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Projektmarathon Tag 1: Freitag

Aus einer Aufgabe wird ein gemeinsames Projekt

16:00 Uhr. Jetzt wurde es ernst.

Gemeinsam mit Bürgermeister Patric Pipp und unserer Projektbetreuerin Anna nahmen wir unser Projekt offiziell entgegen. Unsere Aufgabe: Die alte Rossschwemme in Nußdorf wieder zum Leben zu erwecken, das Gelände freizulegen, aufzuwerten und daraus wieder einen Platz zu machen, an dem man gerne Zeit verbringt.

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir zwar, was unsere Aufgabe ist – aber noch lange nicht, was uns in den nächsten Stunden und Tagen alles erwarten würde.

Genau das macht den Projektmarathon aus. Man steht gemeinsam vor einer Aufgabe, bei der man am Anfang noch nicht weiß, wie viel Arbeit tatsächlich dahintersteckt. Gleichzeitig herrscht in der Gruppe eine besondere Stimmung: Jeder weiß, dass es anstrengend wird, aber niemand zweifelt daran, dass wir es gemeinsam schaffen können. Die Vorfreude, endlich loszulegen, war bei allen deutlich zu spüren. Also hieß es: Ärmel hochkrempeln und starten.

Erst einmal: Ordnung ins Chaos bringen

Bevor wir richtig loslegen konnten, musste zunächst einiges organisiert werden. Werkzeug und sämtliche benötigten Arbeitsutensilien wurden besorgt und vorbereitet. Auch ein Bagger wurde organisiert und ausgeborgt – schließlich wartete auf uns nicht nur ein bisschen Gartenarbeit.

Parallel dazu setzten wir uns zusammen und überlegten, wie wir das Projekt am sinnvollsten angehen. Aus der anfänglichen Aufgabenstellung entstand ein konkreter Plan für die kommenden Tage. Wer übernimmt welche Arbeiten? Was muss zuerst erledigt werden? Was können wir parallel machen?

Dann ging es endlich los.

Die Rossschwemme wird freigelegt

Unser erster großer Arbeitsschritt bestand darin, das Gelände überhaupt wieder sichtbar zu machen. Zahlreiche alte Stauden und Büsche mussten weichen. Stück für Stück wurde die Fläche freigelegt und die Rossschwemme vom überwucherten Efeu befreit.

Dabei kam einiges zum Vorschein, das über die Jahre verschwunden bzw. überwuchert war. Auch vergrabenes Gerümpel und größere Steine wurden entfernt. Mit jeder Stunde veränderte sich das Bild des Platzes mehr.

Was am Nachmittag noch nach einem verwachsenen und teilweise vergessenen Ort aussah, begann langsam wieder wie ein Platz auszusehen, den man tatsächlich nutzen kann.

Und genau diese sichtbaren Fortschritte waren die beste Motivation, weiterzumachen.

Unterstützung aus der Gemeinde

Gegen 18:00 Uhr bekamen wir dann auch noch Unterstützung vom Lagerhaus. Mit einer Getränkespende, Sonnenbrillen und Strohhüten wurden wir für die weitere Arbeit bestens ausgestattet.

Eine willkommene Abkühlung und gleichzeitig ein Zeichen dafür, dass unser Projekt auch außerhalb unserer Gruppe wahrgenommen und unterstützt wird.

Neben der eigentlichen Arbeit gehörte aber auch die Kommunikation mit der Nachbarschaft zu unseren Aufgaben. Wir informierten die angrenzenden Anrainer darüber, dass es während des Projektmarathons auch einmal lauter werden kann und die Arbeiten teilweise bis in die Abendstunden dauern werden.

Auch die Einladung für Sonntag entsteht

Während auf der Baustelle weitergearbeitet wurde, liefen bereits die nächsten Punkte an.

Für die Projektpräsentation am Sonntag wurden Flyer gestaltet, gedruckt und anschließend verteilt. Schließlich wollen wir nicht nur etwas verändern, sondern am Ende auch möglichst vielen Menschen zeigen, was wir an diesem Wochenende gemeinsam geschaffen haben.

