LJ Bogen

Blog

Der Startschuss ist gefallen

Am Freitagabend überreichten uns Landesbeirat Lorenz Reisinger und Bürgermeister Josef Wagner unser Projekt für die kommenden 42,195 Stunden. Wir trafen uns um 17:45 vor dem Gemeindeamt der Marktgemeinde Rappottenstein, wo wir erfuhren das dieses Jahr alles anders ist als gedacht. Heuer liegt der Hauptaspekt nicht am Handwerk unserer Burschen und Mädels, sondern unsere kreativen und historischen Köpfe sind gefragt. Unsere Aufgabenstellung lautet „Wie feiert man 50 Jahre Großgemeinde?“. Wir sollen uns Gedanken darüber machen, wie man am besten das 50-jährige Jubiläum der Großgemeinde Rappottenstein feiern kann. Der Festakt sollte ansprechend für die Bürger gestaltet werden. Ebenfalls soll die Bevölkerung Zugang zu Informationen der Entstehung von Rappottenstein, deren ehemaligen Bürgermeister uvm. erhalten. Dazu gehören Recherchearbeiten im Internet, Durchforschung von Dokumenten der Gemeinde, die Befragung von Zeitzeugen und das Errichten einer großen Tafel am Hauptplatz mit den Ermittlungsergebnissen.


Nach der Projektübergabe machten wir uns gleich auf den Weg ins Vereinshaus nach Pehendorf. Die Mitglieder durchforschten fleißig alte Protokolle, um viele hilfreiche Fakten herauszufinden. Leichte Überforderung stand uns ins Gesicht geschrieben, doch das hielt uns nicht auf und tauchten weiter in die Geschichte von Rappottenstein ein. Bis zur späteren Stunde sammelten wir hilfreiches Material für den nächsten Tag. Doch irgendwann mussten wir dem ganzen ein Ende setzen, damit wir Energie für die kommenden Tage tanken können.

 

 

Recherchen über Recherchen und a bissl Hoizn!

Am Vormittag des zweiten Tages des Marathons beschäftigte sich ein Team von uns mit den Recherchen in den alten Protokollen der Marktgemeinde Rappottenstein, die uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt worden sind.

Ein weiteres Team beschäftigte sich mit der Festschrift. Sie legten ein Layout fest und führten Recherchen über die ehemaligen Bürgermeister und Vizebürgermeister der Marktgemeinde Rappottenstein. Bei diesen Recherchen kamen viele interessante Ereignisse zum Vorschein.

Unser drittes Team machte den Wald unsicher. Sie fällten einen großen Baum für unseren Zeitstrahl, der uns zeigt, wie`s früher war. Damit auch unseren handwerklichen Burschen nicht langweilig wird.

Zu Mittag wurden wir mit köstlichsten Fleisch-, Grammel-, und Käseknödel von unseren Küchenfeen verköstigt.

Weiter geht’s!!

 

 

Kein Ende in Sicht am Samstagnachmittag - A bissl a Recherche geht nu!

Alle Gruppen arbeiteten fleißig an ihren jeweiligen Projekten weiter. Angefangen mit den Interviews der Zeitzeugen und der Bearbeitung des Holzstamms, bis hin zur Gestaltung der Festschrift und Planung der 50-Jahr Feier. Anschließend an die Befragung wurden die Mitschriften in Form gebracht und zusammengefasst. 

Die Burschen leisteten ganze Arbeit. Nachdem sie am Vormittag spurlos verschwunden sind und sich in der Tischlerei Trikustik ihren eigenen Kaffee gebrüht haben, kehrten sie am Nachmittag mit der in Gestalt gebrachten „Zeit-Fehra“ ins Vereinshaus zurück. Dort erwartete uns das Lagerhaus Rappottenstein mit einer gigantischen Jause und erfrischenden Getränken. Außerdem bekamen wir hohen Besuch von Landtagsabgeordneten Franz Mold, Landeskammer Vizepräsidentin Andrea Wagner und Bürgermeister Josef Wagner. - DANKE für die Jause und den Besuch!

Mit neuer Kraft und voller Eifer wurde der Holzstamm gleich noch am gewünschten Standort in Rappottenstein positioniert. Doch nicht nur unsere Herrschaften waren fleißig, auch die Mädels müssen sich nicht verstecken, sondern haben einiges geschafft. Alle Zusammenschriften haben nun eine ansehnliche Form. Nachdem die letzten Informationen herausgefunden werden konnten, wurden diese in den Druck gegeben.

Nach so einem anstrengenden, aber durchaus erfolgreichen Arbeitstag begaben wir uns um 23:30 Uhr zur nächtlichen Ruhe, um für die letzten Stunden am morgigen Tag fit zu sein.  

