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Projektübergabe - Der Startschuss ist gefallen!

Am Freitag, dem 27.08.2021, haben wir uns getroffen, um den mittlerweile zur Tradition gewordenen Projektmarathon zu starten. Im W4 in Röschitz ist uns vom Landesbeirat, Johannes Döller, unser Projekt übergeben worden. Die Aufgabe dieses Jahres lautet, am Weg zwischen Gartengasse und Kläranlage drei befestigte Ruhe- und Verweilplätze mit Sitzgelegenheiten für Spaziergänger*innen und Wander*innen zu errichten. Zusätzlich sollen wir pro Standort eine Infotafel zu den dort befindlichen Baumarten, Pflanzen und/oder Tierarten aufstellen und eine Sportmöglichkeit schaffen. Eine weitere Aufgabe ist, den dort herrschenden Dschungel zu bändigen und die Grünbereiche auf Vordermann zu bringen. Auch das in der Nähe befindliche Retentionsbecken benötigt eine Auffrischung und die vor zwei Jahren errichtete Kegelbahn soll ebenfalls von uns in Schuss gebracht werden. Last but not least steht auch der Bau eines Nützlingshotels am Plan.  

Zusammenfassend können wir also sagen,
die Arbeit wird uns nicht ausgehen in den nächsten Tagen.
Deshalb werden wir morgen bereits um 7:30 Uhr starten,
und mit den besten Gerätschaften für die Unkraut-Bewältigung aufwarten.

 

TO DOs - Überblick für´s Arbeitsglück

Damit wir bei den vielen verschiedenen Projekten ja nicht den Überblick verlieren, haben wir zu Beginn unserer Arbeit eine To Do-Liste erstellt, die wir die nächsten zwei Tage abarbeiten werden.

  • Unkraut am Retentionsbecken entfernen 
  • Sträucher an den Rändern des Beckens einsetzen
  • Unkraut an den Stellen für die Ruhe- und Verweilplätze entfernen 
  • Bänke schleifen und lackieren 
  • Untergründe für die Bänke mit Kiesel bestreuen und pflastern
  • Sportmöglichkeit entwerfen
  • Nützlingshotel errichten 
  • Inhalt für das Nützlingshotel suchen 
  • Infotafeln für die Ruhe- und Verweilplätze bauen
  • Inhalt für die Infotafeln schreiben 
  • Zusatzaufgabe: Kegelbahn renovieren

Arbeitsstart - Mit Billi Biber geht's ans Werk

Wie ausgemacht, haben wir uns heute um 7:30 Uhr getroffen, um unser diesjähriges Projekt ins Rollen zu bringen. Frisch und munter haben wir eine kurze Lagebesprechung gemacht und den Worten gleich darauf Taten folgen lassen. 

Ein fleißiger Arbeiter hat die Aufgabe auf sich genommen, mit einer Motorsense das wuchernde Unkraut im Retentionsbecken zu mähen. Andere Helfer haben an den Rändern des Beckens damit begonnen, Löcher für Sträucher zu graben. Somit hat bereits eine Aufgabe Gestalt angenommen.
Das Büroteam macht sich nun an die Arbeit, für die Ruhe- und Verweilplätze Infotafeln zu entwerfen. Der darauf stehende Text soll Informationen zu der dort befindlichen Pflanzen- und Tierwelt liefern und vor allem für Kinder einen Anreiz bieten, sich mit dem Ökosystem am Bach zu beschäftigen. Um hier die Aufmerksamkeit der Kinder zu erregen, haben wir die Figur Billi Biber ins Leben gerufen. Der Biber, als wichtiger Bewohner des Bachgebietes, begleitet die Kinder von Station zu Station und liefert Informationen zu seinen tierischen Freunden sowie zu seinem Lebensraum. An der letzten Infotafel haben wir zusätzlich einen QR-Code angebracht, der die Kinder zu einem Quiz über das neu erlangte Wissen führt.

Natürlich kann es sich Billi Biber nicht entgehen lassen, sich auch hier am Blog vorzustellen.

