LJ Bogen

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Projektpräsentation in Zeiten von Covid19

Da die Projektpräsentation aufgrund der derzeitigen Umstände nicht wie gewohnt vor der gesamten Bevölkerung stattfinden durfte, haben wir ein Video erstellt, indem wir einerseits unsere Arbeiten dokumentiert haben, andererseits einen virtuellen Rundgang durch unseren Garten gemacht haben. Durch Klicken auf die blau unterlegte Überschrift gelangt ihr zu diesem. Viel Spaß beim Anschauen! 

Ende gut, alles gut...

dachte sich die Vogelfamilie im neuen Kleinzeller Naschgarten, als die Mitglieder stolz auf ihr gelungenes Werk blicken. Auch durch den kurzzeitigen Regen ließen sich die fleißgen Mitglieder nicht ablenken, denn es waren noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Es wurde noch die Rundbank um die Kiefer fertiggestellt und der alte vermoderte Brunnen wurde erneuert. Neben den handwerklichen Tätigkeiten wurde auch fleißig an dem Video geschnitten, um der Bevölkerung in Kleinzell in der Corona- Zeit den Naschgarten als Projekt virtuell näherzubringen. Zu guter Letzt wurden noch Hinweisschilder angebracht, damit jedermann den Kleinzeller Naschgarten betrachten und bewundern kann. 

Um 13:00 erfolgte dann die Projektübergabe. Coronabedingt fand diese in kleinerem Kreis als normalerweise statt, nur Jaqueline Kendler von der Landjugend Niederösterreich, Bürgermeister Reinhard Hagen und Vize-Bürgermeisterin Heidi Teveli und Bezirksleitung Karin Fischer und Bernhard Zeller waren persönlich vor Ort. Nach einer kurzen Rede von der Leitung Martin und Judith wurde das Projekt offiziell an die Gemeinde übergeben. Bürgermeister Reinhard Hagen sprach zahlreiche Dankesworte an die fleißigen Mitglieder der Landjugend aus. 

Nach der Projektübergabe saß die Vogelfamilie noch lange am Fenster und bestaunte ihren neuen schönen Garten. Fritz sagt mit fröhlicher Stimme:"Mir gefällt unser Garten viel besser als vorher und ich freue mich schon auf die fröhlichen kleinen Kindergesichter, die aus den Hochbeeten und aus dem Kräuterrad frisches Obst, Gemüse und Kräuter ernten können. Wenn ich groß bin, möchte ich auch bei der Landjugend sein"

Gemeinsam mit Babyelefant

"Mama, ans mechat i di vor da Projektpräsentation nu frogn", meint Fritzi beim Mittagessen. "Warum sprühn se de Leit von der Landjugend eigentlich dauernd de Hände mit so an stingadn Zeig ein, hoidn Abstand und oaweitn getrennt in verschiedenen Gruppen? Und warum derfn heier nur so wenige Leit zur Projektpräsentation kumma?" "Waßt du, heuer gibts a Infektion namens Corona, die sehr ansteckend ist. Weil de Landjugend owa trotzdem gerne am Projektmarathon teilnehmen woitat, hoidn se olle sehr genau an de Regeln, um Ansteckungen zu vermeiden. Dazu ghern eben Maßnahmen wie Abstand hoidn und regelmäßiges Hände desinfizieren", erklärt Mama ihrem Spatz. "Drum des gaunze Getue. Owa find i super, dass se de Landjugend so bemüht hot, des ollas umzusetzen - schließlich woa des mit einiges an zusätzlicher Arbeit und Organisation verbunden", meint Fritzi. "Des stimmt natiarli, dass des ned afoch woa. Owa de Landjugend hot natiarli a Vorbildwirkung fia de gaunze Bevölkerung. Und a Gaude kau ma jo a mit Abstand hobn, wie ma gsehn hot", sagt Irmi. "Auf jedn Foi", ruft Fritzi und springt auf. "Jetzt miass ma daun owa laungsaum Stellung beziagn - es is scho dreiviertel ans und glei gehts mit der Präsentation los!"

Schlechte Träume- schlechter Tag?

