LJ Bogen

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Nua de Hoat´n kumman in Goat´n

Seas, i bin´s da Ignaz und i deaf mi heia zum erstn Moi bei eich vorstön. I leb im Jugendheimgoatn Pfoffstettn. Und wisst´s wos, seit heia gibt´s in da City offiziell a Laundjugend. Laung haum meine Nochbarn, de Mitglieder und Mitgliederinnen da Jugend im Dulliäh drüwa diskutiert, ob´s dazua gengan, und daun woa´s endlich soweit. A Ruah hob i jetzt zwoa kane mehr, owa ehrlich gsogt gfoit ma des eh gaunz guad, weil i in da Nocht eh a gern aktiv bin und in da City geht imma de Party ab.

Kummt´s gern amoi vorbei, meine Nochbarn haß´n jeden herzlich willkommen, wurscht obst kla, groß, dick, dünn, varruckt oder schüchtern bist. Gaunz noch dem Motto „Feel free“. :-)

Owa warum möd i mi eigentlich genau jetzt bei dir? Na aus an guadn Grund. Scho laung hob i mi nimma woi gfühlt im Jugendheimgoatn. Warum? Na gaunz afoch, nie woa wer herausn bei mir, weil der Goatn afoch ned zum Feiern woa. Überoi de Bama, Streicha und an gscheid´n Plotz zum Sitzn haum meine Freind alias Nochbarn a ned ghobt. Es miast´s wissn, a Zeit hob i mi scho richtig einsaum gfühlt. ☹

Und daun, daun is rechtzeitig bevor i aun Einsaumkeit eigschlofn wad da Projektmarathon kuma. Gaunz nach dem Motto „Nua de Hoat´n kumman in Goat´n“ haum sich meine Freind der Challenge gestöt.

Und i muas eich sog´n i bin sooo stoiz auf meine Freind. Wos de geleistet haum in der kurzn Zeit, des is a Waunsinn. Owa gaunz im Stillen muas i jo a nu erwähnen: Se haum jetzt eh a Joah Zeit ghobt zum Erhoin. :-P

Jetzt dazöh i eich wos aum Wochenend eigentlich ollas passiert is. Hin und wieder gib i eich a Backstage Einblicke vo de witzign Kommentare de meine Freind imma wieda ausaghaut haum.


Der Countdown läuft!
Freitag 15:00: Projektübergabe

Proudly present: De Aufgobn, de meine Freind von da Gemeinde bekumma haum. Und bitte ned vergessen: In olla Kürze. :-D

  • Pflasterung des Platzes auf dem die Sitzgelegenheit steht
  • Gestaltung der Grünflächen rund um die alte Schule, so dass sie zum Erscheinungsbild passen, Sträucher setzen, Gras anbauen, Blumen setzen
  • Wasserentnahmestelle erneuern
  • Erneuerung des Zaunes inkl. Tore
  • Einbau einer Tür in den Unterstand

Erster Kommentar woa: „Wos des ollas muas wirklich in 42h fertig sei? Na guad. Ka Problem fia uns. :-D“

Eh kloa, meine Nochbarn sand jo motiviert, loss´n se doch ned vo so ana „kurzn“ Listn erschreckn.

Da Startschuss is gfoin und ob dem Zeitpunkt woan olle fleißig und motiviert dabei. Zerst haum sa sich in zwa Gruppen aufteut. Normalerweise mochn´s des jo ned, weil ma jo a Team sand. Owa so geht de Orbeit afoch schnölla und Zeit woa sowieso Mangelware.  Gruppe 1 hod sich um den ersten und zugleich aufwendigsten Punkt in da Listn kümmert, de Pflosterung des Plotzes, damit meine Freind endlich bei mir sitzen kennan. Gruppe 2 hod mitn Putzn und Wegrama vom Pool augfaungt.

Lustige Story: Haum sa sich im Summa a Pool kafft. Wos hob mi i gfreit. Najo zumindest am Aufong bis i eine gflogn bin. Owa meine Freind haum jo aun mi docht und vorher schu a Styropor eineglegt, damit de Viecha, de einefoin irgendwo an Hoit findn und wieda ausekumman. Gscheid sands scho oder ned?

I schweif schu wieda o, duat ma lad. Zruck zum Projektmarathon. Aunschließend beschäftigtn sa sich mitn Schneidn da Streicha und Bam, sowie da Vuabereitung vo de Hoizbrettln fian Zaun.

Nochdem de oidn Pflosterstana ausgrobn und putzt wuan sand haums in neichn Plotz ausgmessen.  

Und daun. Daun hob i glaubt i kriag an Herzinfarkt.

Kummans ernsthoft in mein Goatn aum höliachtn Tog (ps: do schlof i normalerweise nu) mit ana rießengroßen Biene daher. Do hob i glei meine Stacheln ausgfoahn und bin wegagroind. Sogoa an Naumen haums da Biene gem. Da Leiter da Max hod gschrian ACHTUNG BAGGER kummt.

Und plötzlich hod wer gschrian „Chef wir haum a Malleur!“

Zwa Schacht und vü Beton sand aufgetaucht. De Freid woa ollan ins Gsicht gschriem.

