Akkuschrauber an, Ausreden aus! - Wir bauen eine Spielhütte für den Kindergarten in Ungerbach!
Freitag Abend - Der Startschuss fällt!
Liebes Projektmarathon-Tagebuch!
Endlich ist es soweit! Der Projektmarathon der Landjugend Kirchschlag in der Buckligen Welt startet und wir wissen ganz genau: Die nächsten 42,195 Stunden werden alles andere als gemütlich werden.
Während andere ihren Freitagabend vielleicht gemütlich auf der Couch verbringen, haben wir uns freiwillig für Holz, Schrauben, Werkzeug und jede Menge Arbeit entschieden. Klingt verrückt? Ist es wahrscheinlich auch. Aber genau dafür sind wir schließlich die Landjugend. Denn bei uns heißt es: ,,Zusammen anpacken, gemeinsam schaffen."
Bei der Projektübergabe hatten wir hohen Besuch vom Bürgermeister und auch eine Landesbeirätin von der Landjugend Niederösterreich hat sich auf den Weg zu uns gemacht. Sie haben uns unser Projekt genauer vorgestellt und uns erklärt, worum es dabei geht und welche Ziele damit verfolgt werden sollen. Dabei konnten wir mehr über das Projekt erfahren und einen guten Überblick über die verschiedenen Aufgaben und Inhalte bekommen.
Unsere Mission? ,,Errichtung einer Garten- und Spielhütte für den Kindergarten in Ungerbach!"
Nach der Projektübergabe wurde zuerst einmal genau inspiziert, was eigentlich auf uns zukommt. Pläne wurden studiert, Maße kontrolliert und Aufgaben verteilt. Und dann hieß es auch schon:
„Auf geht’s – pack ma’s an!“
Die ersten Bretter wurden zugeschnitten, Löcher gebohrt und Schrauben versenkt. Schon nach kurzer Zeit war klar: Das wird keine kleine Wochenend-Bastelei.
Aber eines war von Anfang an sicher: Wenn wir schon etwas bauen, dann richtig!
Und so wurde gesägt, geschraubt, gemessen und wieder gesägt. Zwischendurch gab es natürlich auch die eine oder andere Diskussion darüber, welches Maß jetzt eigentlich stimmt. Aber hey – ein bisschen Chaos gehört bei einem ordentlichen Projektmarathon einfach dazu.
Schritt für Schritt kommen wir unserer neuen Spielhütte immer näher!
Als Nächstes wurde der notwendige Aushub per Hand gemacht – tatkräftig unterstützt von unseren fleißigen Männern und Damen. Anschließend wurde der gesamte Bereich sorgfältig nivelliert und genau vermessen, damit am Ende auch wirklich alles im richtigen Maß und auf der richtigen Höhe ist. Nachdem alles vorbereitet war, konnte bereits das Fundament hergestellt werden – und damit ist ein wichtiger Grundstein für unsere neue Hütte gelegt. Doch bevor etwas Neues entstehen kann, musste natürlich erst einmal Platz geschaffen werden: Die alte Spielehütte, die neben der Neuen stand, wurde zeitgleich abgerissen.
Langsam aber doch, nimmt unsere Spielhütte endliche Form an.
Und während wir am Freitagabend die ersten Arbeiten erledigten, schwirrte bereits ein Gedanke in unseren Köpfen herum: Bald werden hier mit voller Freude die Kindergartenkinder spielen! Mit diesem Gedanken lässt sich die eine oder andere zusätzliche Schraube dann doch leichter eindrehen.
Natürlich durfte bei all der Arbeit auch die Verpflegung nicht zu kurz kommen – denn woher sollen wir sonst unsere Energie hernehmen? Nach den vielen Stunden voller Sägen, Bohren, Schrauben und Graben war es höchste Zeit für eine wohlverdiente Pause. Die hatten sich auch unsere Mädels verdient, die bereits fleißig mit dem Schreiben des Blog-Eintrags beschäftigt waren.