 

 

Morgen Grias eing!

Am Sonntagvormittag begaben sich alle Gruppen ein letztes Mal für den diesjährigen Projektmarathon in die Startlöcher. Bevor es richtig los ging, stärkten wir uns mit einem nährreichen Frühstück. Danach ging es voller Motivation in den Endspurt. Die Festschrift wird noch fertig aufbereitet, damit sie für den Druck freigegeben werden kann und die Interviews werden zusammengefasst.

Die „Zeit-Fehra“ wurde mit den fertig präparierten Infotafel geschmückt. Wir bedanken uns herzlichst bei der Firma Rappottenstoana Stammholz für das Lasern der Infotafel. Es konnten nicht alle Schilder in der kurzen Zeit gelasert werden, dies werden im Laufe der kommenden Woche fertiggestellt. Einstweilen wurden die Vorlagen ausgedruckt und foliert angemacht.

Die Bewohner der Marktgemeinde Rappottenstein wurden mittels Plakate über unser Projekt informiert. Alle, die unser Projekt gerne begutachten wollen, können dies ab Montag, 06.09.2021 vorm Rathaus in Rappottenstein machen. Unser Projekt wird heuer aufgrund der Coronabestimmungen nur im kleinen Rahmen präsentiert. Die Einladungen für die Ehrengäste wurden angefertig und auch schon ausgeschickt.

 

 

Das Grande Finale

Die Projektübergabe fand im geplanten internen Rahmen am Sonntagnachmittag statt. Neben dem Bürgermeister Ing. Josef Wagner, der Vizebürgermeisterin Sonja Hörth, der Landwirtschaftskammervizepräsidentin Andrea Wagner fanden auch unsere Unterstützer, die Vertreter des Lagerhaus Rappottenstein und Leopold Hammerl vom Biohof Hammerl den Weg zum Hauptplatz Rappottenstein, wo unsere Landjugend-Leitung Katharina und Johannes das Projekt vorstellte. In 42,195 Stunden wurde in verschiedenen Teams unter anderen eine „Zeit-Fehra“ errichtet, eine Festschrift mit den geführten Interviews mit den Zeitzeugen der Gemeindezusammenlegung gestaltet und ein Konzept für eine mögliche 50-Jahr Feier erstellt.

Resümee

Dieses Jahr war besonders spannend, da der Fokus nicht am handwerklichen Geschick lag, sondern viel Recherchearbeit beinhaltete. Wir lernten viel Neues über unsere Gemeinde und durch die „Zeit-Fehra“ wurde unsere Recherchearbeit visualisiert. Die „Zeit-Fehra“ soll die wichtigsten Fakten der Gemeindezusammenlegung, sowie spannende Zitate der Zeitzeugen für die Gemeindebürger darstellen. Hinter unserem Endergebnis versteckte sich unglaublich viel Arbeit, Mühe und kreativer Hirnschmalz. Ein besonderes Detail ist die genaue Skalierung der Landkarte vor der Gemeindezusammenlegung, die durch ein grafisch talentiertes Mitglied gestaltet wurde.

Mit den Zeitzeugen wollten wir vor allem aufzeigen, wie verschiedenste Bürger, in den unterschiedlichsten Berufen die Zeit der Zusammenlegung miterlebten. Diese Protokolle sind nicht nur wichtig für die 50 Jahr Feier, sondern auch darüber hinaus für unsere nächsten Generationen. Danke an unsere Zeitzeugen Friedrich Wagner Bgm. a. D. (Lembach), Anna Fichtinger (Pfaffendorf), Franz Singer (Roiten) und Josef Wagner sen. (Pehendorf) - wir haben viel gelernt!

Die Festschrift und das Konzept wurden an den Bürgermeister übergeben. Nun sind wir gespannt welche unserer Ideen für die 50 Jahr Feier umgesetzt werden. Unter dem Motto:

„Rappottenstoa-gemeinsam stoak!“

50 Joah Großgemeinde Rappottenstoa,
damit olle wissen wie`s früha woa!

Als langjähriger und treuer Partner möchten wir abschließend noch einen Gruß dem Team vom Lagerhaus Rappottenstein aussprechen, welches uns JEDES Jahr beim Projektmarathon mit einer ausgesprochen guten Verpflegung überrascht.

Alle Helfer können sehr stolz auf ihre Leistungen sein,
vielen Dank den Mitgliedern der Landjugend Rappottenstein!

#BleibImmerEinRappottensteiner #hbb #ljrappottenstein #wirsandabei #wirbelebendörfer #ljnoe #ljwav #esistelfuhr #orfnoe #projektmarathon2021 #lagerhausrappottenstein #danke

 

 

Festschrift und Konzeptideen