Des hod meine Freind in da Zeit wieda fest zruck ghaut. Owa gaunz noch dem Motto „Ka Problem fia uns“ ging es mit der Biene Bagger und an Handstemmer fröhlich weida.

Bei da zweiten Gruppn ging in dera Zeit mehr weida. De Streicha und Bam sand umgschnittn wuan und aum Aunhänger glaundt. Außadem haums de Hoizlottn fian Zaun zrechtgschnittn.

In da Nocht, wenns normalerweise taunzn und feiern haums auf amoi an Motivationsschub kriagt MEINE FREIND. I hobs sogn gheat:

„Ah, des Grädamaterial kennt man jetzt a nu gach verteil´n.“

Umadumgredt haums ned laung, sondern glei augfaungt. Owa daun.

„A klans Malleur: De Scheibtruchn sand a Waunsinn, owa ka Problem es läuft bei uns.“

Ans sei gewiss: Die Scheibtruchn, Schaufen und Rechn woan earnare bestn Freind in de Obendstundn.

Over and Out. Guade Nocht haums zu mia gsogt um 2:00.


Weida geht´s!
Samstag 8:00 Tagwache

De Varruckt´n haum mi um 8:00 schu aufgweckt. Und weil i jo an Lagebericht obgebn muas, bi i natürlich a aufgstaundn und hob amoi gschaut wos jetzt wieder duan.

Wie gestan haum sa sich in Gruppn aufteut. Besonders gfreit hob i mi üwa de neichn Gsichter, de jungen Leid in da Laundjugend woan dabei. Se haum a glei aupockt und zwoa haums de Grünfläche vor da Schui bepflaunzt. De aundre Gruppn hod mit an lustigem Gerät namens Rüttelplatte den Boden durchgerüttelt. Hui des woa a Spaß. Des hod se augfühlt wie da Bass, den de Jugend aum Wochende imma aufdraht. Ajo und den Zaun haums a nu zaumgschraubt.

Und daun hods soo guad grochn. Kotlett und Schnitzlsemmeln hods gem. Mmmh lecker. Nochdem sa sich olle gestärkt haum meine Freind haums de Raundstana und den Brunnendeckl gsetzt. Weida gaunga is daun wie aum Obend zuvor: Scheibtruchn, Schaufen, Rechn. Da feine Split is verteut und in de Woog brocht wuan.  

„Jetzt geht´s looos.“

Wissts wos ma in meina Gegend besonders gfoit und zwoa de Gemeinschoft und drauf haum de Mitglieder und Mitgliederinnen der Laundjugend Pfaffcity a beim Marathon gschaut. Im Teamwork haums an Pflostersta uman aundan verlegt.

Pause!

De haum sa sich wirklich verdient und so wie ichs a kenn haum sa sich an Gspritztn und a Wiesl gegönnt. Owa diskutiert haums a, weil se woan sich schnö einig. Da Eingaung zum Goatn muas auf jeden Foi barrierefrei sei, denn es soin jo wie schu gsogt olle zu uns kemma kenna. Da Plan woa oiso: Heit wird nu de Raumpn betoniert. Und weils nu zweng gmocht haum heit :-D haums a nu mim setzn der Steher fian Zaun augfaungt.

Over and Out. Gute Nacht um 24:00


Endspurt
Sonntag 8:00: Tag der Präsentation

Puh ned nur de Pflaunzen voa da Schui, sondern a i und meine Freind sand vo de zwa orbeitsintensiven Tog erledigt. Owa a Ende woa jetzt in Sicht und darum woan olle nu motivierter.

Aum Vormittag haums nu einiges gschofft und zwoa de Wossaentnahmestö neich gmocht, den Zaun und de Tia vom Unterstaund fian Rosenmahra montiert, de Kirschlorbeern im Goatn gsetzt und a Gros aubaut.  

„Wir haum´s gschofft.“

Nochn Mittogessen woan da Leiter da Max Panholzer und de Leiterin, de Lara Engelmayer schu a wengl nervös. Se haum se fia de Präsentation vorbereit. I hob glei gwusst dass de zwa des supa mochn wean. ????

Sonntag 15:00 Präsentation unseres Projektes

Mi in Ignaz und a olle Mitglieder und Mitgliederinner der LJ Pfaffcity haum sich besonders gfreit, einige Vertreter und Vertreterinnen der Gemeinde, der Landjugend Niederösterreich und natürlich der Landjugend Pfaffstetten begrüßen zu dürfen.

Nochdem unsa Leiter und unsare Leiterin des Projekt präsentiert und den Orbeitsoblauf erklärt haum, haum selbstverständlich unsre Ehrengäste a nu a poa schene Worte gsogt.


Wir sand stoiz auf uns und bedanken uns bei allen Beteiligten.

Hod mi gfreit dass es uns bei unsan ersten Projektmarathon begleitet hobts. I gfrei mi auf nächstes Joah. Seas eicha Ignaz samt LJ Pfaffstetten.

Und jetzt genieß i endlich de Zeit mit meine Freind im Goatn. Gemeinsam genieß ma des neiche Platzl und stoßn auf unsre Leistung au. PROST!