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Auf die Plätze, fertig, los!

Große Vorfreude und Neugierde begleiteten uns an unserem Treffpunkt für die Projektübergabe. Gespannt erwarteten wir die Verkündung des Projekts durch unsere Frau Bürgermeisterin Elisabeth Allram.  Um 18 Uhr wurde uns im Gastgarten des Gasthaus Powisch in Dietmannsdorf Wildhäuser unsere bevorstehende Aufgabe übermittelt, die Gestaltung eines Naturspielplatzes.

Einigen von uns waren und sind der Tut Gut Wanderweg sowie die daran anschließende Wiese, welche der der Gemeinde gehört, bekannt. In unseren Kindheitserinnerungen stecken noch Erlebnisse mit unseren Familien sowie Kindergarten- und Schulfreunden, die auf dieser Spielwiese entstanden. Mittlerweile kennzeichnen den Wanderweg und die Spielwiese einige Jahre und die Anlage Bedarf einer Renovierung.

Um auch zukünftigen Wanderfreudigen sowie Familien innerhalb und außerhalb unserer Gemeinde ebenfalls eine Freude mit diesem Wanderweg und der Wiese zu machen, stellen wir uns für die nächsten beiden Tage folgende Aufgaben:

  • Erneuerung bzw. Auffrischung diverser Elemente des Wanderwegs und der Spielwiese
  • Ideenfindung in Bezug auf neue Spielgeräte und Naturelemente für den Naturspielplatz
  • Wissensstation zum Thema Wald/Bäume anfertigen & zusätzlich passende Bäume einpflanzen
  • Sanierung des vorhandenen Barfußweges
  • Schaffung von Sitzgelegenheiten bei den Spielgeräten
  • Brainstorming eines kreativen Namens für unser Projekt
  • Laufende Projektdokumentation auf der Landjugendhomepage sowie Social Media

Wir sind voller Zuversicht, deshalb starteten wir im Anschluss an die Erkundung des derzeitigen Zustandes der Anlage mit dem Ideenaustausch. Fleißig wurden Notizen und Gedankengänge erstellt. Deren Ergebnisse werden bald sichtbar werden…

Der erste Eindruck: verwachsen, wild und viel zu tun

Da wir uns bei der Projektvergabe in nächster Nähe unseres Arbeitsumfeldes für die nächsten Tage befanden, besichtigten wir sofort den Wanderweg und die daran anschließende Spielwiese. An ein Spielparadies für Kinder erinnert dieser Ort jedoch leider nicht mehr, hier wird unsere Hilfe dringend benötigt.

Die Sinnesstationen zum Sehen und Hören kamen in ihre Jahre, ebenso das Spielhaus. Auf dem Weg zur Spielwiese befindet sich eine Brücke, welche schon einmal bessere Zeiten erlebte und somit schnellstmöglich saniert werden sollte. Die Wiese an sich lässt sich kaum mehr als eine „Spielwiese“ definieren, viele Spielelemente sind von Gras überwachsen oder auf andere Art und Weise gealtert, in weiterer Folge wirkt sie leer und verlassen.

Wir nehmen uns der Herausforderung an und werden diesen traurigen Anblick ändern, indem wir den heruntergekommenen Naturspielplatz mit neuem Leben erwecken!

Morgenstund hat Gold im Mund

Um 7 Uhr trafen wir uns heute in Waiden, um mit den Arbeiten loszulegen. Dabei reinigten wir unsere mobile Schank, das Hauptaugenmerkt unseres Projetktmarathons vom vorigen Jahr. Währenddessen teilten wir uns in Arbeitsgruppen und besprachen die Pläne für den heutigen Tag.

Über Würstel und Semmeln bestellen, Flyer ausdrucken, Spielgeräte abmessen, Holz zuschneiden, Blog weiterführen, Informationszettel für die Wissensstation anfertigen - unsere Aufgaben verteilen sich über zahlreiche unterschiedliche Tätigkeitsbereiche. Hierbei kann jeder von uns seine individuellen Fähigkeiten optimal einsetzen!

Außerdem trafen wir beim Eintreffen bei der Spielwiese auf Camper. Diese waren sichtlich erfreut, als sie von der Sanierung der Spielwiese hörten. Sie werden bald wieder kommen und das Campen auf der „neuen“ Anlage testen.