Fritz wacht um 8 Uhr schweißgebadet auf und rennt zu seiner Mama. „Mama, i hob so schlecht dramt", sagt er mit schluchzender Stimme. "I hob dramt, dass wegen dem Gewitter und Regen ois zerstört worn ist, wos de Laundjugend ois scho gmocht haum. I wü ned das ois hi is“ „Geh Fritz, beruhig di amoi und schau ausn Fensta, de Laundjugend oaweit scho wieda seit 7 Uhr drau, dass den Rest fertig mochn. A wauns in der Nacht ziemlich geschüttet hot, is Gott sei Daunk grod amoi des Hoiz a bissl schmutzig worn wegen da Erde“, beruhigt Irmi ihren Sohn. Fritz schaut mit großen Augen aus dem Fenster und sieht, dass das Holz bei den Hochbeeten und Terrasse gar nicht mehr schmutzig war, weil die Landjugend schon sehr früh wach war und alles wieder sauber gemacht hat. Nun setzt sich Fritz beruhigt zu seinem Frühstück. Danach beobachtet er, wie die Bank rund um die Kiefer noch gebaut wird und die Hochbeete mit verschiedenen Pflanzen bestückt werden. Auch ein Weg vom Parkplatz zum Garten wird angelegt. Außerdem fertigen die Mitglieder der Landjugend noch Willkommensschilder an, die bei den Eingängen zum Naschgarten aufgestellt werden. "Do is jo nu gaunz sche wos weitergaunga am letzten Tag", staunt Fritz. "Jo, des stimmt, owa des is a guad so - Schließlich muass bis zur Präsentation um 13:00 Uhr ollas fertig sein", erwidert Mama Irmi. "Oiso ab in den Endspurt - i gfrei mi scho auf de Präsentation", ruft Fritz. 

Die Arbeit nimmt kein Ende...

Da Fritz den ganzen Tag über die braven Mitglieder der Landjugend betrachtet hat, ist er am Abend ziemlich müde geworden. Fritz sitzt bei seinem Abendessen und kämpft damit, seine Augen offen zu halten. Als seine Mama ihn zu Bett bringt, erzählt er ihr stolz von seinen Beobachtungen. 

Das zweite Hochbeet ist fertig und mit Erde befüllt worden, ebenso das gemauerte Kräuterrad. Die Mädels der Landjugend ließen ihrer Kreativität freien Lauf und bastelten aus Holzstöcken Schilder für die verschiedenen Sträucher und Kräuter, damit jeder weiß was dort wächst. Auch die Terrasse konnte endlich fertiggestellt werden und präsentiert sich nun in voller Pracht. 

Fritz sagt stolz zu seiner Mama: "Waun i groß bin, mecht i a amoi zur Laundjugend geh, weil a waun so a Stress is und ois, haums oiwei nu a muaz a Gaudi. "Als Irmi nach diesen aufregenden Neuigkeiten Fritzis Zimmer verlässt, schaut er noch kurz aus seinem Zimmerfenster. Dort sieht er das die Landjugendmitglieder genauso müde geworden sind wie er, schließlich haben sie auch den ganzen Tag über fleißig gewerkt. Fritz drückt die Daumen, bis er eingeschlafen ist, und hofft, dass sie in den vorgegebenen 42 Stunden fertig werden.

Gäste ohne Ende...

"Fritz, kumm essen!", schreit Mama Irmi ihrem kleinem Spatz bereits zum dritten Mal. Dieser kann sich aber gar nicht von den Geschehnissen, die sich im Eiltempo ereignen, losreißen. Der Vormittag brachte nämlich einiges an Besuch: Zuerst schaute Rohrbachs Bürgermeister Karl Bader mit seiner Assistentin Sandra Böhmwalder vorbei, um sich einen Überblick über die Lage verschaffen zu können. Sie wurden vom Kleinzeller Bürgermeister Reinhard Hagen und Heidemarie Teveli begleitet. Danach kündigte sich noch mehr Besuch an: Jaqueline Kendler und Johannes Baumgartner von der Landjugend Niederösterreich brachten motivierende Worte und eine kleine Stärkung vorbei. Auch die Bezirksleitung Karin Fischer und Bernhard Zeller verschafften sich einen Überblick über die Lage. Zwischen den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern wurde fleißig an den Hochbeeten und der Terrasse gearbeitet und die Sträucher eingesetzt und mit Hackschnitzeln bedeckt. Auch mit dem Kräuterrad wurde begonnen.