„Hallo, ich bin Billi Biber und Obmann vom Tier- und Pflanzenverein ,Wild und co. – bei uns sind alle froh´. Mir ist es ein großes Anliegen, bereits den kleinsten Besucher*innen Einblicke in meine Heimat zu geben. Dabei erzähle ich unter anderem von meinen Freunden, dem Rebhuhn, Reh und der Ringeltaube und von den wunderschönen Holler-Sträuchern, Eschen und Akazien. Außerdem bewahre ich die Arbeiten der Röschitzer Jugend immer im Blick und stelle sicher, dass alles mit seiner Richtigkeit abläuft. Als äußerst kritischer Biber werde ich hier am Blog dazu Rückmeldungen geben und euch ebenfalls am Laufenden halten.“

Von Billi Biber werdet ihr damit nicht das letzte Mal gehört haben, von uns aber vorerst schon, da wir in die erste Pause starten, um uns für die weiteren Aufgaben zu stärken.

Arbeitsfortsetzung - Ein Hotel wird errichtet

Nach kurzer Arbeitsunterbrechung geht es nun wieder mit vollem Elan an die Arbeit. Für die Ruhe- und Verweilplätze werden die abgenutzten Bänke weggetragen, um geschliffen und danach neu lackiert zu werden. Gleichzeitig machen sich einige unserer Truppe bereits an eine weitere Aufgabe – die Errichtung eines Nützlingshotels. Dazu schneiden sie Holz zurecht und begeben sich auf die Suche nach passenden Utensilien zur Befüllung der einzelnen Fächer.
Ganz zu unserer Freude haben uns dann auch der Obmann, Andreas Stefan, die Leiterin, Veronika Döller, sowie der Sportreferent des Bezirkes Eggenburg, Christoph Falk, einen Besuch abgestattet. Netterweise haben sie uns mit Naschereien und Getränken versorgt, wodurch wir motiviert worden sind. 

„Endlich haben sich die Zweifüßler wieder aufgerafft und die Arbeiten am Bach fortgesetzt, die Pause hat immerhin lang genug gedauert. Und es ertönt auch schon derselbe unerträgliche Lärm von den großen Gerätschaften. Ich bin ja der Meinung, dass solch riesige Geräte gar nicht notwendig wären und auch die Ohrenschützer und Arbeitskleidung der Menschenwesen erscheinen mir ein wenig suspekt. Aber nun gut, wenn damit meine Heimat auf Vordermann gebracht wird und somit auch das Image des Vereins ,Wild und co. – bei uns sind alle froh´ (in dem ich ja Obmann bin) verbessert wird, kann ich das alles in Kauf nehmen.“

Mit den kritischen Worten unseres Lieblingsbibers verabschieden wir uns in die wohlverdiente Mittagspause.

Nachmittagsarbeiten - Es geht voran

Durch das Mittagessen im W4 können wir nun wieder mit neu getankter Energie die offenen TO DOs erledigen. Dazu gehört unter anderem die Unkrautbewältigung an den Stellen, wo später die Ruhe- und Verweilplätze geschaffen werden sollen. Mithilfe einer Motorsäge werden die weit ausgewachsenen Äste entfernt und darauffolgend weggeräumt. Von anderen Mithelfer*innen sind die Lackierarbeiten beendet worden, dadurch erscheinen jetzt die Bänke in neuem Glanze. Ebenfalls ist das Nützlingshotel erfolgreich fertiggestellt worden. Damit die Gemeindebürger*innen von unserem Projekt erfahren, haben wir Informationsflyer gestaltet und gemeinsam in Röschitz verteilt.

 

Feierabend - Billi Biber zieht Bilanz

„Da die durchaus arbeitswilligen Zweibeiner mittlerweile ganz nahe am Bach arbeiten, muss ich mich nicht mehr so weit von meinem Heimatgebiet wegbegeben, um ihre Arbeit zu überprüfen. Leider haben sie auch ihre Höllengeräte – eine Art Maschine mit riesigen Rädern, in das sie immer wieder ein- und aussteigen, und eine andere Art von Gerät, das schrillen Lärm verbreitet – mitgebracht. Begeistert bin ich von diesen Dingen natürlich immer noch nicht, aber man muss immer das Große und Ganze im Blick haben. Die Röschitzer Jugend denkt bei diesem Projekt anscheinend nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch. Mit dem Bau eines Insektenhotels können nun außerdem Touristen*innen in den Genuss unseres schönen Bachgebiets kommen. Ich bin also durchaus zufrieden und kann die fleißigen Riesen guten Gewissens in den Feierabend entlassen.“

Billi Bibers Worten können wir an dieser Stelle nur Recht geben, weshalb wir für heute nach Besuch des Bürgermeisters, Christian Krottendorfer, mit unseren Arbeiten enden.

