LJ Bogen

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Es geht los! Das Warten hat ein Ende! Projektmarathon 2020 hat begonnen!

 

FR, 11.09.2020                   18:30

Übergabe des Projekts

Bereits in den Startlöchern stehend trafen wir uns um 18:30 mit Bgm. Friedrich Buchberger, Lukas Kerndler seitens der Landjugend NÖ, Bezirksleiter Michael Kienast zur Übernahme des Projektes.

Da in unserer Gemeinde eines unserer Marterl sehr veraltet ist, ist unser Projekt ein neues zu erbauen. Außerdem werden wir, bei dem schon errichteten Judengedenkstein eine kreative Gestaltung durch bunte Steine mit den darauf stehenden Namen der Kriegsopfer gestalten.

Die fleißigen Mitglieder unserer Landjugend stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um das Projekt in 42 Stunden fertigzustellen. Nach näherer Erläuterung der Aufgabenstellung konnten wir bewaffnet mit den Plänen die ersten Arbeiten starten.

 

Hier die ersten Fotos:

Herzliche Einladung

 

FR, 11.09.2020                 19:00

Der Anfang ist getan!

Zu späterer Stunde wurden die ersten handwerklichen Tätigkeiten begonnen. Die unterste Ziegelreihe wurde gemauert und die Zuleitung zum Strom für die Beleuchtung gelegt. Die fleißigen Mädels haben zeitgleich einige Steine mit Lack besprüht und mit den Namen der Kriegsopfer versehen. Da wir allerdings so flott vorangekommen sind, haben sich einige Mädels auf den Weg in die Dunkelheit gemacht, um Steine von der Donau zu holen.

Natürlich ist auch die Medienarbeit ein großer Teil unseres Projektes. Auf Instagram, sowie auf Facebook posteten wir zahlreiche Beiträge was alles Spannendes geschah, um euch auf dem Laufenden zu halten. Zeitgleich dokumentierten die Mädels die Arbeiten der männlichen Mitglieder.

 

Bilder von den ersten Tätigkeiten:

 

FR,11.09.2020                    20:15

Stein auf Stein …

„Wer will fleißige Handwerker seh‘n,
 der muss zu uns Hofamt Prieler geh’n.
Stein auf Stein, Stein auf Stein,
das Marterl wird bald fertig sein.“

 

 

FR, 11.09.2020                      22:30

Aus Alt wird Neu

Aufgrund der neuen Wegführung des Kneippweges, mussten wir uns auch Gedanken über einen neuen Standort für das Marterl überlegen. Da die gute Sichtbarkeit für uns im Vordergrund stand, entschieden wir uns für einen Platz an dem die Wanderer, aber auch die vorbeikommenden Autofahrer, unser Werk bewundern können. Parallel zu den Maurerarbeiten am neuen Projekt wurde das bereits sehr in die Jahre gekommene Marterl durch einige Mitglieder abgetragen und anschließend entsorgt.

 

SA,12.09.2020                          3:00

Zu später Stunde

Nach einer wohlverdienten Stärkung, mit selbstgemachtem Gulasch aus dem Hause Wurzer ging es auch schon wieder weiter. Die ersten 8 Reihen unseres Marterls wurden aufgemauert.  Unsere stellvertretende Leiterin arbeitete bis halb 3 in der Nacht noch an dem Blog. Um 3:00 Uhr machten dann auch die letzten ihren wohlverdienten Feierabend. Der Fortschritt kann sich bereits sehen lassen und wir sind schon gespannt auf den morgigen Tag.

 

SA, 12.09.2020                  9:00

Tagwache - auf los geht's los!

Heute um 9 Uhr starteten wir pünktlich nach einer kurzen, aber produktiven und anstrengenden Nacht in den Tag. Nach einem gelungenen Frühstück von der fleißigen Frau Wurzer machten sich die Mädels auf den Weg und holten die restlichen Steine für den Judengedenkstein. Nachdem sie allerhand sammelten, fuhren sie anschließend zum örtlichen Farbengeschäft und kauften dort die Lackfarben für das Ansprühen der Steine. Zeitgleich machten sich die Jungs fleißig beim Marterl und mauerten den Bogen. Außerdem schmückten sie den Platz rund um den Judengedenkstein mit Kies aus. Eine der Mädels kaufte zusätzlich noch verschiedene Blumen für den Judengedenkstein. Nachdem sie die Blumen eingepflanzt hat, machten sich die anderen Mädels auf dem Weg, um die restlichen Steine zu lackieren. Nach einer kurzen Social Media Pause und einigen geposteten Storys, vollendeten die Mädels die Steine mit den Namen der Verendeten.

