LJ Bogen

Blog

"Im Schatten der Kastanie"

- Was bisher geschah....- Start des Projektmarathon Leitzersdorf 2021

Endlich ging es los!

Heute am Freitag 24. September um 16.00 überreichte Sabine Hopf (die Leitzersdorfer Bürgermeisterin) uns einen ungewöhnlichen Gegenstand und damit das erste Rätsel für unseren Projektmarathon.

In diesem Blog wollen wir den Verlauf des Marathons beschreiben und einen kleinen Einblick in die Abeit der Landjugend geben, die sonst eher versteckt im Hintergrund abläuft.

Neue Posts findet ihr chronologisch immer weiter unten, also einfach durchscrollen und eintauchen in die geheimnisvolle Geschichte die wir bearbeiten sollen. Berichte über das aktuelle Geschehen am Projektmarathon Tatort finden sich unter der Rubrik "Was bisher geschah".

Folge uns auch über unser facebook und Instagram Profil (@landjugend.leitzersdorf) um keine Neuigkeiten zu verpassen
und noch mehr Bilder zu entdecken.

 

Das große Rätsel

Ein unbekannter Gegenstand wurde uns da überreicht.
Er war aus geschwärztem Metall, dünn und stabförmig. An einem Ende hatte er eine kantige Aushöhlung und war am anderen Ende wie ein Haken gekrümmt.

Unsere ersten Ideen?
- Teil eines Kleiderhakens oder einer Garderobe
- Piratenhaken
- Nikolostab in Miniatur
- Kellerschlüssel....

Wer möchte kann jetzt selbst kurz überlegen, was es mit diesem Ding auf sich hat und was unsere Projektaufgabe sein könnte.

Unter den Fotos wird aufgelöst ;)

 

 

Ein Schlüssel für das Marterl

Das also war die Lösung!
Unsere Aufgabe ist die Renovierung des Marterls an der Wiesenerstraße außerdem sollen wir versuchen mehr über die Geschichte des Bauwerks zu erfahren.

Welche Infos haben wir bereits?
Das Marterl auch "Stadler Kapelle" genannt wurde 1890 von der Familie Stadler am Rand ihres Feldes gebaut.

Die Familie waren entweder Landwirte (Bauern) oder hießen im Nachnamen Bauer. 
1985 (also fast 100 Jahre nach der Errichtung) übergaben die letzten bekannten Verwandten das Marterl an die Gemeinde Leitzersdorf.

Nun beginnt also die Recherche:
Wer waren die Stadlers?
Warum haben sie ein Marterl errichtet?
Wer hat dieses so lange erhalten?

 

 

Erste Besichtigung des Marterls

Was bisher geschah- Freitag 17.00

Nach der Besichtigung unseres Tatorts an der Verbindungsstraße zwischen Wiesen und Leitzersdorf teilten wir uns die ersten Aufgaben:
Bau-Material Einkaufen,
grobe Reinigungsarbeiten,
Entfernung der Innendekoration und erste Recherchen standen auf dem Plan. 

 

 

 

Befragung des Pfarrgemeinderats

Eine Gruppe Mitglieder machte sich Freitagabends mit einem Auftrag auf den Weg zum Pfarrstadl:
Es sollten die dort Anwesenden zu den Hintergründen des Marterls befragt werden.

Und tatsächlich bekamen wir dort einige Informationen, dazu wurde sogar das Archivbuch aus dem Jahr 1890 hervorgeholt und Teile der Korinthschrift entziffert.

Was haben wir erfahren?
Die Stadlers sollen in der Erstbrunnerstraße bei der unteren Dorfeinfahrt gewohnt haben.
Sie waren wohl Bauern oder hießen früher mit Nachnahmen Bauer, oder beides.
Der Hintergrund für den Bau könnte die Teufelsmühllegende sein, die in Leitzersbrunn zum Bau einer Reihe von Marterl geführt haben dürfte.
Vor 30 Jahren soll der Kameradschaftsbund die "Stadler-Kapelle" schon einmal erneuert haben.

Aus dem Archivbuch konnten wir leider nichts neues zum Bau erfahren. der entschlüsselte Text beschrieb den Bau einer anderen Kapelle in Wiesen zur selben Zeit.

Danke an alle Unterstützer bei der Recherche!

Es bleibt also weiter spannend. 
Was werden wir als nächstes Aufdecken?

 

 

Was bisher geschah- Freitag 22.00

Endlich Feierabend!
Mit Akku-Scheinwerfern ausgestattet konnten wir die Fassade des Marterls innen und außen verputzen.
Außerdem wurde ein Plan für die Bank entworfen und die Beschilderung des Marterls besprochen.

 

 

Neue Hinweise

Am Morgen haben wir von einer Informantin (die namentlich nicht genannt werden möchte, wir danken ihr trotzdem!) 
neue Informationen erhalten.