Der Tag neigt sich nun dem Ende zu,
mit vereinten Kräften haben wir für heute unsere Ziele erreicht im Nu.
Billi Biber hat uns stets im Auge behalten,
bei ihm die strengsten Regeln galten.

Neuer Tag, neues Glück - Wir starten in den Sonntag

Zu derselben Uhrzeit, am selben Treffpunkt wie letztes Mal haben wir uns heute getroffen, um die übrigen Arbeitsschritte zu besprechen. Es ist nicht lange getrödelt worden und schon haben wir uns an die Arbeit gemacht.
Ein Team beginnt nun damit, den Ruhe- und Verweilplätzen neuen Glanz zu verleihen. Dazu schüttet es Kiesel an die bereits vom Unkraut befreiten Stellen und schafft mit Pflastersteinen den Untergrund für die Sitzmöglichkeiten. Allmählich nehmen die Plätze Gestalt an.
In der Zwischenzeit kümmert sich das Büroteam um den Inhalt für die Infotafeln, deren Aussehen und Maße gleichzeitig geplant werden. Dafür haben wir beschlossen, Ständer aus Holz und alten Fassdauben zu bauen und darauf die Informationszetteln zu befestigen.

Nach unserem Empfinden haben wir uns nach zahlreichen Fortschritten eine kurze Frühstückspause redlich verdient.

„An diesem Punkt möchte ich euch einen guten Morgen wünschen und mich wieder einmal zu Wort melden. Diese Zweibeiner brauchen wirklich viele Pausen, aber die Veränderungen können sich durchaus sehen lassen. Außerdem verstehe ich es nur zu gut, wenn man sich kurz ausruhen will. Ich selbst habe ja eine durchzechte Nacht mit Rudi Reh und viel Akazien-Met hinter mir, habe aber natürlich trotzdem schon bei Sonnenaufgang einen Kontrollgang durch meine Nachbarschaft gestartet.“

Vormittagsarbeit - Mit neuer Kraft geht's zurück ans Projekt

Gestärkt geht einem alles leichter von der Hand und daher können wir uns gut gelaunt der Konstruktion einer Sportmöglichkeit widmen. Angedacht ist der Bau einer Klimmzugstange, was gleich in Angriff genommen wird. Außerdem bekommen die Bänke einen zweiten Anstrich und können somit lange genug bis zum Zeitpunkt der Projektpräsentation trocknen. Voller Tatendrang werden anschließend die Infoständer an ihren Platz gebracht. Zusätzlich zu den vorgegebenen Arbeiten hat sich ein top motivierter Helfer überlegt, noch Nistkästen für die Bewohner der Lüfte zu erbauen. 
Eine kurze Regenphase bestärkt uns in der Entscheidung, jetzt eine Mittagspause einzulegen.

Endspurt - Ruheplätze werden fertiggestellt

In den letzten Arbeitsschritten bekommen die Ruhe- und Verweilplätze den letzten Schliff. Die Bänke werden aufgestellt und die Infozettel auf den Ständern montiert. Weiters wird eine Blumenwiese gesät, die im nächsten Frühjahr zu bestaunen sein wird. Die Zusatzaufgabe, die Kegelbahn des Projektmarathons 2019 zu renovieren, ist ebenfalls in Angriff genommen worden.
Auch für die Projektpräsentation laufen nebenbei die Vorbereitungen auf Hochtouren. Zuerst beginnen die Aufräumarbeiten, dann werden Getränke und Holzbänke organisiert, um der Ortsbevölkerung eine möglichst angenehme Präsentation zu ermöglichen. Zuletzt wird noch ein Schild aufgehängt, das an den Projektmarathon 2021 erinnert.

