Projektmarathon 2026
Tag 1 - FREITAG
Auf los geht’s los!
18:00 Uhr - Der Startschuss unseres Projektmarathons ist gefallen!
Folgende Aufgabenstellung wurde uns um 18:00 Uhr gestellt:
- Entwickelt gemeinsam mit der älteren Bevölkerung ein Konzept für eine altersgerechte Sitzbank.
- Sie soll folgende ergonomische Anforderungen beinhalten:
- angenehme Sitzhöhe
- passende Sitzneigung
- komfortable Sitztiefe
- leichtes Aufstehen und Hinsetzen
- Die Sitzbänke sollen so konstruiert sein, dass sie transportiert und an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden können.
- Dokumentiert den gesamten Entwicklungs- und Bauprozess, sodass daraus eine verständliche Bauanleitung entsteht und künftig weitere Sitzbänke nachgebaut werden können.
- Fertigt anschließend bis zu sechs Stück dieser Sitzbänke an.
- Zusatzaufgabe:
- Baut einen Schaukasten, der zu der Bank hinzugefügt werden kann, der künftig für Informationen der Gemeinde genutzt werden kann.
- Pflastert zusätzlich den Bereich bei einer der Sitzbänke, um einen ansprechenden und barrierearmen Platz zu schaffen.
- ACHTUNG: Änderung! Nach Begutachtung der Standorte der Bänke, wurde festgestellt, dass bereits der Boden eben und barrierefrei ist. Da auch über das gesamte Wochenende nicht mehr als 8 LJ-Mitglieder angegeben und auch anwesend waren, wurde mit dem Herrn Bürgermeister diese Aufgabe geändert und zwar in…
- …konstruiert Mülleimer für das Hundekotproblem im Ort
- Baut eine Gemüsepyramide für den Spielplatz der Volksschule in Eisgarn nach der Bauanleitung - “So schmeckt NÖ”
- Besichtigung der vorherigen Projekte und Aufräumarbeiten
42 Stunden Zeit um gemeinsam als ein Team unser Ziel „Mein rechter, rechter Platz ist leer - drum setz di her, dann samma mehr!“ zu erreichen!
19:00 Uhr - Der Anfang ist getan!
Team Planung
Um eine komfortable Sitzbank zu bauen, steckten wir die Köpfe zusammen, um einige Ideen für die ergonomisch transportierbare Bank zu sammeln. Mithilfe des Internets und ein paar Fotos von Herr Bürgermeister Schalko, entschieden wir uns für eine Sitzbank mit Erhöhung und einem Reifen. Somit kann sie wie eine Scheibtruhe von einem Ort zum anderen geschoben werden. Mit Tablet wurde eine provisorische Skizze angefertigt. Maße und Winkel wurden grob geschätzt, um einen Prototypen anzufertigen.
Team Holz
Herr Bürgermeister Schalko brachte uns das vorgesehene Material vorbei. 10cm breite Holzbretter aus Douglasie, die zurechtgeschnitten werden sollen. Staffeln und breitere Bretter für die Gemüsepyramide mussten wir uns noch besorgen. Hierbei fragten wir Houschko Holz an, um es von ihnen zu erwerben und direkt in der Werkstatt vorzubereiten. Schrauben, Akkuschrauber, Schneid- und Hobelgeräte durften wir uns von Kainz Montagen leihen bzw. hatten unsere LJ-Mitglieder die passenden Geräte zu Hause. Mit ein paar Handgriffen wurde der Prototyp zusammengezimmert. Für die Fahrbarkeit und die Sitzerhöhung wollten wir den nächsten Tag abwarten, da während der Sperrmüllzeit einige ältere Gemeindemitglieder vorbeikommen würden und wir uns noch Verbesserungsvorschläge einholen wollten.
Team Flyer
Während in der Halle bereits der Prototyp erstellt wurde, gestaltete dieses Team den Flyer für die bevorstehende Projektpräsentation am Sonntagnachmittag. Diese sollen dann im Ort verteilt werden, damit einige Bewohner das fertige Projekt begutachten können. Natürlich muss auch ein passender Name her. Aus dem alten Kinderreim und Zitaten aus unserer dialektischen Sprache, entstand unser Motto. „Mein rechter, rechter Platz ist leer – drum setz di her, dann samma mehr!“.