Kein Wunder also, dass Frizi gar keine Zeit zum Essen hat. Mama Irmi weiß aber Rat: "Schau Fritz, jetzt mochn de Leit von der Landjugend grod a a Pause - jetzt kaunst du a essen" "Na guad, owa gaunz schnell. Weil i mechat daun unbedingt wieder zuaschaun, wauns mit de Oaweitn weitergeht", ruft Fritzi und saust zum Küchentisch. 

Der frühe Vogel kann mich mal...

denkt sich Fritz, als er aufwacht und aus dem Fenster schaut, denn es fängt an zu regnen. Er ist enttäuscht, da er sich so auf die Arbeiten der Landjugend für das Projekt gefreut hat. Glücklicherweise ist der Regen nur von kurzer Dauer und die Mitglieder der Landjugend trudeln um 7:00 in seinen Garten ein. Dort besprechen sie die Lage und beginnen gleich mit den Arbeiten. Fritz betrachtet den Bagger mit trauriger Miene, denn er baggert am Zaun entlang die Wiese weg. Noch bevor er seinen Eltern das schreckliche Vorhaben verkünden kann, sieht er dass zwei fleißige Mädchen schon schöne bunte Sträucher setzen. Diese grübeln schon eine gefühlte Stunde lang, wie sie die verschiedenen Sträucher platzieren sollen. Als ihm dies zu öde wird, betrachtet er lieber die Terrasse, die immer mehr wächst. Nach längerem Beobachten bemerkt er, dass der Bagger schon wieder damit beginnt, die Wiese aufzugraben. Voller Wut rennt er zu seinen Eltern und schildert die Situation. "Beruhig di amoi, des wern jo de zwoa Hochbeete wo des gaunze Gemüse eine kemma soi, do host daun du a wos davau!", erklärt Irmi ihrem Spatz. 

Die Ruhe ist nicht von langer Dauer

Eigentlich sollte Fritz schon längst tief und fest schlafen, an diesem Freitagabend ist das aber ganz anders. Grund dafür sind die lauten Geräusche aus dem Garten. Er spechtelt aus dem Fenster und sieht einen kleinen Bagger, der die Steine der alten Terasse entfernt und eine schöne Ebene schafft. Während er begeistert aus dem Fenster schaut, klopft es erneut an der Tür und Gerda, die Brieftaube von Salzerbad, verkündet noch zu später Stunde weitere Neuigkeiten. "I muas eich wos dazöhn, sunst kaun i ned schlofn", sagte sie. " Bei mir in Soizabod beim Bugl dahoam gehts a scho wieda rund, in da Hoizwerkstott dans scho seit a boa Stund lauta Hoiz hobeln. Wissts es wieso?" Ferdl und Irmi erzählen die Neuigkeit vom Dorf. Gerda staunt nicht schlecht und macht sich wieder auf den Heimweg. Fritz schaut dem Bagger noch eine Weile zu und legt sich dann aber auch wieder in sein Bettchen. Er ist schon gespannt, wie es morgen weiter geht.

Die Ruhe vor dem Sturm..