Billi Biber lobt - Die Präsentation kann kommen

„Ich bin äußerst positiv überrascht über die Veränderungen in meiner Heimat. Besonders gut gefallen mir ja die Infotafeln, vor allem die über die Biber. Aber auch der Rest kann sich sehen lassen. Die Ruheplätze sind wirklich einladend geworden. Ich werde ihnen mit Rudi Reh bestimmt auch den ein oder anderen Besuch abstatten. Gespannt erwarte ich jetzt die Projektpräsentation. Was die Röschitzer und Röschitzerinnen wohl dazu sagen werden? Ich, als Bewohner dieses Gebiets, bin auf alle Fälle restlos überzeugt und das soll was heißen. Gratulation der Röschitzer Jugend! Ein Hoch auf die Zweibeiner!“

Projektpräsentation - Abschluss unseres "Marathons"

Wir haben es geschafft! Rechtzeitig haben wir alle Arbeiten beenden können und sind somit bereit, unser heuriges Projekt vorzustellen.
Um 16:00 sind dann die Gäste eingetrudelt, unter anderem die Vertreter*innen der Gemeinde Alfred Quirtner (Vizebürgermeister), Daniela Neumayer und Stefan Fasching. Auch Lukas Bull, Viertelsreferent für das Weinviertel und Andreas Stefan, Obmann des Landjugendbezirkes Eggenburg, haben sich die Vorstellung unseres Projektes nicht entgehen lassen und sind von unseren Werken sichtlich begeistert gewesen. Bei der Präsentation haben die Anwesenden von uns einige Details über die Arbeitsschritte sowie unsere Überlegungen zum Infopfad neben dem Bach erfahren. Danach ist noch geplaudert und das eine oder andere Getränk geschlürft worden.

Damit ist der Projektmarathon des Jahres 2021 offiziell beendet worden. Wir sind durchaus zufrieden mit unserer Arbeit und hoffen, unseren Mitbürger*innen sowie anderen Menschen von nah und fern eine Freude damit zu machen.

Schicht im Schacht - Billi Biber und das Büro-Team verabschieden sich

„Ein sehr arbeitsreiches Wochenende ist nun vorüber. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit so einer hervorragenden Arbeit der Jugend Röschitz nicht gerechnet habe. Ich bin ja ein äußerst kritischer Biber – als Obmann vom Tier-und Pflanzenvereien ,Wild und co. – bei uns sind alle froh´ muss ich das auch sein – aber meine Heimat ist jetzt wirklich schöner denn je. Für die Renovierungsarbeiten hier am Bach bin ich also sehr dankbar.
Nun gut, jetzt ist es aber wirklich Zeit, mich zu verabschieden. Ich hoffe, durch meine wahrheitsgetreuen Berichte für viele verschiedene Einblicke gesorgt zu haben.
In diesem Sinne: Tschüss mit ü und tschau mit au!“

Billi Biber ist nicht gerade ein einfacher Chef gewesen. Er hat alles sehr genau unter die Lupe genommen und keine Zurückhaltung gezeigt, wenn es um Kritik und Verbesserungsvorschläge gegangen ist. Doch gerade deswegen haben wir den Projektmarathon wahrscheinlich so gut über die Bühne gebracht.

Eine kurze Zusammenfassung unseres Projektes:

Wir haben Ruhe- und Verweilplätze für klein und groß errichtet,
und wurden dabei des öfteren von Billi Biber gesichtet.
Er stand uns stets mit Rat, aber weniger mit Tat, zur Seite,
bei schwerer Arbeit war er nie in Sichtweite.
Infotafeln erstellten wir auch,
und beschrieben dabei beispielsweise den Holler-Strauch.
Ein Nützlingshotel wurde gebaut,
und zwischen den Arbeiten kleine Pausen gemacht, damit wirklich alles hinhaut.
Für das sportliche Volk haben wir eine Klimmzugstange befestigt,
die den unsportlichen Billi Biber ein wenig verängstigt.
Das waren nun die Worte aus dem Büro,
danke für die Zusammenarbeit mit dem Obmann des Vereins „Wild und co. – bei uns sind alle froh“.