Unsere Einladung zur Präsentation des Projektmarathons in Form von Flyer durften wir dankenswerterweise bei der Gemeinde ausdrucken. Dabei konnten wir unseren Gemeinderäten ein wenig unter die Arme greifen, indem wir neben unseren Flyer auch BhW-Flyer austeilen, schließlich kann dies gleichzeitig erledigt werden.

Während unseren intensiven Ideenaustauschen und Vorbereitungsarbeiten konnten wir nun endlich einen ansprechenden Namen für unser Projekt kreieren:

A Natuaspüplotz zum wondern, grühn,
bewegen, spün und chün.

Wer will fleißige Handwerker seh’n, der muss uns besuchen geh’n

Neben den organisatorischen Aufgaben rund um Blogbeiträge, Flyer austeilen, Lebensmittel bestellen, Mittagessen beordern und Infotafeln gestalten lassen sich bereits die ersten Änderungen bei und im Umfeld der Spielwiese erkennen.

Zunächst einmal wurde die verwachsene Wiese gemulcht, nun werden unsere Schuhe nicht mehr so schnell nass. In weiterer Folge wird der Weg zum Wanderweg leichter und unfallfreier begehbar, indem er mit Schotter und San angehäuft wird.

Darüber hinaus wurde an den einzelnen Sinnesstationen mit der Sanierung begonnen. Die Hörstation erstrahlt sicherlich bald in neuem Glanz. Am Spielhaus werkten die fleißigen Handwerker unserer Landjugend ebenfalls, das alte Dach und die Stufen wurden erneuert, sodass wieder eine sichere Begehung des Spielhauses für Kinder garantiert werden kann.

Das Weidentipi musste leider entfernt werden – es war nicht mehr zu retten. Mit Traktor und Rückewagen geht aber auch diese Arbeit schnell voran und bald findet man in diesem Bereich der Wiese ein niegelnagelneues Spielgerät, welches Kindern wieder mehr Freude bereiten wird als das verwachsene Gebüsch.

Mit voller Kraft voraus

Nach einer kurzen Energienachschubspause in Form eines Mittagessens beim Gasthaus Powisch waren wir wieder gestärkt und nahmen voller Elan unsere bevorstehenden Aufgaben auf uns – schließlich soll morgen ein Spieleparadies für Alt und Jung zu besichtigen sein.

Der Durchgang zum Wanderweg wurde kurzerhand mit neuen Holzplatten ausgetauscht, somit lässt sich nun bereits beim Eingang eine Veränderung deutlich erkennen. Darüber hinaus wurde an den Sinnesstationen weiter gewerkt im Sinne von Bohren, Messen und Schleifen.

Einen weiteren großen Fortschritt entdeckte man beim Wanderweg, einige Zeit war die Brücke wegen Umbauarbeiten gesperrt bzw. musste man mit kalten und nassen Füßen beim Übergang rechnen. Voller Freude erlebten wir die Ankunft des Brückengestells.

Zudem wurde unsere Wiese bereits geschmückt. Geschmückt in Form von Bäumen, welche schon eingepflanzt wurden, um das Gesamtbild ein wenig ins positive Licht zu rücken, sodass die vor kurzem noch vorherrschende Verwilderung schnell in Vergessenheit gerät.

Die Herstellung der Spielgeräte nimmt ihren Lauf, die ersten Bauteile wurden abgemessen, zugesägt und angebracht. Das Anbringen des Brückengestells über dem kleinen Bächlein am Wanderweg könnte man als kleines Highlight beschreiben, endlich konnten wir einen großen Meilenstein unserer Aufgabenstellung abhaken.

Besonders freuten wir uns über hohen Besuch, möglicherweise werden wir berühmt ????. Der ORF besuchte uns, filmte Teilaspekte unserer Tätigkeiten und führte Interviews mit der Leitung. Unsere Motivation nahm rasant zu, schließlich sind wir stolz darauf, wenn unsere Arbeit in diesem Sinne wertgeschätzt und in die Öffentlichkeit getragen wird. Um 19 Uhr waren wir in "Niederösterreich heute" zu sehen, wer dies verpasst hat, kann unseren kleinen Filmauschnitt gerne auf der Mediathek des ORF nachschauen (https://tvthek.orf.at/live/Niederoesterreich-heute/14134803).

Am späteren Nachmittag widmeten wir uns bereits kleineren Endaufgaben wie dem Streichen des Spielhauses. Nach und nach werden wir einzelne kleinere Projektelemente mit großer Freude und Zufriedenheit abschließen können.  