Die Adresse der Stadlers war zwar an der Ernstbrunnerstraße, jedoch nicht am unteren Ortsende,
sondern ein Stück weiter oben. Mittlerweile steht allerdings auch auf diesem Grundstück ein neu gebautes Haus.

Früher hießen die Stadlers tatsächlich Bauer im Nachnamen.

Außerdem dürfte das Marterl einer Tradition folgend aus Dankbarkeit für ein gutes Familienereignis gebaut worden sein.
Das könnte auch ein Grund für die vielen Bilder sein, die im Inneren aufgehängt waren.
Damals wurde nämlich für jedes erfüllte Gebet eine Ikone (Heiligenbild) hinzugefügt.

Die Vermutung mit der Verbindung zur Teufelsmühl-Legende stimmt also nicht, auch wenn es dazu einige spannende Überlieferungen der Geschichte gibt.

 

 

Was bisher geschah- Samstag 12 Uhr

Vormittags wurden die restlichen Materialien besorgt, die Fläche für den gepflasterten Rastplatz ausgehoben, das Eisentor vom Rost befreit und mit dem Streichen der Wände begonnen.
Es entstand eine Skizze für unsere Fotowand und ein Flyer mit der Eröffnungseinladung und gleichzeitig wurden die gereinigten Bilder und Rahmen wieder zusammengebaut.

 

 

Auch andere haben den Weg zum Tatort gefunden...

Mittags besuchten uns Landtagsabgeordneter Christian Gepp und unsere Bürgermeisterin Sabine Hopf und sahen sich den Fortschritt an.
Auch Johannes Döller (Leiter des Weinviertler Vorstandsteams) schaute bei uns vorbei und machte einige Fotos für das LJ Magazin.

 

 

Was bisher geschah- Samstag 19.00

Es wurden die Wände weiß gestrichen und der Rastplatz fertig gepflastert.
Die Texte für die Infotafeln wurden verfasst und die Fototafel gemalt.
Nun wurde auch die Bank gestrichen und zusammengebaut.
Zum Schluss wurden in Leitzersdorf und Wiesen die Flyer verteilt.

 

 

Tief verwurzelt...

...so soll der neue Baum neben dem Marterl stehen und zukünfig den Besuchern des Rastplatzes Schatten spenden.
Er kommt aus der regionalen Gärtnerei Sommer, die ihn uns gespendet hat. (Danke dafür!)
Neben dem Eingang des Marterls sollen außerdem zwei rote Rosenstöcke den Platz verschönern.

 

 

Was bisher geschah- Sonntag 14.30

Die letzten Handgriffe vor der Präsentation!
Die Bank wurde am Rastplatz aufgestellt und der Baum, sowie die Rosen eingepflanzt. 
Im Inneren des Marterls wurden die gerinigten Original-Bilder wieder aufgehängt und die Platte mit Naturmaterialien dekoriert.
Währenddessen bekamen die Tafeln ihre Schrift und wurden schließlich lasiert und aufgehängt.
Auch die Eisentür kehrte an ihren Ursprungsplatz zurück.

Während dessen schaute auch Lorenz Mayr (Vizepräsident der Landwirtschaftskammer) noch vorbei. Danke für deinen Besuch!

 

 

Das Tor ist geöffnet!

Nach einem kurzen Fototermin mit dem Reporter der Bezirksblätter holten einige Mitglieder die Bewohner Leitzersdorfs beim Treffpunkt vor dem Pfarrhaus in Leitzersdorf ab. Schnell wurden noch die 3G Nachweise kontrolliert und die Kontaktdaten protokolliert, dann ging es in einer großen Gruppe über den Feldweg zum Marterl.

Gegenüber angekommen wurden die Eröffnungsgäste von unseren Mitgliedern sicher über die vielbefahrene Straße gelotst, wo die Sprengelleitung schon auf die Ankommenden wartete.

Nach einigen erklärenden Worten durch unsere Leitung (Sabrina Zimmel und Simon Trabauer), sowie die Bürgermeisterin und  Johannes Döller (LJ Viertelsleiter), wurden alle für ein großes Gruppenfoto zusammengeholt.

Anschließend konnten die Gäste das Gelände selbst erkunden, wobei besonders die Fotowand äußerst beliebt war und auch ein Blick ins Innere des Marterls viele interessierte.

Zum Abschluss marschierte die große Gruppe zurück durch Leitzersdorf bis zu unserem Landjugendheim,
wo schon Getränke und Kuchen vorbereitet waren.
Hier konnten die Spaziergänger sich ausruhen und einen Blick in das gerade frisch renovierte Heim werfen.

Endergebnis

Das Marterl im Schatten der Kastanie erstrahlt in neuer Pracht!

 

 

Danke! an alle helfenden Hände im Hintergrund und an die Besucher*innen unserer Eröffnung!

> Wer gerne durch Bilder schmökert sollte auch noch in der Galerie und auf unserem Instagramprofil (@landjugend.leitzersdorf) vorbeischauen. Wir freuen uns jedenfalls schon auf das nächste Projekt.