„Mama bring ma bitte wos zum Jausna“, sagt der kleine Vogel Fritz zu seiner Mama Irmi. Irmi huscht in die Küche, doch plötzlich hält sie inne. In ihrem ruhigen Garten mitten in Kleinzell tummelt sich eine Menge an jungen Menschen, die Irmis Garten begutachtet. Irmi wundert sich - so eine Aufmerksamkeit ist sie eigentlich gar nicht gewohnt. Nachdem sie eine Weile zugehört hat, weiß sie mehr- ein Naschgarten gehört her. Aber ein Naschgarten, was soll das sein? Fritz schreit ärgerlich: „Mama wos brauchstn so laung, i hob so an Hunga“. Papa Ferdl sagt mit erhobener Stimme: „Hear auf zum Suddan, es gibt wos Neichs in unsan Gortn“. Fritz ist neugierig und will unbedingt wissen, was los ist, doch seine Eltern wissen selbst nichts von dem Vorhaben und schicken den kleinen Spatz ins Bett.
Nachdem Fritz friedlich eingeschlafen ist, und es sich die Eltern gemütlich im Nest gemacht haben, klopft es an der Tür. Nachbarsspecht Helmut steht aufgeregt mit spannenden Neuigkeiten vor der Tür. „Habt ihr schon gehört? Die Landjugend Kleinzell macht heuer wieder beim Projektmarathon mit, wo sie in nur 42 Stunden ein Projekt auf die Beine stellen müssen. Heuer müssen sie aus eurem Garten einen Naschgarten zaubern.“ „Was ist denn ein Naschgarten?“, fragen die Eltern mit großen Augen. „Dies soll ein Garten für Jung und Alt sein, mit verschiedenen Pflanzen soweit das Augen reicht, von Gemüse und Kräutern bis hin zu Beeren und Obst. Unter dem Motto: "Bunt und gesund- im Kleinzeller Naschgarten geht es rund" soll ein öffentlich zugänglicher Garten gestaltet werden. Dort soll jeder Bürger nehmen und naschen können, was er möchte. Vor allem die Volksschul- und Kindergartenkinder sollen den Garten regelmäßig nutzen können, um somit von klein auf mit dem Kreislauf der Natur vertraut zu werden", berichtet Helmut. "Das klingt nach einem tollen Projekt", meint Papa Ferdl. "Aber auch nach ganz schön viel Arbeit. Glaubt ihr, schafft die Landjugend dies in den vorgegeben 42 Stunden?"

Auf die Plätze, fertig...

los! Heute um 17:00 fiel der Startschuss für unseren heurigen Projektmarathon im Gasthaus Pachler. Dazu durften wir neben unserer Projektbetreuerin Jaqueline Kendler von der Landjugend Niederösterreich auch einige Vertreter der Gemeinde begrüßen. Nach einer ausführlichen Einführung über die Maßnahmen rund um Covid19, erwarteten wir die Verkündung unseres Projektes durch Bürgermeister Reinhard Hagen mit großer Spannung. 

So lautet unsere Aufgabe für den Projektmarathon 2020 - Erstellen des "Kleinzeller Naschgarten"

 

  • Errichteten einer Rundbank rund um die Kiefer
  • Erneuerung der Bänke und Tische
  • Pflanzen verschiedenster Naschsträucher
  • Errichten von zwei Hochbeeten und einem Kräuterrad
  • Erstellen von Holztafeln, um die Pflanzen zu beschriften
  • Verlegung der Wasserversorgung in den Garten

Zusatzaufgabe:

  • Erneuern der Terrasse vor dem Stockschützenheim

Ihr seht also - fad wird uns dieses Wochenende definitiv nicht werden. Nach einer Besichtigung der Wiese, wo der Naschgarten entstehen soll, wurde sich sofort motiviert an die Arbeit gemacht. Zuerst wurden Projektgruppen gebildet. Während ein Team mit dem Hobeln der Bretter für die Terrasse begann, begannen andere mit dem Abtragen der alten Terrasse und dem Ausbaggern für die neue. Auch das Presseteam lag (wie man unter anderem an diesem Bericht sieht) nicht auf der faulen Haut und grübelte bereits über einen passenden Projektslogan. Mittlerweile ist die Entscheidung gefallen - Wir wollen den Garten unter dem Motto "Bunt und gesund - im Kleinzeller Naschgarten geht es rund!" gestalten. Auch haben wir uns dazu entschieden, euch fortan in Form einer kleinen Geschichte über die Geschehnisse zu erzählen. Von jetzt an wird euch der kleine Spatz Fritz, der gemeinsam mit seinen Eltern in der Kiefer auf der Wiese lebt, erzählen, was wir beim Projektmarathon so treiben. Wundert euch also nicht, wenn von nun an in unserem Blog die Spatzen das Wort haben.

Die Spannung steigt

Auch wir, die Landjugend Kleinzell, stellen sich heuer wieder so wie zahlreiche andere Sprengel in ganz Niederösterreich der Herausforderung Projektmarathon. Wir sind schon sehr gespannt, was sich unser Projektpartner, die Gemeinde, für uns überlegt hat. Lange dauert es nicht mehr, bis wir mehr wissen - heute um 17:00 Uhr ist Projektübergabe. Ab diesem Zeitpunkt werden wir euch hier in diesem Blog über die Geschehnisse am Laufenden halten - seid also gespannt darauf, was dieses Wochenende noch am Programm steht und schaut regelmäßig herein.