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Zeit bis zur Projektpräsentation
Tag 1: Wir sind startklar
Die Landjugend St. Georgen in der Klaus tritt zum zweiten Mal beim Projektmarathon der Landjugend Niederösterreich an, um die Dorfwiese im Rahmen dieses Projekts in einen Kraftplatz zu verwandeln
Die Kreuzkapelle im Ortszentrum von St. Georgen in der Klaus ist ein besonders markanter Punkt im Dorfleben der Katastralgemeinde Waidhofens. Ein geschotterter Fußweg verbindet sie mit der Pfarrkirche, von der Kreuzkapelle eröffnet sich ein Blick auf die Bergwelt des Mostviertels und des Ybbs- und Ennstals. Mit dem Projekt soll das Umfeld der Kapelle für die Bewohnerinnen und Bewohner jeden Alters aufgewertet werden.
Der Projektmarathon 2026 begann auch für die Landjugend St. Georgen in der Klaus an diesem Wochenende. Am Freitag um 16:00 Uhr trafen sich die 36 LJ-Mitglieder im Pfarrheim von St. Georgen zur offiziellen Projektübergabe. Gerhard Ritt, der Dorferneuerungsobmann, Lukas Hintsteiner als Vertreter der Gemeinde Waidhofen/Ybbs, sowie Anna Kimmeswenger als Vertreterin der LJ Niederösterreich erläuterten dort die Aufgabenstellung für das Wochenende, die unter dem Thema „Kraftort Kreuzkapelle – Umgestaltung Dorfwiese“ stand.
Innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens von 42,195 Stunden waren mehrere bauliche und gestalterische Maßnahmen auf der Dorfwiese umzusetzen. Dazu gehörten:
- die Errichtung einer Pergola mit Brettlamellen zur Beschattung der bestehenden Sandkiste
- der Bau eines Sitz- und Liegeplateaus um die bestehende Linde
- die Aufstellung einer Doppelliege
- der Ersatz der Steinmauer um den Hörsessel und dessen Ausstattung mit neuen QR-Codes
- eine Balancierstrecke
- eine Doppelreckstange inklusive Fallschutz
Darüber hinaus bekam das Team mehrere Zusatzaufgaben:
- Die Holzsäule neben dem Brunnen sollte inklusive der umliegenden Randsteine entfernt und durch einen Stehtisch ersetzt oder umfunktioniert werden.
- Auf dem Areal sollte ein Spielfeld für „Tempelhüpfen“ aus Waschbetonplatten im Boden verlegt werden.
- Es sollte eine belüftete Aufbewahrungsbox für Sandspielzeug samt entsprechender Beschilderung angefertigt werden, um Staunässe zu verhindern und auf den Verbleib des Spielzeugs hinzuweisen.
- Der EVN-Elektroschrank am Spielplatzeingang sollte optisch gestaltet werden.
- Eine Gemüsepyramide sollte gebaut werden, mit welcher das Bewusstsein für heimisches Gemüse gestärkt und gezeigt werden sollte, wie einfach es sein kann, Gemüse selbst anzubauen.
Im Anschluss an die Erläuterungen folgten ein Gruppenfoto auf der Dorfwiese sowie eine Besprechung mit Gerhard Ritt und Lukas Hintsteiner zur Klärung technischer und organisatorischer Fragen. Danach kehrte die Gruppe ins Pfarrheim zurück, erstellte die Aufgabenliste für den Freitagnachmittag und teilte die anwesenden Mitglieder nach ihren Fähigkeiten in Arbeitsgruppen ein.
Tag 1: Die Arbeit hat begonnen
Nach unserer kurzen und zielgerichteten Planungsphase machen sich unsere Teams auch schon voller Tatendrang auf den Weg, um die unterschiedlichsten Aufgaben des Tages anzupacken und Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen.
Das Team Holz widmet sich voll und ganz der präzisen Materialbearbeitung: Fleißig wird zugeschnitten und gehobelt – so entstehen im Handumdrehen die optimalen Voraussetzungen für das Projekt. Zudem kümmert sich die Gruppe intensiv um die umfassende Vorbereitung der Pergola sowie das Anfertigen und Vorbereiten der einzelnen Sprossen für die geplante Liege.
Zeitgleich ist auch das Team Hörsessel beschäftigt: Um den Hörsessel sorgfältig zu versetzen und den nötigen Platz zu schaffen, packen alle kräftig an – denn der Weg muss freigemacht werden, um direkt dahinter eine neue, stabile Steinmauer zu setzen.