 

SA, 12.09.2020           12:00

Mit vollem Elan in die zweite Runde

Unsere hungrigen Bäuche füllten wir erneut bei der großzügigen Frau Wurzer mit einem saftigen Faschierten mit Kartoffelpüree. Mit vollen Mägen und gestärkter Motivation wollten sich gerade alle auf die Arbeit machen als wir Besuch von der SPÖ Hofamt Priel erhielten, die mit einer großen Getränkespende ums Eck kamen. Eine Getränkerunde später starteten wir dann endlich wieder ins Projekt. Die Jungs packten weiter fleißig Hand an und das Marterl wuchs und wuchs. Ein paar der Burschen fuhr mit reichlich Kübeln zu den Mädels und half ihnen die ganzen Steine zu dem Judengedenkstein zu bringen. Danach haben die Girls die Steine rund um den Gedenkstein verteilt und alles hübsch gemacht. Nach der Fertigstellung des Judengedenksteines machten sich die Mädchen an die Blogarbeiten und die organisatorischen Arbeiten. Nach fleißigen Beiträgen und zahlreichen Storys auf Instagram und Facebook waren wir nun soweit und warteten gespannt auf den saftigen Leberkäse von unserem Spar in Persenbeug.

 

SA, 12.09.2020     15:30

Hoher Besuch … 

Uns hat sehr gefreut, dass die geschäftsführende Gemeinderätin Kerstin Pichler sowie der Herr Bürgermeister Fritz Buchberger besucht haben. Zeitlich kamen auch die Landjugendprojektbetreuer einen Sprung vorbei. Alle beide Partien unterhielten sich bezüglich den aktuellen COVID-19 Maßnahmen und über unser Projekt. Anschließend fand ein kleines Fotoshooting bei dem fast fertigen Judengedenkstein statt. 
 

 

SA, 12.09.2020     17:30

Lass die Funken sprühen … 

Jede/r unsere Mitglieder erhält die Aufgaben, die er mit Leidenschaft und Begeisterung erledigt. Dadurch, dass sich alle unsere Berufe unterscheiden, haben wir Experten auf vielen Gebieten. Schweißer, Elektriker, Bautechniker und viele weitere Berufe finden in unserer Landjugend Platz. Jedoch der Maurer fehlt, wobei wir unser Bestes geben und viele neue Sachen aneignen.
 

 

SA, 12.09.2020     18:30

Ohne Fleiß kein Preis

Bei der Leberkässemmelstärkung überlegten sich unsere Burschen schon die Schalung für den betonierten Dachvorsprung. Die anderen mauerten die Giebelmauern vorne und hinten auf, sodass man schon die Dachform des Satteldaches erkennt. Im Zuge dieser Arbeit wurde an der vorderen Giebelseite das vorspringende Klinkerziegelkreuz erstellt. Nach Fertigstellung dieser beiden Giebelwände wurde die zuvor vorbereitete Schalung für den Dachvorsprung gemeinsam am Marterl montiert. Dabei stellte sich heraus, dass alle Maurerarbeiten perfekt gelungen sind. Alle Höhenmaße der Bauwerkecken wurden perfekt laut Plan erreicht. Um später schönere Betonkanten zu erreichen, wurden die Schalungsinnenecken mit Silikon verfugt. Obwohl der Mauersegmentboden schon fest war, beließ man zur Sicherheit für den Betoniervorgang die Segmentbogenschalung im Innenraum. 

 

SO, 13.09.2020      2:00

Mische, Mische, Mische ...

Um  2 Uhr in der Früh warfen wir die Mischmaschine an, um zu betonieren. Der Beton wurde nach dem Einbringen gestampft und der Dachneigung entsprechend abgezogen. Durch die Dachschräge rutschte der Beton stetig nach unten und so schraubten wir Dokatafeln von oben auf die Schalung, um dem gegenzuwirken. 

 

SO, 13.09.2020    13:00

Die Spannung steigt, ob es hält????

Nach den Eintreffen der ersten Mitglieder, konnten wir es nicht mehr erwarten und demontierten die Schalung. Dabei kam der spannenste Moment. Die Entfernung der Segmentbogenschalung. ...und es hält! ...noch immer :) 
Im Anschluss daran säuberte man das Marterl gänzlich von Mörtelresten. Nun kam unser Schlossermeister und montierte die Eisengittertür. Nebenbei versetzten weitere Mitglieder die Dachziegel auf das Betondach. Unsere Elektriker montierten die Leuchtmittel im Innenraum, um in späterer Folge die Muttergottes in Licht erstrahlen zu lassen.
 