21:30 Uhr – aber noch lange nicht Feierabend

Gegen Tagesende bekamen wir noch Besuch von Bürgermeister Patric Pipp und Franz Brunthaler, die sich ein Bild von unserem bisherigen Fortschritt machten.

Bis etwa 21:30 Uhr wurde gearbeitet. Danach hieß es noch einmal gemeinsam anpacken: Werkzeug wurde zusammengeräumt, die Baustelle wurde ordentlich hinterlassen und abgesperrt.

Erst als alles für die Nacht vorbereitet war, konnten wir unseren ersten Arbeitstag wirklich beenden.

Gemeinsam den ersten Tag ausklingen lassen

Zum Abschluss ging es noch zum Weingut Müllner in Nußdorf. Dort ließen wir den ersten Tag gemeinsam ausklingen und besprachen gleichzeitig, was am nächsten Tag auf uns zukommt.

Nach den ersten Stunden auf der Baustelle war eines bereits klar: Die Rossschwemme hat einiges an Arbeit vor sich – und wir auch.

Aber genau das ist es, was die Stimmung in unserer Gruppe so besonders macht. Niemand weiß am Freitag Nachmittag genau, wie der Platz am Sonntag aussehen wird. Niemand weiß, welche Überraschungen noch auf uns warten und wie viele Stunden Arbeit tatsächlich notwendig sein werden.

Was wir aber wissen: Wir machen das gemeinsam.

Mit jeder entfernten Staude, jedem ausgegrabenen Stein und jedem sichtbaren Fortschritt wächst nicht nur der Platz wieder zum Leben – sondern auch unser gemeinsamer Ehrgeiz. Die ersten Stunden haben gezeigt, dass wir als Gruppe richtig Lust auf die kommenden Aufgaben haben.

Tag 1 ist geschafft. Jetzt heißt es Kräfte sammeln – denn morgen geht es weiter.

Tag 2: Samstag Vormittag

Mitten im Regen gehts weiter

Frühstart im Regen

Der zweite Tag begann um 7:00 Uhr morgens – und leider nicht mit Sonnenschein. Bereits beim Treffpunkt an unserem Projektort regnete es. Viel Zeit, sich davon beeindrucken zu lassen, blieb allerdings nicht. Nach einer kurzen Arbeitsaufteilung teilten wir uns wieder in zwei Gruppen auf und legten direkt los.

Eine Gruppe machte sich auf den Weg, um die noch benötigten Dinge für unser Projekt zu besorgen. Auf der Einkaufsliste standen unter anderem Blumen und Bäume für die Neubepflanzung des Platzes, Unterlagen und Bastelmaterial für unsere Projektmappe sowie einige weitere Kleinigkeiten.

Die zweite Gruppe blieb direkt bei der Rossschwemme und kümmerte sich um die benötigten Baustoffe. Steine, Schotter, Erde und Hackschnitzel wurden organisiert und zum Projektort gebracht. Währenddessen wurde vor Ort bereits weitergearbeitet.

Schritt für Schritt entsteht der neue Platz

Mit dem Bagger wurde der restliche Teil des Platzes freigelegt. Damit war die Grundlage für die späteren Pflasterarbeiten geschaffen und langsam nahm die Fläche immer mehr die Form an, die wir uns für den fertigen Platz vorgestellt hatten.

Trotz des Regens herrschte in der Gruppe weiterhin eine gute Stimmung. Jeder wusste, dass noch viel Arbeit vor uns lag, gleichzeitig war aber auch zu sehen, wie sich das Ergebnis Schritt für Schritt entwickelte.

Und dann gab es gegen 8:00 Uhr bereits die erste Überraschung des Tages.

Eine süße Überraschung am frühen Morgen

Robert Denk, geschäftsführender Gemeinderat, besuchte uns am Projektort und überraschte uns mit Zucker- und Glasurkipferln. Nach dem frühen Start waren die Kipferl natürlich eine willkommene Stärkung und sorgten für neue Energie.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an alle anderen, die uns während des Projektmarathons so freundlich unterstützen. Immer wieder wurden uns Kaffee, Getränke und andere Kleinigkeiten vorbeigebracht. Gerade bei einem solchen Arbeitswochenende sind diese Gesten eine riesige Motivation und zeigen uns, wie viel Unterstützung hinter unserem Projekt steht.

