn Andreas Iser unseren "Fall" (also unsere Aufgabenstellung übergeben).

Wir waren schon alle sehr aufgeregt. Was würde uns dieses Jahr erwarten? Was können wir hier für die Gemeinde tun? Was müssen wir an Fähigkeiten und Ideen mitbringen?

Der "Fall" ist knifflig. Wir haben dieses Jahr insgesamt 5 Tatorte!

Diese mussten wir natürlich gleich begutachten.

 

Bei Tatort 1-3 stellte sich heraus das die Kultur des Ortes in Gefahr ist!!

Zwei Marterl und das Kaiser Franz-Joseph Denkmal sind Opfer des Verfalls geworden. Diese werden wir verspachteln, grundieren und neu streichen, damit diese wieder in voller Würde strahlen können.

 

Bei Tatort 4 geht es um die Fußballtore.

Diese habe jahrelang jeden Ball standgehalten, jedoch den Zahn der Zeit hält keiner stand. Daher werden wir am Sportplatz diese Tore vom alten Lack befreien und neu streichen. Zusätzlich werden neue Netze eingehängt, damit die Fußballer wieder richtig "drauffetzen" können ohne etwas zu beschädigen, dass sich hinter dem Tor befindet.


Bei Tatort 5 erwartete uns eine riesen Herausforderung.

Am Spielplatz in der Ortschaft gibt es zwar genug Spielgeräte für Kinder, jedoch fehlt noch eine Kleinigkeit für Jugendliche und Erwachsene. Ein Volleyball / Federball - Platz mit Netz soll errichetet werden. Die Fundamente müssen einbetoniert werden und es sollen Bänke für Zuschauer neben dem Feld gebaut werden mit zusätzlichen "Gadgets".

 

Nach der für uns sportlichen Aktivität mit der Besichtung der "Tatorte" und unserer Nebenstellen wie das "Lager" der Gemeinde und der Feuerwehr, wurde es Zeit auch unsere grauen Zellen zu aktivieren. Angeblich steigert körperliche Betätigung die geistliche Aktivität. Das funktionierte allerdings nur kurz. Nachdem wir einen kleinen ungefähren Zeitplan für morgen erstellt hatten, machten wir uns an die Namensfindung des Projekts. Dafür hatten wir uns anscheinend doch noch zu wenig bewegt. Es rattertern die Gehirne und die Köpfe rauchten. Wir beschlossen es auf morgen zu verschieben. Schließlich brauchen wir ja unsere Köpfe noch ;)

Doch dann der typische Geistesblitz: "pimp and paint: vom Marterl bis zum Ball - wir helfen Glinzendorf überall!"

Nach dieser schweren Geburt, geht es für uns jetzt ab ins Bett, um morgen fit zu sein um den "Fall mit 5 Tatorten" zu lösen ;)

 

 

Unsere "Tatorte" sind mit den grünen X gekennzeichnet

Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos!

In diesem Sinne starteten wir den zweiten Tag!

Das Sprichwort stimmt: Wir sind Genies ;) Trotz 5 "Tatorten" lief alles reiblungslos.

 

In der Früh haben wir uns im "Hauptquatier", dem Gemeindehaus in Glinzendorf getroffen. Nach einer kleinen Stärkung und der Einteilung der Gruppen für die "Tatorte" ging es an die Arbeit.

Wir holten uns im Wirtschaftshof der Gemeinde unser Arbeitsmaterial um dann richtig Gas zu geben.

Team 1 fuhr zum "Tatort" 5, um dort den Boden für den Volleyballplatz zu ebnen. Dafür kamen fleißige Landjugendmitglieder, die mit ihren Traktoren und den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Geräten den Boden bearbeiteten.Das heißt so viel wie: fräsen, ein bis zwei Kipper Erde aufschütten, planieren, fräsen, kreiseleggen und walzen.

Team 2 arbeitete am "Tatort" 1: dem Marterl. Dort wurde geschliffen, verputzt und gestrichen.