Bei einer gemütlichen Brettljause konnten wir einmal kurz durchschnaufen und neue Kräfte tanken. Die Jause war dabei nicht nur eine Stärkung für den nächsten Arbeitseinsatz, sondern auch eine schöne Gelegenheit, gemeinsam den ersten ereignisreichen Tag Revue passieren zu lassen. Schon während dem Essen wurden die nächsten Arbeitsschritte besprochen, Ideen ausgetauscht und fleißig überlegt, was am kommenden Tag noch alles erledigt werden musste. Jeder brachte seine Gedanken ein und gemeinsam wurde überlegt, wie wir unsere Zeit am besten nutzen können.
Nach einem langen und arbeitsreichen Start in unseren Projektmarathon ließen wir den Abend schließlich gemütlich ausklingen. Wir konnten stolz auf das bereits Erreichte zurückblicken und gleichzeitig mit neuen Ideen und voller Vorfreude auf den nächsten Tag schauen.
Eines war an diesem Abend jedenfalls klar: Der erste Tag war geschafft – aber unser Projektmarathon hatte gerade erst richtig begonnen!
Samstag Vormittag – Kaffee rein, Motivation an!
Liebes Projektmarathon-Tagebuch!
Nach einer kurzen Nacht – nennen wir es einfach „strategische Erholung“ – geht es direkt am Samstagmorgen weiter. Doch bevor wir nun richtig starten können, darf eine frische Eierspeise natürlich nicht fehlen. Denn Energie baut sich schließlich nicht von alleine auf.
Mittlerweile wissen wir auch schon ganz genau, wer welches Werkzeug am liebsten verwendet. Der Akkuschrauber ist jedenfalls heiß begehrt.
Während die einen fleißig weiterbauen, kümmern sich andere um die nächsten Arbeitsschritte.
Der Unterbau von unserer Garten-und Spielhütte stand auf dem Programm. Dafür wurde noch einmal genau gemessen, ausgerichtet und kontrolliert – schließlich sollte am Ende alles gerade und stabil sein. Mit vereinten Kräften wurden die einzelnen Teile vorbereitet, zugeschnitten und anschließend miteinander verschraubt.
Während die einen fleißig beim Messen und Ausrichten waren, kümmerten sich andere darum, die benötigten Holzteile vorzubereiten und an die richtige Stelle zu bringen. Jeder hatte seine Aufgabe und so ging die Arbeit Schritt für Schritt voran.
Nach und nach entstand aus einzelnen Holzbalken ein stabiler Unterbau. Was anfangs noch nach vielen einzelnen Teilen aussah, fügte sich immer mehr zu einem Ganzen zusammen. Jetzt konnte man bereits richtig erahnen, wie unsere fertige Spielhütte einmal aussehen würde.
Natürlich wurde zwischendurch immer wieder kontrolliert, ob auch wirklich alles passt. Denn bei einem Projektmarathon gilt: Lieber einmal mehr messen als später alles wieder auseinanderbauen!
Jeder packte mit an, und genau dadurch kamen wir unserem Ziel wieder ein großes Stück näher. Der Unterbau war geschafft – und damit war die nächste wichtige Grundlage für unsere Hütte gelegt. Jetzt konnte es endlich weiter nach oben gehen! Und siehe da: Unsere Spielhütte steht! Zumindest teilweise. Was gestern noch nach einem Haufen Holz ausgesehen hat, wird langsam zu einem richtigen Bauwerk.
Und so vergeht der Vormittag wie im Flug. Der Baufortschritt kann sich sehen lassen – und unsere To-do-Liste wird zumindest ein kleines bisschen kürzer. Doch da auch die besten und stärksten Handwerker einmal eine Pause brauchen, geht es am Nachmittag weiter - sei also gespannt liebes Tagebuch!
Samstag Nachmittag – Jetzt wird’s ernst !