Ihr müsst natürlich über jeden Schritt informiert werden! Daher folgt uns unbedingt auf Instagram, um nichts zu verpassen.
Klickt einfach auf den grünen Instagram-Button unterhalb des Plakates.
Besonders freuen wir uns, euch bei unserer Projektpräsentation am Sonntag um 13:00 Uhr zu sehen!
Stunden bis zum Ziel!
21:00 Uhr
Bob die Baumeister sind da!
Die Nachtschicht hat angefangen und der Prototyp nimmt Form an. Da die Maße und Winkel grob eingeschätzt wurden, musste der Praxistest noch bestehen. Durch das Anlehnen wurde der richtige Grad der Lehne berichtigt und auch die Aufstellung der Sitzbankfüße wurden nachjustiert. Nach ergonomischem Maß sollten beim Sitzen die Füße 90° abgewinkelt sein, auch das wurde berücksichtigt. Nun mussten nur noch die Testpersonen am nächsten frühen Morgen unsere Einschätzung gutheißen. Weiters fuhren einige unserer Mitglieder aus, um die vorherigen Projekte zu begutachten und Pflegemaßnahmen durchzuführen. Es wurden Blumen neu bepflanzt, lockere Schrauben angezogen und zusammengekehrt.
Tag 2 – SAMSTAG
7:00 Uhr – Der frühe Vogel fängt den Wurm
Am frühen Morgen wurde noch einiges besorgt. Zuerst ging es in den Baumarkt, in dem verschiedene Herbstblumen und winterharte Kräuter für die Gemüsepyramide gekauft wurden. Denn bis zum kommenden Frühjahr soll sie jetzt schon ein schöner Blickfang werden. Dazu wurde auch eine Holzlasur für die Haltbarkeit der Holzrahmen genommen. Damit die Sitzbänke transportabel werden, wurden sechs große Scheibtruhenräder besorgt. Zeitgleich mussten zu den bereits vorhandenen Douglasienbretter auch Staffeln und breitere Bretter besorgt werden, um mehr Stabilität den Konstrukten zu geben.
Gleichzeitig machten sich zwei unserer Mitglieder auf den Weg durch Eisgarn und verteilten fleißig die Flyer für die bevorstehende Projektpräsentation am Sonntag.
8:00 Uhr – Ergonomisch praktisch gut
Bei der Sperrmüllabgabe in der Gemeindehalle konnten einige Bewohner schon unseren Prototyp bewundern. Die Personen in Pensionistenalter wurden gleich angehalten Probe zu sitzen, um uns Tipps zum leichteren Aufstehen zu geben. Es wurde angemerkt, dass die Sitzhöhe für Personen mit kürzen Beinen von Grund auf gekürzt werden soll, damit die Sitzerhöhung, die nur für einen Platz vorgesehen ist, für diejenigen reserviert wird, die diesen Platz dringender nötig haben. Somit können auch größere Personen einen Vorteil daraus ziehen. Auch ein paar Armlehnen zum Abstützen wurden vorgeschlagen. Wir haben auch noch etwas recherchiert und herausgefunden, dass eine leichte Abneigung der Sitzfläche das Hinterteil einer Person schon in eine Position bringt, die zum leichteren Aufstehen animiert. Somit wurden die hinteren Beine der Sitzbank länger eingeplant, um die gewünschte Neigung zu erreichen.
9:00 Uhr – Wer will fleißige Handwerker sehen?
Jetzt geht es an die Kappsäge. Nacheinander wurden die Bretter und Staffeleien auf die gewünschte Länge geschnitten. Im Akkord wurde abgemessen und in Menschenkette die Bretter zur Seite gelegt. Für sechs Stück Bänke eine ganze Menge. Auch für die Erhöhung der gebrechlichen Menschen wurden die Bretter zugeschnitten. Um sich keine Splitter einzufangen wurden diese dann mit der Hobelmaschine abgeschliffen, somit verwandelte sich das dunkle Holz in eine hellere Farbe.