Nachtschwärmer im Einsatz

Unsere weitere Antriebskraft durch ein Abendessen spendete uns Frau Bürgermeister Elisabeth Allram. Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal bei ihr bedanken, die Heurigenschmankerl vom Dorfheurigen "Elisabeth" in Atzelsdorf schmeckten köstlich.

Die Dämmerung und Finsternis stellten für uns kein Hindernis dar, die Traktoren kamen wieder aktiv zum Einsatz. Sie und kleinere Scheinwerfer spendeten uns Licht, sodass wir einzelne Arbeitsschritte weiterführen bzw. vervollständigen konnten. Spielgeräte wie der Kletterparcour oder das Reifenbalanciergerät nahmen erste Gestalten an.

Auch am Abend lautete unser Motto: Ein jeder hilft, wo er kann. Die einen sägten, die anderen bohrten, lackiert wurde ebenfalls mit vollem Einsatz. Diese kleine Nachtschicht war dringend nötig, denn morgen wartet noch genug weitere Arbeit auf uns, um 15 Uhr muss unsere Projekt schließlich vorführbar sein.

Um ungefährt 21 Uhr erwarteten wir noch einen besonderen Gast, Nationalratsabgeordneten Lukas Brandweiner. Wir freuten uns über den Besuch und die damit verbundene Tatsache, dass unser Projektmarathon dieses Jahr so hohes Ansehen erlangt.

 

Wenn am Morgen die Sonne lacht…

…beginnt unser letzter Tag des Projektmarathons. Die Nacht war kurz, um 7 Uhr nahmen wir den Sonntag und die damit verbundenen Arbeiten in Angriff.

Früh morgens wurden gleich einmal die Naturtafeln sauber gemacht, sodass diese wieder gut leserlich im Sonnenlicht erstrahlen können. Unsere fleißigen Burschen widmeten sich währenddessen unserer nun ersichtlich stabilen Brücke. Die Holzbretter wurden aufgelegt, genau abgemessen und montiert. Ein stabiler Übergang ist nun gesichert!

Am Barfußweg wurde ebenfalls fleißig angepackt, wir freuen uns schon darauf, erste „Testgeher“ auf dem Barfußweg begrüßen zu dürfen. Ein Spielgerät konnten wir schon voll und ganz abschließen: das Balanciergestell. Die Sinnesstation „Hören“ erhielt eine neue Verkleidung, ein weiterer elementarer Schritt Richtung Präsentation wurde erreicht.

Über die regelmäßigen Energienachschübe in Form von kleinen Snacks möchten wir uns auch hier noch einmal bei einigen lieben Mamas bedanken  <3 – damit tanken wir neue Kraft!

Schritt für Schritt kommt das Ende immer näher

Und wir schalten um auf Turbo und geben noch einmal Vollgas! Die Tafeln für die Wissensstationen konnten wir von der Firma „Die Werbemacher“ aus Rothweinsdorf abholen – danke noch einmal für die rasche Umsetzung unserer Ideen! Nun können bald viele Wanderfreudige und Naturspielplatzbesucher ihr eigenes Wissen erweitern, indem sie zu den frisch eingepflanzten Bäumen interessante Informationen rund um  Blütezeit, Alter, Eigenschaften des Holzes und der Rinde sowie Frucht und Standorte nachlesen können.

Das Reifenbalanciergerüst erhielt den letzten Feinschliff, ein weiterer großer Meilenstein konnte abgehackt werden. Ihre motorischen Fähigkeiten können sowohl Kinder als auch Erwachsene auf dem von uns gestalteten Naturspielplatz bald trainieren, ausbauen und austesten. Unsere Mädels sorgten bei der Hörstation für das gewisse „Etwas“, unser Jugendlogo wurde hinaufgepinselt. Auch dieses Element konnten wir danach stolz als beendet erklären.

Wir gelangen in die heiße Phase…

…denn die Projektpräsentation steht kurz bevor. Die letzten Kleinigkeiten wurden nun durchgeführt, im Großen und Ganzen konnte man jedoch bereits einen deutlichen Unterschied (im positiven Sinne) zu Freitagabend erkennen.

Am Spielehaus wurden noch die Pfosten festgesteckt, hier war wieder wie so oft Teamwork angesagt. Viele Arbeiten schafft man alleine gar nicht oder nur schwer, zum Glück konnten wir uns aufeinander verlassen und gemeinsam unsere Ideen in Taten umsetzten.