Der Samstag schreitet mit schnellen Schritten voran und wir befinden uns mittlerweile vollends mitten im Projektmarathon-Modus. Während unserer wohlverdienten Pause haben wir wieder einmal Besuch erhalten: Nicht nur unsere Landesbeiräte, sondern auch die Leitung der Landjugend Niederösterreich und einige Politiker aus der Region haben kurz bei uns vorbeigeschaut um unsere Fortschritte zu bewundern.
Neben dem Bauen steht mittlerweile auch die Gestaltung auf dem Programm. Schließlich soll unsere Hütte nicht nur stabil, sondern auch richtig schön werden. Während die einen noch fleißig werken, kümmern sich die anderen bereits um die Details. Denn am Ende soll man nicht nur sehen, dass wir gearbeitet haben, sondern auch, wie viel Herzblut in unserem Projekt steckt. Um der Umwelt etwas Gutes zu tun, haben wir uns dazu entschieden, aus den Holzresten eine Überraschung für die Kinder zu gestalten. Wir hatten eine genaue Vorstellung – ein tolles Memory mit vielen Tieren sollte es werden. Natürlich hatten wir auch hier einen klaren Grundgedanken: Es muss groß, für draußen geeignet und widerstandsfähig sein, ebenso sollte es kunterbunt & farbenfroh sein und für jedes Alter geeignet.
Natürlich war das noch lange nicht alles, denn auch ein ,,Mensch – Ärgere dich nicht“ sollte noch gestaltet werden. Das Spielfeld wurde Schritt für Schritt aufgebaut und gestaltet. Besonders wichtig war es dabei, darauf zu achten, dass alle Felder richtig angeordnet sind und man das Spiel später auch draußen spielen kann. Wir mussten deshalb genau arbeiten und immer wieder kontrollieren, ob alles an der richtigen Stelle war. Nebenbei konnten wir das Spielfeld natürlich auch kreativ verzieren und ihm unseren eigenen Stil verleihen.
Auch die Spielfiguren durften nicht fehlen. Die verschiedenen Farben machen das Spiel übersichtlich und sorgen dafür, dass jeder Spieler seine eigenen Figuren hat. Dadurch wurde unser Spiel immer vollständiger und man konnte langsam erkennen, wie das fertige „Mensch ärgere dich nicht“ aussehen würde.
Aber nicht nur die Spielhütte bekam ihren letzten Feinschliff – auch für den grünen Daumen der Kinder haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Wir haben eine kleine Gemüsepyramide gebaut, die den Kindern künftig die Möglichkeit gibt, selbst mitzuerleben, wie aus kleinen Pflanzen und Samen leckeres Gemüse wächst.
Die Gartenhütte nimmt in der Zwischenzeit immer mehr Gestalt an und plötzlich werden aus einzelnen Brettern, Schrauben und Bauteilen tatsächlich Wände, ein Dach und eine richtige Spielhütte. Aber natürlich wäre es langweilig, wenn alles reibungslos funktionieren würde.
Ein Teil passt nicht ganz.
Ein Maß muss noch einmal kontrolliert werden.
Eine Schraube verschwindet auf seltsame Weise.
Und irgendjemand fragt zum ungefähr zehnten Mal:
„Wer hat eigentlich den Akkuschrauber?“
Kurz gesagt: Alles läuft nach Plan - also nach dem Plan der Landjugend Kirchschlag…
Nach einem mehr als produktiven Nachmittag, zahlreichen neuen Diskussionen und vielen lustigen gemeinsamen Stunden, ist es dann schon an der Zeit, den Samstag zu beenden. Trotz unserem tollen Fortschritt und den vielen neuen Ideen, stand noch einiges auf unserer To-Do-Liste – doch ob das alles am letzten Tag wirklich umgesetzt und realisiert werden kann, wirst du morgen erfahren liebes Tagebuch! Bis dahin verabschieden wir uns auf das herzlichste und wünschen dir eine gute Nacht!