10:00 Uhr – Frühstückszeit!
Im Laufe des Vormittags besuchte uns Frau Diesner-Wais Martina. Sie bewunderte unseren Baufortschritt und brachte etwas Süßes zum Naschen. Vielen Dank für die Mitbringsel! Heuer versorgten uns die im Ort anliegenden Mütter und Großmütter mit Kuchen und anderen Leckereien. Ein großes Dankeschön dafür!
11:30 Uhr – Das Viertelsteam ist da!
Weiterer Besuch erwartet uns! Das Viertelsteam brachte uns eine kleine süße Motivation für den Tag und wir durften stolz unseren Baufortschritt vorweisen. Danach gab es Pizza zu Mittag!;)
13:00 Uhr – Motiviert in den Nachmittag!
Nach unserer Mittagspause ging es mit dem Transport der Sitzbänke weiter. Die Gemeinde wollte nicht nur ergonomische Bänke, sondern auch welche die nicht jeder hat. Also wurde daraus ein fahrbarer Untersatz. Mit einem Scheibtruhenrad an einer Seite, soll die Bank angehoben werden und an die gewünschte Stelle geschoben werden. Es war jedenfalls nicht so einfach, die richtige Höhe zu finden, bei der das Rad bei “Stillstand” einerseits noch in der Luft hing und auf der anderen Seite die Bank so hochgehoben wurde, dass alle vier Beine nicht am Boden schliffen. Eine Quintstange wurde auf die richtige Länge abgeschnitten und mit zwei Staffeln wurde das Rad befestigt. Ein paar mussten noch mit Luft aufgefüllt werden, denn eine Sitzbank mit Platten darf es natürlich nicht geben. ;)
15:00 Uhr – Jetzt wird es gemütlich!
Um es so angenehm wie möglich zu gestalten, wurden noch Sitzlehnen zur Sitzbank integriert. Diese sollen besonders bei der Sitzerhöhung den richtigen Halt geben und das Aufstehen noch leichter machen. Dafür wurden einfach die Douglasienbretter gleich zur Verarbeitung genommen. Mit geübten Handgriffen wurden diese links und rechts von der Sitzbank angeschraubt.
Als weitere Zusatzaufgabe soll eine Bauanleitung der ergonomischen Sitzbänke angefertigt werden. Ein LJ-Mitglied hat wie eine Klette an unseren Handwerkern geklebt und hat alle Daten und Fotos aufgenommen und dokumentiert, um eine möglichst verständliche Anleitung zu schreiben. Schritt für Schritt wurde aus den einzelnen Daten eine handliche Broschüre, die wir in die Schaukästen hineinhängen wollten.
18:00 Uhr – Gemüsepyramide: „So schmeckt NÖ“
Als Zusatzaufgabe wurde vom Land NÖ die Initiative „So schmeckt NÖ“ gestartet. Mit einer Anleitung wurde aus einfachen 20cm breiten Brettern eine Pyramide zur Selbstversorgung gebastelt. Geschnitten und zusammengeschraubt wurden die quadratischen Rahmen mit einer Holzlasur bepinselt, damit sie länger im Garten erhalten bleiben.
20:00 Uhr – Da gibt es was Neues zu erfahren in der Gemeinde!
Für einen echten Hingucker mussten für die Gemeindeinformationen noch schöne Schaukasten her. Mit schmalen Dachlatten wurde der Rahmen zugeschnitten. Als Basis für die Pinnnadeln zum Aufhängen der Informationen wurden dünne Holzplatten als Rückseite genutzt. Damit man auch bei Schlechtwetter die Infos bekommt, wurden Plexiglasscheiben mit Silikon in den Rahmen geklebt. Mit Seifenwasser wurden sie noch blitzblank geputzt. Feine Scharnieren an den Seiten lassen den Kasten ganz leicht öffnen und schließen. Somit wurde für die Bauanleitung gleich ein tolles Schaustück geschaffen.
Der Countdown läuft, die letzten Reserven werden für morgen aufgeladen!
Tag 3 – SONNTAG:
7:00 Uhr – Finale!
