LJ Bogen

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Das war der Projektmarathon 2021

42, 195 Stunden sind zu Ende und wir können stolz auf uns sein. Wir haben unser Projekt der Gemeinde erfolgreich übergeben und konnten für die Besucher unseres Dorfes schöne Aussichtspunkte gestalten.

Wir freuen uns auf den nächsten Projektmarathon.

Es ist vollbracht...

Die Gruppe teilte sich auf und empfing so die Gäste. Bei der Maria am Berg wurden jene erwartet die nicht so fit auf den Füßen waren und die anderen am Ende der Viehtrift um den neu gestalteten Hauersteig zu besichtigen. Nach einer Wanderung sind wir bei der ersten Station angekommen bei den Nützlingshotel’s. Hier wurde die Herstellung und der Weg zum fertigen Hotel erklärt. Ein Stück weiter oben haben wir den renovierte Aussichtsplatz begutachtet. Die vorletzte Station unserer Reise haben wir beim Bilderrahmen vorbeigeschaut. Bereits die ersten Fotos wurden von den Dorfbewohnern geschossen. Sehr lustig was diese Menschen heute alles schon haben, Geräte womit man Fotos machen kann. In meiner Zeit musste man noch Modell stehen.

Der Schlusspunkt war die Maria am Berg, dort gab es ein Achterl Wein so wie früher. Nach einer kurzen Rede war die Präsentation vorbei und alle waren stolz auf ihr Projekt. Und ich habe mich noch ein letztes Mal umgesehen und bewundert was die Landjugend Rohrendorf dieses Wochenende alles geschaffen hat. Nun muss ich meine Reise zurück in die Vergangenheit starten. Und wenn ich nicht gestorben bin, dann komm ich nächstes Jahr wieder hier her.

Die letzten Stunden für Sepp

Die Sonne weckte mich auch heute wieder auf. Der letzte Tag ist angebrochen und mir ist bewusst auch die letzten Stunden meiner Zeitreise. Aber meine neu gewonnen Freunde sind bereits im Keller für die erste Besprechung. Die Müdigkeit ist bereits sehr groß aber das Ziel ist in Sicht. Die letzten Arbeiten werden erledigt. Der Bilderrahmen mit Hinweisschildern wurde angebracht und die Weinfässer platziert. Auch das anbringen der Nützlingshäuser wurde mit sehr viel Kraft erfolgreich geschafft. Nun können die ersten Bewohner ihr Haus beziehen. Auch Blumen wurden gepflanzt von den Mädels.

Wenn ich ihnen zu zusehe werde ich sentimental, da ich mich heute von ihnen verabschieden muss. Doch diese Zeitreise war mir es Wert. Nach der letzten gemeinsamen Jause wurden Tische und Gläser für die Präsentation vorbereitet und dann ging es auch schon los….

Ein heißer Nachmittag für Sepp...

Puhhh, diese Hitze macht mich ganz Drustig, aber zum Glück gibt es hier so guten Wein und Bier für eine erfrischung. Natürlich haben wir auch Wasser und Saft aber ich als Hiata Sepp braucht schon zur Erfrischung einen kalten Spritzer. Prost!

Und so ging es am Nachmittag schnell weiter. Aus gebrauchten Weinfässern wurden Mülleimer und aus Holzlatten ein Nützlingshotel gebaut. Materialien wie Tannenzapfen, Bambusrohre, Stroh, Ziegeln und noch mehr wurde ein wunderschönes zu Hause erschaffen. Ich finde es sehr interessant wie die jungen Leute oft ohne großen Plan, einfach mit Mut ein Projekt angehen. Hätte ich damals in meiner jungen Zeit so eine Aufgabe bekommen wäre ich nicht so entspannt gewesen.

Auch der Bilderrahmen für den Ausblick ins schöne Kamptal wurde befestigt. Und so wie es zu Mittag schon war, so kam es auch am Abend zu einer gemütlichen Runde beim Speisen. Mit einem lachenden und weinenden Auge begab ich mich zur später Stunde in meine Hiata Hütte zurück und bewachte wieder das großartige Projekt der Landjugendgruppe Rohrendorf.

Ein Zeitreisender lernt die Küche der heutigen Zeit kennen...

Nun treffen sich wieder alle im Weinkeller, so wie früher. Speis und Trank gibt es. Eine Fleischsauce mit Teigwaren geschichtet in einer Form, sie sagen dazu Lasagne. Noch nie gehört, aber ich sag euch es ist ein Traum von Speise. Gott behüte diesen Menschen der dieses Gericht erfunden hat. Nach einer kurzen Besprechung teilen sich alle wieder auf und gehen an die Arbeit.