Auch das Team Fundamente zeigt vollen Körpereinsatz: Es wird fleißig gegraben, der Untergrund vorbereitet und anschließend die erforderlichen Fundamente solide betoniert, um dem gesamten Projekt eine dauerhafte und sichere Basis zu verleihen.
Damit auch im Hintergrund alles reibungslos läuft und die Fortschritte für alle sichtbar sind, hält das Team Büro sämtliche Fäden in der Hand. Unsere Mädels erstellen und strukturieren übersichtliche To-Do-Listen zur optimalen Koordination der Arbeitsabläufe, betreuen fortlaufend den Instagram-Account mit aktuellen Einblicken und halten die Website auf dem neuesten Stand.
Tag 1: Mit voller Kraft durch die Nacht
Auch nach Sonnenuntergang war an Aufhören nicht zu denken. In einer packenden Nachtschicht gaben die Teams noch einmal alles: Die Fundamente wurden vollendet, die Steinmauer komplett gesetzt und sämtliche Aufgaben für Freitag erfolgreich abgehakt.
Damit endet der erste Tag unseres Projektmarathons mit einem fantastischen Ergebnis. Jetzt geht es für eine kurze Nachtruhe in die Federn, bevor wir uns morgen bereits um 6:00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück im Pfarrheim treffen und mit neuer Energie weiter durchstarten!
“Oida i was ned wia i zschiaßn kimm!”
Tag 2: It's raining men - Hallelujah!
Um 6:00 Uhr trafen sich alle Mitglieder im Pfarrheim zu einem gemeinsamen Frühstück. Mit Kaffee und frischen Gebäck stärkten wir uns für die bevorstehenden Arbeitsstunden und konnten danach noch bei einer Lagebesprechung alle wichtigen Details für Samstag besprechen. Die Teams fanden sich zusammen und wir starteten gemeinsam und motiviert in den zweiten Projekttag.
Selbst vom schlechten Wetter und dem anhaltenden Regen ließen wir uns die Laune nicht verderben – es wurde unermüdlich weitergearbeitet und unglaublich viel auf die Beine gestellt!
Das Team Metall war extrem fleißig im Einsatz: Es bereitete die benötigten Formrohre für die Reckstange präzise vor und nutzte intensiv den Laser für die Unterkonstruktion der Liege sowie für das Gestalten eines Schildes für den Spielplatz. Gleichzeitig ging es auch beim Team Holz ordentlich voran. Die Mitglieder fertigten sämtliche Elemente für die geplante Liege an und bereiteten alles für den Zusammenbau der Gemüsepyramide vor.
Auf der Wiese legte das Team Dorfwiese eine starke Leistung an den Tag: Es stellte das Grundgerüst für unsere Pergola auf, stach die Bodenvertiefungen für das Tempelhüpfen und die Reckstange aus, verteilte den Schotter und schälte das Holz für den neuen Stehtisch. Damit aber noch nicht genug, denn auch im Team Büro liefen die Drähte heiß. Neben den notwendigen Besorgungen wurde die Audioaufnahme für unseren Hörsessel komplett eingesprochen und direkt fertig geschnitten. Zu guter Letzt griffen die Mädels und Jungs noch zu den Pinseln und bemalten kreativ die bunt gestalteten Tempelhüpfsteine.
Tag 2: Die nächsten Meilensteine fallen
Gestärkt durch ein köstliches Mittagessen, das von den Bäuerinnen aus St. Georgen liebevoll für uns zubereitet wurde, legten alle Teams am Nachmittag wieder richtig los. Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle der Landjugend Niederösterreich und dem Landjugendbezirk Waidhofen/Ybbs, die uns besuchten und eine zusätzliche Stärkung im Gepäck hatten.
Die Ergebnisse der Nachmittagsschicht sprachen für sich: Die neue Gemüsepyramide wurde vollständig fertiggestellt und die farbenfroh gestalteten Steine für das Tempelhüpfen fanden ihren festen Platz in der Wiese. Selbst der EVN-Elektrokasten verwandelte sich durch die kreative Neugestaltung in einen echten Hingucker am Spielplatzeingang. Auch an den Bauwerken ging es Schlag auf Schlag weiter: Das Dach unserer Pergola wurde fertig montiert sowie geschliffen. Die Doppelliege stand kurz vor der Fertigstellung, nachdem das Metallteam die Eisenkonstruktion erfolgreich geschweißt und neu lackiert hatte. Während die Aufbewahrungsbox für das Spielzeug die letzten Feinschliffe erhielt, wurden rund um das Areal selbst ausgeschnittene Holztiere aufgehängt. Mit dem Bau des Sitz- und Liegeplateaus rund um die Linde wurde zügig gestartet, und parallel dazu begannen die Vorbereitungen für den Gleichgewichtsparcours.