Topmotiviert geht es in den letzten Tag!
Als allererstes wurden die fertig gezimmerten Sitzbänke noch verschönert. Mit unserem Landjugend Logo und Namen wurden alle sechs Rückenlehnen mit Acrylfarbe bemalt. Auch die Gemüsepyramide wird noch mit Blumen, Handabdrücken und dem LJ-Logo verschönert und transportfähig gemacht. Denn die Pyramide wird in der Volksschule in Eisgarn aufgestellt.
Eine kleine Planänderung gab es jedenfalls in den Zusatzaufgaben. Am Anfang wurde eine Pflasterung an einem der vorgesehenen Standorte der Bänke geplant. Da aber bei allen Standorten der Platz sehr gerade bzw. asphaltiert ist, haben wir mit Absprache des Bürgermeisters beschlossen, statt den Pflasterarbeiten, Mülleimer zu produzieren. Diese Idee ist aufgekommen, als uns eine der Gemeindebewohnerinnen beim Probesitzen mitgeteilt hat, dass oft an Verkehrsschildern volle Hundekotbeutel abgelegt werden und in der Nähe keine Möglichkeit zur Entsorgung bestünde. Somit wurde aus diesem Problem gleich eine Lösung gefunden. Auch hat es sehr gut in den Zeitplan dieser 42 Stunden gepasst, da über dieses Wochenende nicht mehr als 8 LJ-Mitglieder (aus beruflichen und privaten Gründen) beim Projektmarathon mit anpacken konnten. Aber wir haben uns alle reingehängt und gaben noch Vollgas am letzten Tag.
Damit die Mülleimer nicht übersehen werden, wurden diese auch wunderschön mit Acrylfarbe verziert und auch beschriftet. Somit sollten alle Hundekotbeutel und auch diverser anderer Müll in den Behältern landen. :)
10:00 Uhr – Jetzt wird gepflanzt!
Die Gemüsepyramide wird nun zur Volksschule in Eisgarn transportiert. Herr Bürgermeister Schalko brachte uns mit seinem Traktor noch eine Frontladerschaufel voll Erde mit und somit konnten die winterharten Kräuter und Herbstblumen bepflanzt werden. Im Frühjahr wird dann von “So schmeckt NÖ” ein Starterpaket mit Erdäpfel, Karotten und Zwiebeln geschickt, um dann den eigentlichen Sinn dieser Pyramide zu erfüllen. Mit den jetzigen Pflanzen haben die Kinder zu Schulbeginn noch einen schönen Anblick im Garten bis der erste Schnee fällt.
13:00 Uhr – Wir lassen das Wochenende Review passieren.
Die Projektpräsentation rückte immer näher und somit wurde das Wochenende in einer Power-Point-Präsentation zusammengefasst. Mit vielen Bildern und einem kleinen Vortrag konnten wir den Gemeindebürgern unser Projekt etwas näherbringen. Auch ein frisch gebackener Kuchen, den wir am Vorabend noch gebacken haben, wurde mit Kaffee und Getränken am Sonntag angeboten.
„Mein rechter, rechter Platz ist leer - drum setz di her, dann samma mehr!“
Geschafft! Der Projektmarathon hat geendet und wir konnten mit der Präsentation starten. Unsere Bezirksleiterin schilderte die letzten 42 Stunden unserer Arbeit und bedankte sich recht herzlich für die Zusammenarbeit in der Gemeinde beim Herrn Bürgermeister Günter Schalko.
Besonders freuten wir uns zu sehen, dass unter den Gästen viele Pensionisten und auch Kinder unsere Sitzbänke begeistert testeten.
Auch wurden die Mülleimer gleich ausgenutzt. Die Schaukästen wurden mit unserer Bauanleitung befüllt.
Das Highlight unserer Präsentation war die Vorführung unserer Räder an den Bänken.
Wir sind stolz, dass wir gemeinsam so ein tolles Projekt vollbringen durften und freuen uns auf den Beitrag in der NÖN, den Herr Herbert Kössner für uns organisiert.
Somit endete der Sonntagnachmittag im gemütlichen Beisammensein!