Tisch fertig – und die nächsten Aufgaben warten

Nach der Stärkung ging es wieder an die Arbeit. Unser Tisch inklusive der dazugehörigen Bänke wurde fertiggestellt und die Holzteile noch gründlich abgeschliffen.

Kaum war dieser Punkt erledigt, wartete bereits die nächste Aufgabe auf uns. Gemeinsam begannen wir mit der Errichtung der Steinmauer beziehungsweise Abgrenzung für die Erde des zukünftigen Blumenbeetes.

Während ein Teil der Gruppe daran arbeitete, wurde auf der zuvor freigelegten Fläche Schotter verteilt und der Bereich für das Pflastern vorbereitet.

Endlich kommt die Sonne

Nach den regnerischen Morgenstunden gab es dann doch noch eine kleine Belohnung: Der Regen hörte auf und die ersten Sonnenstrahlen kamen heraus.

Die Gelegenheit wurde sofort genutzt. Die Pflastersteine wurden in kleinere Stücke zerteilt und anschließend begannen wir damit, die vorbereitete Fläche zu pflastern.

Mit jedem verlegten Stein wurde deutlicher, wie sich der Platz verändern wird. Aus der überwucherten Fläche, die wir am Freitag vorgefunden hatten, entstand langsam ein komplett neuer Aufenthaltsbereich.

Unterstützung von der Feuerwehr

Kurz vor der Mittagspause wartete noch eine letzte Aufgabe auf uns. Durch den vielen Regen hatte sich rund um die Baustelle ordentlich Gatsch angesammelt. Zum Glück bekamen wir dabei Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr Nußdorf.

Sie borgte uns ihren Löschschlauch, mit dem wir den Gatsch vom Gelände wegspülen und gleichzeitig den gesamten Platz gründlich reinigen konnten. Damit war auch diese Herausforderung gemeistert und die Baustelle konnte einigermaßen sauber in die Mittagspause gehen.

12:30 Uhr – wohlverdiente Mittagspause

Nach einem intensiven Vormittag war um 12:30 Uhr schließlich Schluss für den ersten Teil des Tages. Seit 7:00 Uhr wurde organisiert, geschleppt, gebaggert, gebaut, geschliffen und gepflastert – und trotz Regen und Gatsch konnten wir wieder ein großes Stück weiterkommen.

Jetzt hieß es erst einmal: Kräfte sammeln.

Beim Gasthof Spannagl wartete die wohlverdiente Mittagspause auf uns. Doch lange ausruhen konnten wir nicht – schließlich war der Projektmarathon noch lange nicht vorbei und am Nachmittag warteten bereits die nächsten Aufgaben auf uns.

Tag 2: Samstag Nachmittag

Der Endspurt beginnt

Mit voller Kraft zurück ans Werk

Nach der wohlverdienten Mittagspause beim Gasthof Spannagl ging es für uns wieder zurück zur Rossschwemme. Der Vormittag hatte bereits einiges an Kraft gekostet, aber gleichzeitig war die Motivation in der Gruppe groß. Mittlerweile konnte man immer deutlicher erkennen, wie unser Projekt am Ende aussehen sollte. Das gab uns noch einmal zusätzliche Energie für den Endspurt.

Die letzten großen Arbeiten

Zuerst wurde die Steinmauer fertiggestellt. Gleichzeitig wurde die Pflasterfläche für unsere Sitzgarnitur fertig vorbereitet.

Auch unsere Tische und Bänke wurden nochmals gründlich geschliffen und anschließend eingeölt. Danach konnten die Sitzgelegenheiten fertig montiert und in die bestehende alte Steinmauer eingebaut werden.

Mit jedem fertigen Teil wurde deutlicher, dass wir unserem Ziel immer näherkamen.