Ganz ohne Rückschläge verlief der Nachmittag allerdings nicht: Leider passierte Gestern beim Setzen des Fundaments ein Fehler, wodurch die Basis für die Doppelreckstange nicht ausreichend sicher und stabil war. Kurzerhand mussten wir die Arbeiten noch einmal rückgängig machen. Obwohl das bedeutete, dass wir am Nachmittag einiges korrigieren und extra aufholen mussten, bewies das Team echte Größe: Aus Fehlern lernt man bekanntlich am meisten.
Innerhalb weniger Stunden hat sich das Erscheinungsbild der Dorfwiese am Nachmittag komplett verwandelt. Mit unglaublichem Einsatz und voller Konzentration hat das gesamte Team richtig Meter gemacht. Durch eine Stärkung am Abend konnten noch Pläne besprochen werden und das Team startet mit vollem Magen gemeinsam in die Nachtschicht
Tag 2: Es weihnachtet sehr...
Auch in den späten Abendstunden gab es noch einiges zu tun. Unsere Teams feilten auch in der Nachtschicht weiter an den Projekten. Unser „Gleichabam“ stand schließlich auch stolz auf der Pergola und gab uns in der Nacht das Gefühl wie auf einen Adventmarkt zu sein. Auch beim Liegepodest ging ordentlich was weiter – es wurde fast vollständig aufgebaut und wartete nur noch auf die Verkleidung am nächsten Tag.
Zu später Stunde wurde zudem der Bereich rund um die Reckstange optimal für die nachfolgenden Arbeiten vorbereitet. Nach getaner Arbeit haben wir das gesamte Areal gemeinsam gründlich zusammengeräumt, um am nächsten Morgen direkt wieder voll durchstarten zu können. Ein gewaltiger Einsatz zu späten Stunde, bevor es schließlich in die wohlverdiente Nachtruhe ging!
Tag 3: Die letzten Feinschliffe
Der finale Tag startete für uns bereits um 6:00 Uhr morgens mit einem gemeinsamen Frühstück, um gestärkt in den Endspurt zu gehen. Nach einer kurzen Teambesprechung hieß es sofort wieder: ran an die Arbeit! Die Doppelliege wurde an ihren Bestimmungsort gebracht und aufgestellt, während parallel dazu das Liegeplateau seine fertige Verkleidung erhielt. Auch die Arbeiten an der Reckstange wurden erfolgreich abgeschlossen. Abschließend wurde das gesamte Projektareal gründlich zusammengeräumt und alles für die bevorstehende Präsentation perfekt vorbereitet.
Projekt Präsentation: Das warten hat ein Ende
Stolz dürfen wir unser Projekt "Dorf(t)raum - A Platz'l des guad duad" mit großem Erfolg abschließen und uns bei allen Helferinnen, Helfern und Sponsoren von Herzen bedanken.
Nach einer kurzen Pause ging es um 14:00 Uhr auch schon wieder auf der Dorfwiese los. Unsere Leitung, Magdalena Spreitzer und Tobias Schneeberger, begrüßten nicht nur alle Bewohner von St. Georgen, sondern stellte auch unser Projekt vor. Mit einer Zusammenfassung der letzten 42 Stunden erklärten die beiden, was sich auf der Dorfwiese verändert hat und was zwischendurch auch mal schiefgegangen ist. Anschließend wendete sich Lukas Hintsteiner im Namen der Gemeinde kurz an alle Landjugend-Mitglieder und bedankte sich für das gelungene Projekt. Ebenso sprach Anna Kimmeswenger als Vertretung der Landjugend Niederösterreich ihren Dank aus und berichtete darüber, was dieses Wochenende im Bundesland passiert ist.
Dass wir an allen Fronten so zügig vorankamen, verdanken wir der großartigen Unterstützung regionaler Partner. Bei der Tischlerei Bürbaumer bedanken wir uns herzlich für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und das gesponserte Holz. Die Firma Haselsteiner Holzbau unterstützte uns tatkräftig mit ihrem Firmenbus sowie sämtlichen Werkzeugen. Für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Möglichkeit, unsere Schilder präzise zu lasern, gilt unser Dank der Firma Spezialmaschinenbau Korntheuer. Nicht zuletzt bedanken wir uns bei Martin Schneeberger für die tolle Unterstützung und die Nutzung seiner Werkstatt bei der Fertigung unserer Doppelliege.