Weiters wurden die letzten Bäume noch einmal gegossen, schließlich sollen sie nicht nur eingegraben werden, sondern auch fortbestehen. Das kleine Bächlein, über welches wir beispielsweise die neue Brücke anfertigten, lieferte uns das dafür notwendige Wasser.

Am Sonntag noch kam die hervorragende Idee auf, eine Wippe zu bauen. Dieses Vorhaben wurde zuletzt dann noch in die Tat umgesetzt. Die Wippe faszinierte nicht nur kleine, sondern auch „groß gewachsene“ Kinder, natürlich musste sie auch ausreichend Probegetestet werden.

Am Eingang zum Wanderweg brachten wir zudem noch das Transparent zum Projektmarathon an, sodass alle Besucher der Präsentation deutlich erkennen können, wo diese startet.

Das Einschlagen und Anbohren der Schilder stellten eine unserer letzten Arbeiten dar, immerhin konnte dies aber rasch und noch pünktlich vor der Präsentation erledigt werden. Die Vorfreude auf die Präsentation unseres gelungenen Projekts stieg von Minute zu Minute immer mehr an…

Wir haben es vollbracht!

Stolz können wir die Aufgabenstellung als abgeschlossen erklären. Viele einzelne Elemente erstrahlen in neuem Glanz oder in Form einer Neuerschaffung.

Gleich beim Durchgang zum Wanderweg lässt sich ein erneuertes Dach erkennen und sorgt für einen positiven ersten Eindruck. Die Tafeln erstrahlen wieder heller, sie wurden gründlich gereinigt und erleichtern somit das Lesen der interessanten Informationen.

Die einzelnen weiteren Stationen auf dem Weg zur Spielwiese wurden gründlich saniert. Kinder können nur wieder auf stabilen Stufen durch die einzelnen frisch geputzten Linsen sehen. Die Hörstation symbolisiert noch einmal unsere Tätigkeit durch das gestrichene Landjugendlogo.

Bei Kindern besonders beliebt wird wohl das sanierte Spielhaus sein. Sicher gelangen unsere Kleinsten wieder in das Häuschen, das Dach bietet ebenfalls sicheren Schutz.

Am Naturspielplatz selbst gibt es jetzt einiges, um sich auszutoben und die Motorik zu fördern. Die beiden Balancierwege aus Holz laden zum Austesten ein. Für Eltern oder Zuseher steht das passende Bankerl bereit. Faszinieren wird auch die Wippe und wie wir schon gesehen haben, können sich darauf auch Erwachsene austoben. Ein weiteres Highlight bildet das Reifenbalanciergerüst, hier wird niemanden langweilig.

Der Barfußweg sowie die Feuerstelle wurden ebenfalls restauriert. Grillen am Lagerfeuer wird von nun an noch angenehmer für alle Beteiligten, denn auf Bänken sitzt man eindeutig bequemer als auf Steinen. Zudem kann man die eingepflanzten Bäume begutachten und miteinander vergleichen sowie interessante  Informationen zu deren Arten und Eigenschaften lesen.

Let’s present

Die Stunde der Wahrheit war gekommen. Unsere Arbeitszeit ist abgelaufen und wir dürfen nun unser Projekt der Öffentlichkeit präsentieren.

Das Interesse an unseren Veränderungen bei und um die Spielwiese war groß – Bürger aus dem gesamten Gemeindegebiet und von außerhalb wollten den Wanderweg und den Naturspielplatz bewundern. Sie sprachen Lobesworte für unser Engagement und die Bereitschaft, in und für die Gemeinde etwas verändern zu wollen.

Ines und David, unsere Leitung, führten die Besucher durch den Wanderweg und gaben Einblicke in die vergangenen Stunden und Arbeitstage rund um die Projektumsetzung. Die neu sanierten Stationen durften dabei sofort getestet und auf ihre Bestandhaftigkeit überprüft werden.

Unsere Frau Bürgermeister Elisabeth Allram hielt eine kleine Rede. Sie bedankte sich noch einmal herzlich bei uns für die gelungene Umsetzung und hob hervor, dass wir einige Restaurierungen, wie beispielsweise die der Brücke, zusätzlich zur Aufgabenstellung vornahmen.

Das Feedback der Besucher fiel positiv aus, dies freute uns sehr. Viele Eltern versicherten, hier bald wieder mit ihren Kindern herkommen zu wollen, um den Kindern freudige Erinnerungen  und Erlebnisse an diesem so naturverbundenen Ort verwirklichen zu können.