Sonntag Vormittag- Der Endspurt!
Guten Morgen liebes Projektmarathon-Tagebuch!
Wir sind müde - seeeeeehr müde!
Aber aufgeben? Keine Option! Es sind nur mehr wenige Schritte bis zur Finalisierung.
Mit einer kräftigen Eierspeise starteten wir noch einmal voll hinein in die letzten Stunden der Arbeit. Der Sonntagvormittag steht ganz im Zeichen des Endspurts. Die letzten Arbeiten werden erledigt, letzte Schrauben gesetzt und überall wird noch einmal Hand angelegt.
Jetzt geht es um die Details. Denn wir wollen nicht einfach irgendeine Spielhütte übergeben. Wir wollen, dass die Kindergartenkinder in Ungerbach eine coole, sichere und liebevoll gestaltete Hütte bekommen, an der sie lange Freude haben. Deshalb haben wir noch schnell ein paar Blumen eingesetzt, für den grünen Daumen und die schöne Gestaltung der neu errichteten Spielanlage. Auch die vorbereiteten Spiele von gestern, bekamen noch den letzten Feinschliff, damit sie perfekt zum Einsatz kommen können und die Kinder direkt damit spielen können.
Und genau deshalb wird noch einmal richtig Gas gegeben.
Plötzlich geht alles ganz schnell: Noch ein Handgriff hier, noch ein letzter Schliff dort – und dann ist es tatsächlich so weit.
FERTIG!
Wir stehen vor unserer Spielhütte und können selbst kaum glauben, was wir in diesen 42,195 Stunden gemeinsam auf die Beine gestellt haben.
Sonntag - Endlich geschafft: Projektübergabe!
Liebegewonnenes Projektmarathon-Tagebuch!
Jetzt stehen wir genau an dem Punkt, auf welchen wir die letzten Tage so hart hingearbeitet haben: Wir sind mehr als fertig und bereit für die Übergabe!
Mit Stolz warteten wir auf das Eintreffen unserer Familien und aller Besucher – ganz besonders aber auf die Kleinsten: die Kinder, für die wir all das gemacht haben. Zur Übergabe kamen viele Gäste – auch der Bürgermeister war dabei.
Ein ganz besonderes Highlight war, dass die Kinder extra für uns ein Lied einstudiert haben.
Wir waren den Tränen ganz nahe, als die Kinder ihr Lied für uns gesungen haben. In diesem Moment wurde uns klar: Die ganze harte Arbeit und die 42,195 Stunden voller harter Arbeit haben sich einfach ausgezahlt – die große Freude der Kinder war die schönste Belohnung für uns!
Auf die Versorgung durfte natürlich auch nicht vergessen werden: Mit kühlen Getränken, frisch gebackener Mehlspeise und frischem Brot mit Aufstrich war für alle etwas dabei. Ein großes Dankeschön gilt dabei unseren Eltern, die uns immer unterstützt haben. Sie haben fleißig gebacken und die Aufstriche für die Jause vorbereitet und damit ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu unserem Projekt geleistet.
Es war ein wunderschöner Abschluss für unser Projekt und wir freuen uns riesig, dass die Kinder jetzt ganz viel Freude mit ihrer neuen Spielhütte haben!
Dabei bleibt uns nur noch eines zu sagen: Wir sind fertig! Jetzt heißt es für uns alle gemeinsam – ab ins Bett und erst einmal ordentlich ausschlafen!
Aus einer Aufgabe wurde eine Idee.
Aus der Idee wurde ein Plan.
Aus dem Plan wurde jede Menge Arbeit.
Und aus jeder Menge Arbeit wurde schließlich:
UNSERE SPIELHÜTTE FÜR DEN KINDERGARTEN UNGERBACH!
Bis zum nächsten Mal, liebes Projektmarathon-Tagebuch!