Aus Weinfässern Mülleimer bauen, warum machen sie das? Gibt es so viel Müll? Ein paar Dirndl klärten mich auf:“ Weist du Sepp, es wurde in den letzten Jahren so viel Müll produziert und alles aus Plastik gemacht, wir haben jetzt Umweltprobleme und vieles mehr. Aber wir geben unser bestes um den Müll zu reduzieren, darum gibt es bei uns nur Bier und Getränke in Glasflaschen!“. Interessant aber auch etwas traurig.

Der zweite Tag auf Zeitreisen...

Als mich die ersten Sonnenstrahlen geweckt hatten, machte ich meinen gewohnten Rundgang. Das Projekt der jungen Dorfbewohner war in voller Pracht zu sehen. Pünktlich um 8 Uhr morgen waren auch alle vor Ort. Nach einer kurzen Besprechung und einer Stärkung ging es schon wieder weiter mit der Arbeit. Die Burschen begaben sich wieder zum Hauersteig. Meine erste Fahrt in einem Wagen den sie Traktor nennen. Ich war aufgeregt aber es machte sehr viel Spaß. Oben angekommen fingen sie schon brav zum Arbeiten an. Schleifen, streichen und bohren von Holzbrettern wurde von gestern fortgesetzt. Bereits die ersten Sitzgelegenheiten wurden montiert. Ein wunderschöner Ausblick. Wunderlich für all diese Arbeiten haben sie Maschinen. "Wo sind eure hübschen Dirndl?“, „ war meine Fragen. Bei einem Geschäft für Werkzeug und Materialien, interessant diesen Händler muss ich auch einmal besuchen.

Mein alter Arbeitsweg...

Gesagt, getan. Ich mache mich also auf den Weg zu meinem alten Arbeitsplatz – den Saubühel. Da ich schon soooo lange nicht mehr hier war gehe ich einfach mal die Kellergasse entlang und schaue wo ich ankomme. Und wirklich! Auf halber Strecke treffe ich die engagierte Projektgruppe wieder. Alle Landjugendmitglieder sind super nett und wir kommen sofort ins Gespräch. Ich erzähle ihnen von meiner Zeit, als ich noch den Weinberg bewacht habe. Schon komisch, was sich die letzten hundert Jahre alles verändert hat. Einige Zeit beobachte ich die Jungen, wie sie Rahmen abschleifen und wieder neu lackieren – ich finde es einfach nur toll. Zum Abschluss essen wir sogar noch gemeinsam eine leckere Pizza. Gemeinsam lassen wir so den Abend ausklingen, ehe ich mich in meine alte Hütte zurückziehe und das Projekt der jungen Leute bewache anstatt der Weintrauben, wie ich es mein ganzes Leben immer gemacht habe.

Die Zeitreise beginnt...

Nanu? Wo bin ich denn hier gelandet? Was sind das für komische rollende Kisten auf den Wegen des Dorfes? Als ich hier früher während der Lese als Hiata mit meinen Kollegen Hans und Franz die Weinberge bewacht habe hat Rohrendorf noch etwas anders ausgesehen. Ach schau, dort vorne sitzen junge Einheimische, diese werde ich einfach mal begrüßen gehen. „Hallo ihr da! Ich bin Sepp, ich habe vor ungefähr 100 Jahren hier als Hiata gearbeitet und habe die Weingärten bewacht. Ich sehe ihr bringt hier ein großes Transparent an, was habt ihr vor?“ Die Mädchen entgegneten „Wir haben dieses Wochenende Projektmarathon, wir bringen gerade unser Transparent an, damit die Menschen des Dorfes auf uns aufmerksam werden“. „Projektmarathon? Was soll denn das sein?“ „Geh einfach zu deiner alten Arbeitsstätte auf den Weinberg, dort wo du früher auch immer gesessen bist und die Weintrauben behütet hast, dort wirst du unsere Gruppenmitglieder treffen. Diese werden dir mehr über unser Projekt erzählen!"

Projektmarathon 2021 "Hiata Blick"

Endlich geht’s los! Der Startschuss für den Projektmarathon 2021 ist gefallen. Nun haben wir 42,195 Stunden Zeit um unser Herzensprojekt den „Hiata-Blick“ fertigzustellen. Gemeinsam mit unserem Bürgermeister Herrn Ing. Gerhard Tastl eröffneten wir unseren zweiten Projektmarathon und starteten voller Elan mit den ersten Arbeiten bis auf einmal etwas komisches geschah…