Ein Stehtisch aus Granit und Eiche

Als Nächstes machten wir uns an den Bau des Stehtisches. Dafür verwendeten wir einen massiven Granitstein als Unterbau und einen Eichenstamm als Tischplatte. So entstand ein einzigartiger und robuster Stehtisch, der sich perfekt in den neu gestalteten Platz einfügt.

Parallel dazu wurde das Gestell für die zukünftigen Weinreben errichtet. Während an diesen Bereichen gearbeitet wurde, wurde auch neue Erde aufgeschüttet und sorgfältig angeglichen.

Rund um die Rossschwemme nimmt alles Gestalt an

Auch die restliche Fläche wurde weiter fertiggestellt. Rund um die Rossschwemme wurde Schotter aufgeschüttet, verteilt und angeglichen.

Langsam fügte sich alles zusammen. Was am Freitag noch wie eine verwachsene und teilweise vergessene Fläche ausgesehen hatte, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem richtigen Aufenthaltsplatz.

Jetzt wird es grün

Danach ging es an die Bepflanzung der Blumenbeete. Die neuen Blumen wurden eingesetzt und anschließend mit Hackschnitzeln aufgefüllt.

Dieser Arbeitsschritt veränderte das Gesamtbild noch einmal deutlich. Plötzlich war nicht mehr nur eine Baustelle zu sehen, sondern ein Platz, der bereits richtig einladend wirkte und später zum gemeinsamen Sitzen und Verweilen einladen soll.

Gemeinsam durch den Endspurt

Je näher wir dem fertigen Projekt kamen, desto mehr war auch die Müdigkeit zu spüren. Seit dem frühen Morgen wurde gearbeitet und viele von uns waren mittlerweile schon einige Stunden auf den Beinen.

Trotzdem blieb die Stimmung in der Gruppe ausgesprochen gut. Jeder wusste, dass wir kurz vor dem Ziel standen. Wenn irgendwo noch eine helfende Hand gebraucht wurde, wurde gemeinsam angepackt. Niemand musste lange nach Unterstützung suchen.

Genau dieser Zusammenhalt war während des gesamten Projektmarathons zu spüren.

Der letzte Feinschliff

Nachdem die eigentlichen Arbeiten abgeschlossen waren, wurde gemeinsam aufgeräumt. Werkzeug und übriges Material wurden verstaut und der gesamte Platz noch einmal ordentlich hergerichtet.

Zum Abschluss kam nochmals der Feuerwehrschlauch zum Einsatz. Damit konnten wir den restlichen Gatsch und Schmutz entfernen und die gesamte Fläche gründlich reinigen.

Und dann war es soweit:

Unser Projekt war innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens fertig.

Aus einer Aufgabe wird ein gemeinsamer Erfolg

Wenn wir zurückblicken, ist es beeindruckend, was innerhalb dieser kurzen Zeit entstanden ist. Am Freitag Nachmittag wussten wir noch nicht genau, was uns erwarten würde. Wir wussten nur, dass wir die Aufgabe gemeinsam angehen und schaffen wollten.

Jetzt steht dort ein neu gestalteter Platz mit Sitzgelegenheiten, einer Pflasterfläche, bepflanzten Blumenbeeten, einem Stehtisch aus Granit und Eiche und einem Gestell für die zukünftigen Weinreben.

Doch der Projektmarathon war für uns mehr als nur die eigentliche Arbeit. Besonders die Unterstützung aus dem Dorf hat uns immer wieder gezeigt, wie stark der Zusammenhalt bei uns ist. Zahlreiche Menschen haben uns mit Getränken, Essen, Kaffee, Material oder einfach durch ihre helfenden Hände unterstützt.

Dafür möchten wir uns bei allen Helferinnen und Helfern und bei allen, die uns während des gesamten Wochenendes unterstützt haben, herzlich bedanken.

Was am Freitag mit einer unbekannten Aufgabe und viel Tatendrang begonnen hat, endet nun mit einem Ergebnis, auf das wir gemeinsam stolz sein können.

Tag 2 ist geschafft. Das Projekt ist fertig. Und jetzt freuen wir uns darauf, am Sonntag zu zeigen, was wir gemeinsam geschaffen haben.