Team 3 bearbeitete die verrosteten Fußballtore am "Tatort" 2.

 

 

 

Der "Fall" bleibt ein Rätsel

Dank der netten Mitarbeiter dieser Gemeinde konnten wir uns in unserer wohlverdienten Mittagspause bei leckerem Gegrillten ein bisschen ausruhen. Einige Mütter kamen und stärkten uns mit gutem Zureden und andere stärkten uns mit Wassermelone und Eis.

Wir waren glücklich. Doch eines fehlte noch zur vollkommenen Glückseligkeit: die Fertigstellung unseres Projektes!

Es ging weiter: es wurde geschliffen und gestrichen.

Am "Tatort" 5, dem Spielplatz konnte man schon erahnen, wo der Volleyballplatz entsteht. Es wurden tiefe Löcher gegraben, um die Steher des Netzes einzubetonieren. Bei unseren Ausgrabungen stießen wir sogar auf ein altes Gartenzaunfundament. Leider fanden wir keinen wertvollen Schatz :(

Am "Tatort" 4 ging es heiß her. Wir schliffen den alten, bröckligen Lack von den Fußballtoren, bis die Maschinen heiß liefen, um dann gleich die erste Schicht frischen Lack wieder drauf zu streichen.

Das erste Marterl erstrahlte bald im neuen Glanz. Und es ging beim zweiten Marterl weiter. Man darf diese "Denkmäler" nicht unterschätzen. Sie schauen "klein" und harmlos aus, doch es ist doch mehr Fläche zum Bearbeiten als man glaubt.


In unserem geheimen Quartier bastelten zwei Mädels an unserer Zusatzaufgabe. Die zwei Bänke, die wir beim Volleyballplatz aufstellen sollen, brauchen noch Gesellschaft. Daher bastelten wir eine Tafel zum Mitzählen der Punkte beim Spiel.

So vergeht die Zeit wie im Flug. Die rasende Fotografin legte einige Kilometer zurück um genug Beweisfotos der Arbeit zu machen.

Die Kontrolle der Chefinnen

Hoher Besuch kam unerwartet vorbei.

Landesleiterin Sandra Zehetbauer besuchte uns, um in ihrem Heimatbezirk nach dem rechten zu sehen. Wir danken ihr für ihre Unterstützung und freuen uns, sie morgen bei der Projektpräsentation begrüßen zu dürfen.

 

Auch die Landesbeirätinnen Patricia Eder und Kathrin Veitl kamen uns besuchen. Es ist immer schön, wenn die Arbeit, die wir leisten, auch "gesehen" und geschätzt wird.

Die Zeit rennt.. und wir bleiben am Ball!

GLINZI, der Ball
Er ist unser diesjähriges Projektmarathon Maskottchen und sorgte zwischendurch immer wieder für Spaß.
Und so blieben wir auch immer am Ball ;)

Die Zeit ist gnadenlos. Nicht nur, dass sie für den Verfall unserer Marterl, Denkmäler und Sportgeräte, die wir jetzt renovieren, verantwortlich ist, sondern vergeht sie beim Arbeiten fast zu schnell. Es kam uns vor als würde ganz plötzlich die Sonne untergehen.

Aber überraschenderweise sahen wir am Ende das große Ganze. Es war gar nicht mehr viel zu machen.

Das muss sich einfach morgen Vormittag noch ausgehen, denn wir haben ja nicht wie eine Spezialeinheit Nachtsichtgeräte mit denen wir in der Finsternis arbeiten könnten ;)

 

Was war also am Nachmittag noch geschehen?

Unsere Teams bildeten sich zwischendurch neu, damit keiner eine eintönige Arbeit machen muss. Es wurden die Gruppen neu gemischt um wieder frischen Wind in die Sache zu bringen. Und siehe da, es funktionierte. Mit voller Spaß ging es an unseren "Tatorten" weiter.

 

Am "Tatort" 4 wurden die Fußballtore ein zweites Mal gestrichen, sodass der Lack schön hält. Morgen müssen dann nur noch die Netze eingehängt werden. Und dann heißts "ANPFIFF"!