 

SO, 13.09.2020     13:30

Ganz Hofamt Priel ist involviert

Eine talentierte Gemeindebürgerin wurde mit der Malarbeit eines religiösen Bildes beauftragt. Da eine in der Nähe wohnenden Familie einen Schicksalsschlag erfuhr, wollen sie sich mit der Ausstattung des Innenraums beteiligen. Auch planen Sie, für die aufgrund Covid Maßnahmen nächstjährige Präsentation, die Getränke zu finanzieren. 

 

SO, 13.09.2020                  15:00

Ende gut, alles gut!

Um 15:00 trafen sich alle Landjugendmitglieder und die Gemeinderäte der ÖVP und SPÖ. Von dort aus machten wir eine kleine Wanderung zu unseren ersten Projektort den Judengedenkstein. Als Erster richtete der Bürgermeister einige Worte an uns und die Gemeinderäte. Anschließend sprach der Landesleiter – Stellvertreter Lukas Kerndler noch einige Dankesworte und gab das Wort weiter an unsere Leitung die auch noch einige Worte und Danksagungen aussprach. Danach machten wir uns mit der Gruppe auf zu unserem Marterl wo auch die Leitung erneut einiges über die Bauweise und die Geschehnisse über das Marterl erklärte und Dankesworte aussprach. Zum Schluss machten wir auch noch einige Fotos mit unserem fertigen Projekt. Die Mädchen machten sich auch gleich wieder an die Arbeit den Blog wieder auf Vordermann zu bringen. MIt einem gemeinsamen Essen beendeten wir das spannende Projektmarathonwochenende.

 

 

Zusatzprojekt: Das isst Österreich

Als Zusatzprojekt bekamen wir die Aufgabe, ein Schild selbst anzufertigen. Dieses kann entweder auf einem Feld oder auch direkt am Hof eines Landwirten aufgestellt bzw. aufgehängt werden. Unser Schild wird wahrscheinlich das Feld eines Landwirten von Hofamt Priel schmücken. Es soll der Bevölkerung zeigen, wo unsere Lebensmittel herkommen und dass unsere Bauern sehr wichtige und essenzielle Arbeit leisten. Das Schild mit dem rot-weiß-rotem Herz, als Bedeutung von unserem Heimatland Österreich, wurde mit einer Laubsäge aus Holz ausgesägt, geschliffen und lackiert. Mit großer Bemühung wurde es noch mit Hilfe eines Brennstabes beschriftet, die Worte  "Das isst Österreich" fanden darauf seinen Platz. Das Herz wurde noch daran befestigt und fertig war unser Zusatzprojekt!

 

SO, 13.09.2020    

Bedeutung des Judengedenkstein

Der Gedenkstein wurde damals aufgestellt, um an die jüdischen Kriegsopfer zu erinnern. Jeder gesammelte und lackierte Stein wurde mit einem Namen versehen. Denn in der jüdischen Religion gibt es die Tradition, anstelle von Blumen Steine ans Grab zu legen, welche an die verstorbenen Geliebten erinnern soll.

 

Vergangen und doch nicht vergessen. 

Ereignisse aus der Vergangenheit kann man nicht mehr rückgängig machen und sollten nicht in Vergessenheit geraten. 
Denn wie sagt man so schön: "Die Vergangenheit ist dazu da, um aus ihr zu lernen."

 

Herzliche Einladung

Das fertige Marterl

DANKE!!

Wir die Landjugend Hofamt Priel bedanken uns bei den einzelnen Personen sowie Nationalrats-Abgeordneter Dipl. Ing. Georg Strasser, Leiterin Beatrice Sifkovits, SPÖ und Lagerhaus für die Getränke. 

Ein großes Dankeschön an die Gemeinde Hofamt Priel für die Unterstützung und Versorgung während dem Wochenende. 

Es war uns eine Ehre...

Das diesjährige Projekt ist für uns eine Herzensangelegenheit, da man die Gräulentaten der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten lassen darf. Sowie dass die "Marterl Kultur" in Österreich bestehen bleibt.

Die Motivation dahinter war das es uns wichtig ist, das Ortsbild mit dem neuen Marterl zu erhalten, da das alte Marterl schon lange den Platz geziert hat, jedoch erneuert werden musste.

Mit dem Gedenkstein möchten wir die Bevölkerung an die Kriegsopfer erinnern, damit solche Tat nie in Vergessenheit gerät.

"Vergangen und doch nicht vergessen"