 

"Tatort" 5 wurde nochmals mit Bodenbearbeitungsgeräten untersucht bis kein Stein mehr am anderen lag. Ein Schatz wurde trotzdem nicht gefunden:( 

Dafür ist der Platz so eben wie es für das Marchfeld bekannt ist. Schließlich sehen wir heute schon wer morgen zu Besuch kommt. Und ich glaube, ich sehe es kommen morgen ganz viele zu unserer Präsentation ;)

 

Unsere 2 Marterl am "Tatort" 2+3 wurden heute fertig renoviert. Sie erstrahlen im neuen Glanz und können jetzt wieder als Erinnerung an die Schlacht von Napoleon dienen. Kurze Background-Info: Es handelt sich um die Schlacht bei Wagram, bei der am 5. und 6. Juli 1809 Napoleons französische Truppen Erzherzog Karl von Österreichs österreichische Armee besiegten. Dies war das Ende des 5. Koalitionskrieges.

Zu "Tatort" 1: das Kaiser Franz Josef Denkmal, dass zur Erinnerung an das 60-jährige Regierungsjubläum erstellt wurde, kann sich wieder sehen lassen.

 

 

 

 

Der Dreck muss weg!

Mit diesen Worten verabschieden wir uns für heute.

Wir räumten unsere "Tatorte" 1-3 und gaben sie wieder frei!

 

Bei "Tatort" 4 und 5 geht es morgen noch ein bisschen weiter. Ein paar Kleinigkeiten gehören noch erledigt, wie zum Beispiel die Netze einhängen, die Zuschauerfläche am Volleyballplatz richten und alles für die Präsentation herichten. Doch morgen ist auch noch ein Tag ;)

PS: dieses Jahr haben wir viele Infos auch bei den Fotos "versteckt". Also unbedingt auch das Fotoalbum durchschauen!

 

 

Endspurt!

Da wir gestern unseren "Fall" fast schon geknackt hatten, gab es heute nur noch eine kleine Spur aus "Brotkrumen", die uns zum Ziel brachten.

 

Wir trafen uns gleich am"Tatort" 5, dem Spielplatz, denn da war noch etwas zu tun. Die Gummimatten mussten noch bei den Stangen hingelegt werden und plan gemacht werden mit der Erde. Der Rest war ja schon eben und auch Grassamen wurde schon gepflanzt.

Dann kam noch ein kniffliges Rätsel auf uns zu. Das Volleyballnetz. Klingt einfach, aber die Erbauer dieses Netzes machtes es uns nicht einfach. Es gab keine Beschreibung zum Netz (wahrscheinlich, weil die selbst nicht gewusst haben wie man es befestigen muss oder wie man eine Beschreibung dazu gestalten sollte).

Probieren geht über studieren: Nach mehreren Versuchen waren wir dann zufrieden mit der Ausrichtung des Netzes. Wir verlegten anschließend die Begrenzungslinien. Wir organisierten noch einen kleinen Beistelltisch für unsere Zusatzaufgabe: den Platz bei den Bänken zu gestalten. Dieses Jahr verzichteten wir auf die Blumen und nahmen einen Tisch, den wir noch im Landjugend-Stil lackierten. So können die Zuschauer ihre Getränke abstellen, Handys hinlegen, etc.

 

Am "Tatort" 4 wurden die Fußballtor-Netze eingehängt. Das war zwar auch nicht leicht, da die Tore kein Standartmaß haben, im Gegensatz zu den Netzen, aber am Schluss sah es ganz pasabel aus.

 

Es ging für alle nochmal Heim unter die Dusche.

 

Frisch und munter ging es nach dem Mittagessen an die Präsentation.

Wir stellten Heurigengarnituren auf, die wir säuberten und mit Blumen verschönert. Wir schnitten die leckeren Kuchen an, wo wir uns echt zamreißen mussten, dass wir nicht schon vorher alles essen ;)

Und wir bewarben unsere Präsentation beim Hoffest eines ortsansässigen Bauern.

 

Dann war es soweit, die Plakate hingen, die Leute kamen, und wir starteten unsere Präsentation!

 

 

Des Rätsels Lösung

Wir begannen mit der Präsentation, nachdem alle Leute Platz genommen hatten.

Wir begrüßten unsere Gäste, erklärten wer wir sind, erklärten was der Projektmarathon ist und baten die Ehrengäste um ein paar Grußworte.

Bürgermeister Andreas Iser lobte uns für die geleistete Arbeit und war sichtlich stolz auf unseren Erfolg. Er war begeistert von den Ergebnissen und auch von der tollen Zusammenarbeit und unserer Gemeinschaft.

Geschäftsführer des Raiffeisen Lagerhaus Marchfeld Ing. Rudolf Brandhuber besuchte nicht nur unsere Präsentation, sondern klopfte uns auch sprichwörtlich auf die Schulter. Er ist immer wieder beeindruckt was wir gemeinsam alles schaffen können. Er bestärkt uns so weiterzumachen.

Landesleiterin Sandra Zehetbauer erzählte den Leuten vom Hintergrund des ganzen Projektmarathons und seiner steigernden Beliebtheit. Aber auch sie ist stolz auf ihren Heimatbezirk und freut sich sehr darüber, dass wir auch schon ohne ihr liebevolles Hinweisen, eigenständig an vielen Aktivitäten teilnehmen.

Damit unsere Gäste sich besser vorstellen konnten was wir gemacht haben, begingen wir gemeinsam mit ihnen die 5 "Tatorte". Dort erzählten wir ihnen die einzelnen Schritte, die es brauchte um zum Endergebnis zu gelangen. Die Gäste waren überrascht und fasziniert, was wir in 42 Stunden geleistet haben. Ihnen gefielen die Ergebnisse sehr gut. Nach dem doch längeren "Spaziergang", luden wir die Gäste ein, den restlichen Nachmittag/Abend mit uns am Spielplatz zu verbringen. Wir saßen noch gemütlich bei ein oder zwei Stück Kuchen beisammen. Es war eine gelungene Präsentation, denn die Gäste blieben trotz zweier großer Veranstaltungen in der direkten Umgebung bis zum Sonnenuntergang bei uns sitzen.

Als es schon finsterer wurde und die Leute langsam heim gingen, packten wir noch unsere restlichen Sachen und baute die Heurigengarnituren ab.

 

Alles im Allem ein gelunger, erfolgreicher, lustiger, gemeinnütziger Projektmarathon-Abschluss!

 

 

DANKE!

Am Schluss möchten wir uns noch herzlichst bedanken:

Danke an die Gemeinde Glinzendorf für die gute Zusammenarbeit, die geniale Verköstigung und ein schönes Wochenende

 

Danke an all unsere Familienmitlgieder, die uns immer unterstützen (mit Essen, aufbauenden Worten, Material, oder einfach nur die Möglichkeit geben die "Freizeit" mit der Landjugend zu verbringen, obwohl viel Arbeit daheim ist)

 

Danke an all unsere Gäste, die uns bei der Präsentation besucht haben!

 

und das größte DANKE geht an unsere fleißigen Mitglieder, die dieses Wochenende so hart gearbeiten haben und wieder einmal bewiesen haben, was in ihnen steckt und wie gut wir als Team funktionieren.


Abschließend möchten wir uns auch noch beim lieben Wettergott bedanken, der uns endlich einmal ein Projektwochenenede geschenkt hat ohne Regen beziehungsweise der Regen erst kam, als wir beim wegräumen waren.

 

Wir freuen uns auf die Erstellung der Projektmappe und die Präsentation in der LK St.Pölten.

 

Das war unser Bericht zum Fall "Projektmarathon 4.0 - pimp & paint - vom Marterl bis zum Ball - wir helfen Glinzendorf überall!"

Wir freuen uns auf unseren nächsten "Fall" 2017 ;)

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